Allgemeine Berichte | 17.10.2017

Friedenswoche in Höhr-Grenzhausen

Eine Woche für den Frieden

Vom 22. bis 28. Oktober warten Ausstellungen, Diskussionen und Vorträge sowie ein wunderschönes Mandala

Höhr-Grenzhausen. Über die gesamte Woche sind Abendveranstaltungen rund um das Thema „Frieden“ geplant. Um möglichst unterschiedliche Sichtweisen präsentieren zu können, planen die Organisatoren, verschiedene Gruppen mit einzubeziehen: Vor allem das Gymnasium wird sich zur Unterlegung und Erweiterung des Programms mit einbringen.

Programmpunkte bei der Friedenswoche

Vier tibetische Mönche aus dem Loseling Kloster in Mundgod/ Südindien legen ein Mandala. Die Veranstalter haben das Mandala der Avalokiteshvara gewählt als Ausdruck der Barmherzigkeit. Das Mandala kann von allen Interessierten tagsüber von Montag bis Freitag (von 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr) im AWO-Pavillon am Stadtpark in Höhr-Grenzhausen besucht werden.

Um über Spenden ihre Reisen zu finanzieren und möglichst ihrem Kloster etwas zukommen lassen zu können, stellen die Mönche ladakhisches und tibetisches Kunsthandwerk aus.

Zudem wird es eine kleine Foto- und Bilderausstellung der tibetischen Kultur in Nepal und Indien geben. Die Bilder können gegen Spenden erworben werden.

„Wo beginnt Frieden?“

Dienstagabend, 19 Uhr in der Zweiten Heimat: Podiumsdiskussion zum Thema „Wo beginnt Frieden?“. Hierzu sollen verschiedenste Standpunkte gehört werden. Gäste sind unter anderem Frau Sabine Bätzing-Lichtenthaeler, Mininsterin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie und der Verbandsgemeinde- Bürgermeister Herr Thilo Becker. Um die Runde kontrovers zu gestalten, werden die Organisatoren unsere Mitbürger einladen, die als Flüchtlinge erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind. Ebenso wie Mitbürger mit Migrationshintergrund, sowie die Mönche, genaugenommen im Exil in Indien, um über das Leben in der Fremde, positive Erfahrungen, Probleme und Erwartungen zu berichten. „Wir hoffen auf einen regen interkulturellen Austausch zum Thema ‚Frieden‘.“, so die Veranstalter.

Flucht, Heimat und Frieden

Mittwochabend (19 Uhr): Lesung des aus der DDR geflohenen Schriftsteller Michael Meinicke. Er wird über seine Erfahrung während der Haft, seine Flucht und seinen Neubeginn in Westdeutschland berichten. Veranstaltungsort ist das Café Libre. Ebenso ist eine vormittägliche Lesung für Schüler des Gymnasiums im Kannenbäckerland geplant.

Donnerstag (20 Uhr): Wir begrüßen den Tibet- und Asienexperten Klemens Ludwig mit dem Diavortrag „Tibet - knapp zehn Jahre nach dem Aufstand“ im Mehrzweckraum des Gymnasiums (Am Scheidberg 4).

Kulinarisches aus aller Lande

Freitag: Küche verschiedener Länder. „Wir möchten zusammen mit anderen Kulturen typische Gerichte kochen und anschließend gemeinsam essen“, laden die Organisatoren ein. Sicherlich kann jeder Koch auch etwas Interessantes aus dem Herkunftsland der Speisen erzählen. Zu diesem geselligen Beisammensein ist jeder herzlich willkommen, der etwas kochen, essen oder nur zuhören möchte.

Um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen dringend gebeten! Kosten für die Lebensmittel können übernommen werden. Ab 18 Uhr in der Küche des Schulzentrums (Am Scheidberg 4).

Mandala: Hin- und Aufgabe

Samstag: Einsegnung. Der Sand des Mandala wird in einer feierlichen Zeremonie in Grenzau dem Brexbach übergeben. Bei einem Tee oder einer tibetischen Kleinigkeit wird die Woche gemütlich ausklingen. Interessierte sind herzlich willkommen. Ab 10 Uhr in Grenzau an der Brücke.

Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Es wird jedoch um Spenden für die Mönche gebeten.

Organisatoren

Die Regionalgruppe Westerwald der Tibet Initiative Deutschland setzt sich für Menschenrechte und Meinungsfreiheit in Tibet ein. Sie trifft sich jeden dritten Freitag des Monats um 19 Uhr im Café Libre in Höhr-Grenzhausen und freut sich über neue Mitglieder.

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