Allgemeine Berichte | 27.03.2019

Schüler des St. Josef Gymnasium spielten außerhalb des Unterrichts mit Erfolg Theater

Eine mutige Prinzessin, arrogante Prinzen ... und ein gar nicht so böser Zauberer

Die Schüler der 6c verbrachten viel Zeit mit den Proben - und wurden mit begeistertem Publikum belohnt. Foto: EICH

Rheinbach. Es war als Versuch der Klasse 6c des SJG gedacht: Es sollte ein Theaterstück gespielt werden, in dem möglichst viele Protagonisten mit gleichen Anteilen mitspielten.

Da das Theaterstück „Petronella“, nach dem gleichnamigen Märchen von Jay Williams, viele (ge-)wichtige Personen und Rollen beinhaltet, bot sich da natürlich an. Was als einfacher Theater-Schnupperkurs geplant war, entwickelte sich bald zum festen Entschluss der Schülerinnen, das Märchen mit seinen vertauschten Rollen auch vor anderen aufzuführen. Petronella ist als Prinzessin eine Katastrophe wie ihre Eltern, König Peter (Lea Kratzer) und Königin Blühblume (Simi Singh) vom „Reich der himmelblauen Berge“, sie bezeichnen. Statt sich mädchenhaft zu verhalten, will sie wie ihre beiden älteren Brüder lieber fechten und reiten lernen - und partout keine Taschentücher sticken für einen möglichen späteren Ehemann. Nein: Sie will genau wie ihre Brüder in die Welt hinausziehen, Abenteuer bestehen und – statt einer Prinzessin – eben einen Prinzen retten. Nachdem sie den Eltern die Erlaubnis abgetrotzt hat, endlich fechten und reiten lernen zu dürfen, ist es an ihrem 18. Geburtstag endlich so weit: Sie darf in die Welt hinausziehen. Petronella, die Protagonistin des Stücks wurde lebendig und sehr überzeugend gespielt von Gresa Shala – erteilt nicht nur all den heutigen verwöhnten ‚Prinzen‘ eine gehörige Lektion, sondern auch so manchen Eltern, die ihre jungen Söhne des Öfteren auch als solche, eben als „kleine Prinzen“ behandeln.

Petronella muss eine Reihe von Abenteuern bestehen. Nachdem Prinz Georg und Prinz Michael, beide in ihren Rollen als arrogante, mitleidlose und von sich selbst eingenommene Prinzen überzeugend dargestellt von Nelli Lynn Storck und Sarah Volkmann, vom Zauberer Albion (Paula Kündgen) in wilde Tiere verwandelt sind, wagt sich Petronella in die „Höhle des Löwen“. Sie will den berüchtigten Zauberer finden, da dieser angeblich einen Prinzen gefangen hält, den sie retten will - nicht ahnend, dass es sich bei dem vermeintlich gefangenen Prinzen Ferdinand v. Feuerzack (Louise Peter) auch nur um eine Variante jener selbstgefälligen Spezies ‚Prinz‘ handelt. Nur der Gedanke der bequemen Übernahme des ‚Königreichs der himmelblauen Berge‘, was Petronella ihm in Aussicht stellt, wenn er sie heiratet, bringt ihn dazu, seinen Liegestuhl zu verlassen und sich von Petronella ‚retten‘ zu lassen. Petronella schließt sich Albion an, um endlich die ersehnten Abenteuer zu erleben. In seinem Auftrag bringt sie wilden Pferden das Tanzen bei und begegnet deprimierten Drachen, die keine mehr sein wollen. Spätestens bei dem Auftritt der beiden Prinzen Furi und Oso (Lisa Volkmann und Kristine Elo) wird klar, dass jener Zauberer Albion gar nicht so grausam, sondern im Grunde sehr weise ist: Er war es, der all jene verwöhnten und arroganten Prinzen aufgrund ihres schlechten Betragens in wilde Tiere verwandelt hatte. Mit Petronella und Albion treffen zwei Charaktere aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, - die sich aber dennoch in ihren Gedanken sehr ähneln. So ist es auch kein Wunder, wenn beide letztendlich ihre Liebe zu- und füreinander entdecken. So kommt Petronella, die untypische Prinzessin, tatsächlich mit einem Ehemann nach Hause; aber nicht mit einem typischen Prinzen, sondern mit einem Zauberer; - in den Augen ihrer Eltern: eine Katastrophe! „Es ist allein dem großen Engagement und dem unentwegten Einsatz der Schülerinnen der Klasse 6c geschuldet, dass wir ‚Petronella‘ letztendlich wirklich aufführen konnten.“, berichtete die leitende Lehrerin Marlene Genn. „Sie haben schließlich sehr viel Freizeit dafür geopfert!“ „Unser Dank gilt den Schauspielerinnen‚ den helfenden Händen hinter der Bühne, die sich um Requisiten, Schminken, um Licht und Soufflieren gekümmert haben. Ohne sie hätte unser Theaterstück gar nicht stattfinden können! Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang Frau Beier, Lehrerin am SJG, die uns tatkräftig bei der Kostümwahl unterstützte sowie Herrn Nelles, Unterstufenkoordinator des SJG, der Lea Kratzers Idee bereitwillig aufgegriffen hat sowie Lotta Schwanbeck für den Plakatentwuzf“, fügte Genn dankbar hinzu. Inzwischen wurde das Stück schon drei Mal erfolgreich aufgeführt, was sicher die schönste Belohnung für das überaus große Engagement der Klasse 6c des SJG ist.

Die Schüler der 6c verbrachten viel Zeit mit den Proben - und wurden mit begeistertem Publikum belohnt. Foto: EICH

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