Mittelalterliches Treiben in Montabaur
Eine Reise in die Vergangenheit zu Gaukeley und Zauberey
Schwerter, Schilde und Bögen rund um St. Peter in Ketten
Montabaur. Zog man am Wochenende durch die Montabaurer Innenstadt, brauchte man nur den Klängen der Musik zu folgen und schon gelangte man zum diesjährigen und sechsten Mittelaltermarkt rund um die katholische Pfarrkirche St. Peter in Ketten. Alle zwei Jahre findet man die Gaukler rund um die Kirche am Ende der Fußgängerzone und auch in diesem Jahr strömten Besucher aus Nah und Fern zu dem mittelalterlichen Treiben. Kaum hatte man seinen Wegezoll bezahlt und trat durch das Tor, befand man sich in einer anderen Welt und fühlte sich mindestens 600 Jahre zurückversetzt.
Auf dem schönen Gelände fand man urige Zeltstände und Buden mit alter Handwerkskunst. An allerlei Ständen wurde Waren feilgeboten wie zum Beispiel Felle, Honig, Schwerter, Kräuter, keltischer Schmuck und Töpferwaren. Auch Haarkränze für Jungfern standen zum Verkauf. Auf der Reise in die Vergangenheit konnte man einen Einblick in die alten Handwerksberufe des Mittelalters, wie zum Beispiel den des Hutmacher, Bogenbauers, Kupferschmieds und Korbflechters erlangen und ihr Geschick bei der Herstellung ihrer Waren bewundern. So zeigte auch der Bürstenmacher das Herstellen von Bürsten, die Glasbläserin die Herstellung von Glasperlen und der Schmied seine Kunst am offenen Feuer. Interessant war es gerade für die Kinder, sich ein eigenes Springseil beim Seiledreher herzustellen.
Gaukelei und Zauberei, Schilde, Schwerte und Bögen standen ebenfalls im Mittelpunkt dieser tollen und abwechslungsreichen Veranstaltung. Einige ließen sich von der Kartenlegerin ihre Zukunft voraussagen oder sahen einer Keramikerin bei Drehen auf der Töpferscheibe zu. Ein Höhepunkt, der viele Gäste anzog, war die Greifvogelshow bei der sowohl die großen als auch die kleinen Besucher noch einiges lernen konnten.
Das abwechslungsreiche Familienprogramm bot den Gästen im Schatten der Bäume die Gelegenheit, dem Alltag in eine längst vergangene Zeit zu entfliehen und bot gerade den Kindern einen tollen Einblick in die frühere Zeit des Mittelalters. Zum Mitmachen luden das Stockbrotbacken, Kerzenziehen und mittelalterliche Kinderspiele ein. Hier gab es keine Kunststoffe, sondern alle Waren und Werkzeuge wurden aus Leder, Holz, Stein und Metall gefertigt.
Natürlich musste niemand mit leerem Magen nach Hause gehen. Leckere Gerüche umfingen die Besucher. An zahlreichen Verpflegungsständen konnte jeder etwas für seinen Gaumen finden. Man hatte die Auswahl zwischen Badischen Knöpfle, Flammkuchen, gebratenen Spezialitäten und gefüllten Taschen aus der Hanfbäckerei oder Suppe im Brot.
Für die Unterhaltung sorgten unter anderem „Dopo Domani“ mit historischer Musik auf reichhaltigem Instrumentarium und die Spielleute von „Ranunculus“. Das Wochenend-Event bot eine gute Möglichkeit zu einer Verschnaufpause in unserer schnelllebigen Zeit und so manch einer entfloh dem Alltag einfach mal für ein paar Stunden auf dieses herrliche Fleckchen bei toller Kulisse.
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