Holger Benscheid nun Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin
Eine den Menschen zugewandte Medizin betreiben
Dr. Werner Spira als Chefarzt der Anästhesie im St. Josef-Krankenhaus Adenau verabschiedet
Adenau. Als er im Herbst 1993 nach Adenau kam, da gab es noch keine eigenständige Anästhesieabteilung.
Die hat Dr. Werner Spira aufgebaut, entwickelt und 23 Jahre lang geführt.
Am Mittwochnachmittag wurde Werner Spira feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger ist seit Jahresbeginn Holger Benscheid. Neben seiner Aufgabe als Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin im St. Josef-Krankenhaus in Adenau nimmt Holger Benscheid diese Aufgabe auch im Schwester-Krankenhaus in Gerolstein wahr; dort im Kollegialsystem mit Dr. Anna Rojek-Jarmula. Schwester Edith-Maria Magar, die Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen und stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Marienhaus Stiftung, und Marienhaus-Geschäftsführer Prof. Dr. Michael Masanneck, dankten Werner Spira in der Feierstunde für alles, was er in all den Jahren in Adenau für seine Patientinnen und Patienten, aber auch für den Träger und das Haus geleistet hat. Werner Spira, der auf 41 Berufsjahre zurückblicken kann, kam bereits 1989 zur damaligen Marienhaus GmbH.
Er war Oberarzt der Anästhesie im Krankenhaus in Bitburg, bis ihn Schwester M. Basina Kloos, die damalige Generaloberin der Ordensgemeinschaft, fragte, ob er sich vorstellen könne, als Chefarzt nach Adenau und damit in die erste Niederlassung der Waldbreitbacher Franziskanerinnen zu gehen. Spira konnte sich das gut vorstellen, zog mit seiner Familie nach Adenau, wurde hier und in der Trägerschaft heimisch und wohnt nur den berühmten Steinwurf vom Krankenhaus entfernt. In all den Jahren, so erinnerte Michael Masanneck in seiner Ansprache, habe das St. Josef-Krankenhaus viele Höhen und Tiefen erlebt.
Mit seiner stoischen Ruhe habe Dr. Spira „mit dazu beigetragen, dass das Haus nicht in zu raue See geraten oder gar leck geschlagen ist“. Auch wenn er erst seit einigen Wochen in Adenau tätig ist, so kennt Holger Benscheid die Eifel doch schon sehr gut. Seit 2006 nämlich war er regelmäßig als Notarzt bei Rennen auf dem Nürburgring tätig. Benscheid ist von einem Klinikum der Maximalversorgung in die Eifel gewechselt, weil es in seinen Augen in kleinen Krankenhäusern wie Adenau und Gerolstein einfacher ist, eine den Menschen zugewandte Medizin zu betreiben.
„Ein wichtiges Argument für uns ist aber sicher auch“, so Michael Masanneck in seiner Begrüßung, „die Notfallmedizin und der Rennsport am Nürburgring. Gerade auch den jungen Kolleginnen und Kollegen hier eine notfallmedizinische Ausbildung inklusive Einsatz im Rettungshubschrauber bieten zu können, das ist einfach ein starkes Alleinstellungsmerkmal“.
