Allgemeine Berichte | 28.05.2024

Eine eigene Managerin für die Schloßstraße

Engagieren sich für die Schloßstraße: Michael Müller, Vorsitzender des BID Schloßstraße Koblenz e. V., Meike Maser-Plag, Managerin und Stephan Schunk, stellvertretender Vorsitzender. (v.li.).  Foto: Sarah Reuther

Koblenz. Seit Mitte April hat die Schloßstraße in Koblenz eine eigene Managerin: Meike Maser-Plag. Sie arbeitet eng zusammen mit Michael Müller, Vorsitzender des Vereins BID Schloßstraße e. V., Stephan Schunk, stellvertretender Vorsitzender sowie weiteren Akteuren, um die Attraktivität der in die Jahre gekommenen Allee auf lange Sicht zu steigern. Michael Müller war bis vor kurzem Inhaber von Juwelier CWM Müller. Sein Nachbar und BID-Initiator Stephan Schunk ist Geschäftsführer der Cafés Baristaz Coffee Heroes in der Schloßstraße und am Hauptbahnhof.

Auch ein erster Termin mit städtischen Mitarbeitern fand bereits statt. Dort machte Michael Müller deutlich: „Wir sitzen alle in einem Boot und rudern gemeinsam in die gleiche Richtung.“

Wer sind die Mitglieder und die Vorstandsmitglieder? Mitglieder im BID sind die Immobilieneigentümer in der BID Schloßstraße. Im Vorstand sind außer Michael Müller und Stephan Schunk noch der Schatzmeister Heinz-Peter Mertens, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Dr. Dienst & Partner sowie vier Beisitzer vertreten. Diese heißen Daniel Schmidt, Geschäftsführer der auf E-Commerce spezialisierten Digitalagentur conlabz, Nils Kaesemann, Geschäftsführer der Coblens Eyewear, Nils Hofacker, Geschäftsführung der Goldschmiede Hofacker und Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz.

Was ist ein BID? BID steht für Business Improvement District. Grob übersetzt: „Geschäftsverbesserungsbezirk“.

Das Ziel: Für Gewerbetreibende, Gäste, Hauseigentümer und Bewohner bessere, zeitgemäße Rahmenbedingungen schaffen. Eine positive, auf die Nachbarschaft übergreifende Strahlkraft ist natürlich erwünscht. Seit 1970 gibt es BIDs in Kanada und den USA, etwa den Times Square in New York und den Piccadilly Circus in London. In Deutschland hat man bereits gute Erfahrungen mit BIDs in Hamburg (Neuer Wall) und Hessen (Seltersweg in Gießen) gemacht.

Pilotprojekt für Rheinland Pfalz. Das BID Schloßstraße ist das erste in Rheinland Pfalz (RLP) und damit ein Pilotprojekt. Weitere BIDs stehen in den Startlöchern. Das Land RLP unterstütz die BIDs, weil es die Bedeutung der Innenstädte und deren Entwicklung erkannt hat. Denn die Kernfrage lautet: Wie sollen unsere Innenstädte der Zukunft aussehen?

Wann und wie ist das BID entstanden? Das BID Schloßstraße Koblenz startete am 1. Januar 2024 und ist aus dem City Arbeitskreis Schloßstraße e. V. hervorgegangen. Das sogenannte LEAP-Gesetz (Landesgesetz über lokale Entwicklungs- und Aufwertungsprojekte) regelt Gründung, Laufzeit, und Finanzierung.

Über welches Gebiet erstreckt sich das BID Schloßstraße? Das BID-Gebiet erstreckt sich über einen zusammenhängenden, räumlich exakt abgegrenzten Bereich der gut 400 Meter langen Schloßstraße. Das westliche „Eingangstor“ der Schloßstraße ist das sogenannte Löhrrondell, das östliche das Schlossrondell. Dabei verbindet das Löhrrondell wie ein Scharnier Altstadt und Rhein. Obwohl die Schloßstraße durch die Viktoria- und die Casino– straße in drei unterschiedlich gestaltete Teile zerschnitten ist, ist sie eine bei Fußgängern und Radfahrern sehr beliebte und stark frequentierte Direktverbindung, die den Schienenhaltepunkt Koblenz Stadtmitte mit dem Kurfürstlichen Schloss Koblenz und der Rheinpromenade verbindet.

Was macht das BID? „Wir freuen uns auf alle, die konstruktiv an der Gestaltung der Schloßstraße mitwirken möchten“, erklärt Stephan Schunk. „Deswegen haben wir im April einen Zukunftsworkshop mit Hauseigentümern, Gewerbetreibenden und Bewohnern der Schloßstraße durchgeführt.“ Einige Workshop-Ideen soll die BID-Managerin bis zur Umsetzung begleiten. Sie ist zum Beispiel Ansprechpartnerin für interne und externe Akteure, wie z. B. interessierte Mieter und Hochschulen. Auf der To-Do-Liste für die Managerin der „Schloßstraße der Zukunft“ stehen unter Anderem: Qualitätsverbesserung in den Bereichen Aufenthalt, Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung, Gestaltung, Stadtgrün und -bäume, Mobilität, Marketing und Kommunikation.

Wie wird das BID Schloßstraße finanziert? Für den fünfjährigen Zeitraum von 2024 bis 2028 steht dem Verein für die Schloßstraße ein Gesamtbudget von 900.000 Euro zur Verfügung, aus dem sowohl kosmetische als auch nachhaltige Maßnahmen finanziert werden sollen. Dabei wird das BID Schloßstraße Koblenz e.V. zu gut 83 Prozent aus privaten Geldern, den Beiträgen der Immobilieneigentümer, finanziert. — Eigentum verpflichtet. Lediglich knapp 17 Prozent des Gesamtbudgets steuert das Land RLP bei.

Das Geld vom Land dient ausschließlich der Beschäftigung eines Managers und wird vom Stadtkämmerer verwaltet. Die Kommune kann bis zu fünf Prozent der beantragten Maßnahmensumme zur Deckung ihres Verwaltungsaufwandes vereinnahmen.

Wie kann man Mitglied werden? Und warum sollte man es werden? „Das Attraktive am BID Schloßstraße ist“, so Schatzmeister Heinz-Peter Mertens, „dass wir die Entwicklung vor Ort selber in der Hand haben und selber entscheiden. Natürlich binden wir im Vorfeld die besten Experten der jeweiligen Fachgebiete mit ein und stimmen uns dabei an den entsprechenden Stellen mit der Stadt ab. Ich denke, die Schloßstraße hat eine Menge Potenzial, das wir entfesseln werden.“ Die Hausbesitzer handeln in Eigenverantwortung. Gewerbetreibende, die Mieter sind, und Immobilienbesitzer, die sich im Verein engagieren, Aufgaben übernehmen und daher auch weitere Informationen erhalten möchten, können für einen kleinen Jahresbeitrag ebenfalls Mitglied werden. Bitte dazu https://schlossstrasse-koblenz.de/ besuchen oder sich an info@schlossstrasse-koblenz.de wenden .

Pressemitteilung der

BID Schloßstraße

Engagieren sich für die Schloßstraße: Michael Müller, Vorsitzender des BID Schloßstraße Koblenz e. V., Meike Maser-Plag, Managerin und Stephan Schunk, stellvertretender Vorsitzender. (v.li.). Foto: Sarah Reuther

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