Wehrer Watzmänner wandern im Dahner Felsenland
Eine Woche lang durchstreiften die Wanderer den Wasgau
Nahezu 120 Kilometer wurden zurücklegt
Wehr. Das Dahner Felsenland liegt in der Südwestpfalz und grenzt im Süden an die Ausläufer der französischen Vogesen. Unzählige Buntsandsteinformationen haben dem Landstrich seinen Namen verliehen und 16 mittelalterliche Felsenburgen locken Wanderer aus Nah und Fern in den mittleren Wasgau. Traumhafte Aussichten von exponierten Felsennestern in einsame Bachtäler und über die ausgedehnten Wälder der Pfalz sorgen darüber hinaus für ein herausragendes Wandererlebnis. Inzwischen hat man in der Region eine Reihe von Felsenlandtouren ausgewiesen, allesamt Rundwanderungen in Premiumqualität, die ihresgleichen suchen. Eine Woche lang durchstreifen die Wehrer Watzmänner den Wasgau und erfreuen sich an traumhaften Wanderrouten.
Napoleonfelsen und Burgruinen
Gleich am Anreisetag geht es über den Napoleon-Steig bei Bruchweiler-Bärenbach. Unzählige Felsformationen werden auf der nur 14 Kilometer langen Runde angelaufen, von denen die Form des Napoleonfelsens am meisten begeistert. Vollkommen frei stehend ragt er wild zerklüftet mitten im Wald auf. Am zweiten Wandertag folgen die Watzmänner der Wasgau-Seen-Tour. Eine Reihe von Weihern und Teichen liegen am Weg, der durch das Saarbach- und Rösselbachtal führt und mit der Besteigung des Lingelsfelsens und den damit verbundenen herrlichen Fernsichten einen glanzvollen Höhepunkt erfährt. Satte 27 Kilometer werden am dritten Tag auf dem Busenberger Holzschuhpfad zurückgelegt. Auch diese Runde führt zu exponierten Felsenhorsten, die herrliche Ausblicke auf Busenberg gestatten und zur geheimnisvollen Burgruine Drachenfels hinüber. Das alte Gemäuer kann aber leider wegen Baufälligkeit nicht mehr bestiegen werden. Tags darauf tauchen die Wanderer ein in das frühe Mittelalter. Mit der geschichtsträchtigen Felsenland-Burgentour im deutsch-französischen Grenzgebiet werden gleich fünf Burgruinen angelaufen, die von den alten Rittersleut‘ in die Buntsandsteinfelsen hinein getrieben wurden und sogar darüber hinaus ragen. Kammern, Treppenaufgänge, ja ganze Säle hat man aus dem Gestein heraus gehauen und für Wohn- und Verteidigungszwecke zugänglich gemacht. Heute kann man sich von den Aussichtsplattformen der Bergfriede, zu denen oftmals eiserne Treppen hinauf führen, über herausragende Weitsichten in den waldreichen Wasgau erfreuen.
Der Dahner Rundwanderweg
Der Dahner Rundwanderweg steht am fünften Tag auf dem Programm der Watzmänner. Er führt windungsreich rund um Dahn und am Burgenensemble Altdahn, Grafendahn und Tanstein vorbei. Die drei Felsenburgen liegen direkt nebeneinander und können bestiegen und besichtigt werden. Weitere Höhepunkte dieser Runde sind die Besteigungen des Römerfelsens und der Buntsandsteinformation Jungfernsprung. Hinter der Burgruine Neudahn läuft die Route dann noch durch das Naturschutzgebiet Moosbachtal mit seinen weitläufigen Feuchtwiesen. Zum Abschluss am sechsten Tag wird dann die Altschlossfelsenrunde bei Eppenbrunn erwandert. Vom Spießweiher geht es steil bergan zum mehr als einen Kilometer langen, durchgängigen Felsenband des Altschlossfelsens hinauf, das von den Watzmännern umrundet wird. Bizarre Felsformationen, gewaltige Überhänge, aufgebrochene Spalten und mehrere Felsentore, die man durchwandern kann, sorgen für den krönenden Abschluss einer herrlichen Wanderwoche im Dahner Felsenland, bei der man nahezu 120 Kilometer zurücklegte. Ausführliche Wanderberichte und Fotoserien können auf der Startseite des Wanderportals www.die-wehrer-watzmaenner.de eingesehen werden.
Die Watzmänner auf der Wasgau-Seen-Tour.Foto: privat