Allgemeine Berichte | 19.08.2019

Mit dem Förderkreis der Abtei Sayn in die Bundesstadt Bonn

Eine Zeitreise in die jüngere Vergangenheit

Die Teilnehmer der Tagesfahrt konnten im alten Bundesrat Platz nehmen. Foto: privat

Bendorf. Zur letzten Tagesfahrt in diesem Jahr brachen Freunde und Förderer des Förderkreises der Abtei Sayn mit dem Bus in Richtung Bonn auf. Erstes Ziel war das „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“.

Der Rundgang durch die Dauerausstellung wurde für alle ein Rückblick in die eigene Vergangenheit. Die politische und wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik in den 1950er- und 60er-Jahren in Bild- und Filmdokumenten war für alle Teilnehmer mit Erinnerungen an die eigene Kindheit und Jugend verbunden und die gezeigten Objekte, Gebrauchsgegenstände, Arbeitsgeräte, Schaufenster oder Autos versetzten wohl jeden in diese Zeit zurück. Leider war der Rundgang, der Ausstellungsstücke und Gegenstände des täglichen Lebens bis in die heutige Zeit zeigte, zu kurz bemessen, denn der nächste Programmpunkt „Besuch und Vortrag im alten Bundesrat“ und die dortige Dokumentation zu „70 Jahre Grundgesetz“ stand an. Der Weg zum Grundgesetz und die entstehende parlamentarische Demokratie aus den Ländern der Westzonen zur Bundesrepublik wurden in Wort und Bild auch hier interessant dargestellt. An historischem Ort, im Plenarsaal des Bundesrates, in dem die Mitglieder des Parlamentarischen Rates unter der Leitung von Konrad Adenauer diskutiert und beschlossen hatten, wurde man an die späteren Bundes- und Landespolitiker erinnert, wie wichtig und vorbildlich deren Arbeit für unsere heutige Demokratie noch immer ist. Nach einer kurzen und stärkenden Mittagspause wurde das Ausflugsprogramm mit einer geführten Busrundfahrt durch das ehemalige Regierungsviertel und die Innenstadt fortgesetzt. Die Entstehung der Stadt aus einem befestigten römischen Lager vor über 2000 Jahren wurde vom kompetenten Reiseführer ebenso erklärt wie die weitere Entwicklung Bonns im Mittelalter bis hin zur Neuzeit. Besondere Beachtung erfuhren die gepflegten Stadthäuser, die in der Gründerzeit gebaut und im Krieg nicht oder nur in geringem Maß zerstört worden waren. Im anschließenden Stadtrundgang durch die Bonner Altstadt hörten die Teilnehmer in interessanten Geschichten und Anekdoten vieles über die beiden Schlösser der Kölner Kurfürsten, das Alte Rathaus, den Marktplatz, die alten Straßen und Plätze und natürlich über den berühmtesten Sohn der Stadt, Ludwig van Beethoven. Diesem wurde bereits in preußischer Zeit auf dem Münsterplatz ein Denkmal erbaut, zu dessen Einweihung im Jahr 1845 der König von Preußen und die Königin von Großbritannien gekommen waren.

Hierzu und zum Leben Beethovens in Bonn wussten die beiden Stadtführer Wissenswertes und Lustiges zu berichten. Das nahegelegene Bonner Münster, ursprünglich eine romanische Stiftskirche und seit dem 13. Jahrhundert ein gotisches Bauwerk, konnte leider wegen ausführlicher Renovierungsarbeiten nicht besichtigt werden. So ergab sich noch eine Pause für die Reiseteilnehmer, die für eine Tasse Kaffee oder ein Eis genutzt wurde, bevor es wieder mit dem Bus in Richtung Sayn ging – natürlich mit dem obligatorischen gemeinsamen Abendessen in einem Lokal auf dem Heimweg. Als nächstes Projekt steht die Mehrtagesfahrt im September in den Harz auf dem Programm. Auch im kommenden Jahr sind wieder Tagestouren zu Sehenswürdigkeiten in der näheren und weiteren Umgebung geplant.

Die Teilnehmer der Tagesfahrt konnten im alten Bundesrat Platz nehmen. Foto: privat Foto: Picasa

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