Allgemeine Berichte | 10.04.2024

Auf den Spuren jüdischen Lebens in Andernach

Eine historische Führung

Andernach. Über viele Jahrhunderte hinweg waren Juden ein prägender Teil des städtischen Lebens in Andernach, wie auch in vielen anderen Städten und Orten des Rheinlandes. Heute sind nur noch wenige Zeugnisse ihrer Anwesenheit sichtbar. Um die jüdischen Spuren in Andernach bewusst wahrzunehmen und zur lebendigen Erinnerung beizutragen, wird eine spezielle Führung angeboten. Diese wird von Dr. Paul Petzel geleitet, einem ausgewiesenen Experten für die jüdische Geschichte Andernachs, der auch für die Gestaltung des Spiegelcontainers an der Ecke Obere Wallstraße/Hochstraße verantwortlich ist. Dieser Ort dient der Erinnerung an die dunklen Kapitel der Stadtgeschichte, einschließlich der Tatsache, dass die Nationalsozialisten dort eine sogenannte Zwischenanstalt betrieben, von der aus psychisch Kranke und geistig Behinderte ab 1941 in die “T4„-Anstalt Hadamar deportiert wurden.

Die Führung beginnt am Samstag, den 22. Juni 2024, um 10 Uhr vor dem Kurfürst-Salentin-Gymnasium in der Salentinstraße und wird ungefähr zwei Stunden dauern, mit dem Mariendom als Endpunkt. Interessierte sind gebeten, sich bis zum 17. Juni 2024 beim Pastoralreferenten Alexander Just per E-Mail an alexander.just@bistum-trier.de oder telefonisch unter 02632/309795 anzumelden. Die Veranstaltung wird vom Pastoralen Raum Andernach in Kooperation mit der Katholischen Familienbildungsstätte Andernach organisiert.BA

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