Kath. KiTa St. Medard beginnt umfangreiches Projekt
Eine ganze Stadt kämpft für die Bienen
Bendorf. Betritt man die Kath. Kita St. Medard morgens, so kann man sich schon vorkommen, wie in einem Bienenstock. Überall „summt“ es, fröhliches Kinderlachen ist zu hören und quirlig geht es zu. Hier passt ein Projekt sehr gut hin, das sich künftig weit über ein Jahr mit Bienen beschäftigen wird.
Leiterin Susanne Berg-Mesenholl und ihr gesamtes Team geraten ins Schwärmen, wenn sie ihre vielfältigen Ideen vortragen. Gemeinsam mit den Kindern sind unterschiedlichste Aktionen geplant. Ein wunderschönes Buch mit dem Titel „Mia und das Blumenwunder“ aus dem Arena-Verlag mit Illustrationen von Alison Jay und einem Text von Erwin Grosche begleitet die Kinder. Der Verlag hat auch eine der Illustrationen als Leitbild für das „Bienenprojekt“ zur Nutzung freigegeben.
Bereits gemeinsam wurde Löwenzahnsamen gesammelt, der verpackt auch später in Bendorf an die Bewohner verteilt werden soll. Ziel und Zweck wird es sein, durch mehr Blumen und Wildwiesen in der Stadt, in den Gärten, auf dem Balkon oder der Fensterbank für Bienen bessere Lebensbedingungen zu bieten. Mit den Erzieherinnen der KiTa wird ein eigenes Lied getextet, komponiert und vertont.
Auch werden die Kinder mit Bendorfer Erwachsenen „Wildbienenhotels“ bauen. Mit eingebunden werden soll beispielsweise auch die Seniorenresidenz auf der Vierwindenhöhe, wo die Kinder ihr Projekt vorstellen und mit den Bewohnerinnen und Bewohnern gemeinsam singen. Und natürlich darf auch ein Backtag mit „Bienenstich“ nicht fehlen. Bei den Bendorfer Imkern wird man sicher Interessantes zum Thema Honig und zum Leben der Bienen erfahren können.
Dies sind nur einige der Ideen, Vieles wird sich in den nächsten Wochen und Monaten noch ergeben. Bei einer „Kinderkonferenz“ erzählten die jungen Bienenforscher: „Wir brauchen die Bienen, weil die gesunden Honig machen.“ Oder: „Die Bienen stechen nur, wenn sie Angst haben vor Menschen. Danach sterben die Bienen. Ich bin ganz ruhig, wenn eine Biene kommt, damit sie nicht stechen muss. Ich will nicht, dass sie stirbt.“
Mit dem Projekt wird sich das Team der Kath. KiTa St. Medard zum Monatsende auch beim Umweltpreis des Bistums Trier 2017 bewerben. Hier lädt Bischof Dr. Stephan Ackermann ein: „Alles, was Sie zur Bewahrung der Schöpfung in ihrer Gemeinde entwickelt haben, ist es wert, dokumentiert und zum Umweltpreis eingereicht zu werden“. -PS-