Kloster Ebernach
Eine neue Heimat im Kloster
Cochem. Sebastian Sturm ist 18 Jahre alt und lebt seit rund 1,5 Jahren in Kloster Ebernach. Dort hat er sich seitdem sehr gut eingelebt. Zuvor hat er mehrere Jahre in verschiedenen Heimen und bei einer Pflegefamilie verbracht. Diese kümmert sich auch heute noch um ihn. Jetzt wohnt er mit zehn weiteren Bewohnern auf der Wohngruppe Sebastian direkt auf dem Klostergelände. Sebastian arbeitet halbtags in der Gärtnerei. „Ich wollte schon immer Gärtner werden“, sagt er entschlossen. Die Arbeit macht ihm richtig Spaß. Überhaupt ist er handwerklich recht geschickt. So hat er beispielsweise auch schon ein Praktikum in einer Schreinerei absolviert. In seiner Freizeit spielt er gerne Nintendo oder schaut Fernsehen. Donnerstags fährt er regelmäßig mit zum Schwimmen ins Moselbad nach Cochem oder er radelt an der Mosel entlang. Sein größtes Hobby sind jedoch seine Bleistiftzeichnungen. In seinem Zimmer zeichnet er besonders gerne Drachen und Fabelwesen. Seit er in Kloster Ebernach wohnt, hat er sich sehr positiv entwickelt. Innerlich ist er viel ruhiger geworden und nicht mehr so impulsiv wie anfangs. Dabei haben ihm die vielen Gespräche mit seinem Bezugsbetreuer Ingo Jakobs geholfen. Der hat mit ihm gemeinsam einen strukturierenden Plan erarbeitet, - für alle Tätigkeiten in der Zeit morgens vor der Werkstatt. Dies hilft ihm, seinen Alltag zu meistern. Sebastian Sturm wird in seinem individuellen Tagesablauf, sei es in seinem ersten Lebensbereich (Wohnen und Freizeit) oder in seinem zweiten Lebensbereich (Arbeiten), pädagogisch unterstützt und gezielt gefördert. Konfliktsituationen werden mit ihm zusammen aufgearbeitet und nach Lösungsstrategien gesucht. Dies geschieht z.B. durch Rollenspiele. Situationen können dort durchgespielt und variiert werden. So können alternative Verhaltensweisen gelernt werden und somit zu einer positiven Entwicklung und Erweiterung des Repertoires beitragen. Mittlerweile hat sich Sebastian schon sehr gut in Kloster Ebernach eingelebt bereits einige Freunde gefunden, mit denen er sich regelmäßig verabredet. Für seine weitere Zukunft wünscht sich Sebastian eine eigene Wohnung und einen Job auf dem freien Arbeitsmarkt. Bezugsbetreuer Ingo Jakobs wünscht Sebastian alles Gute für die Zukunft und arbeitet mit ihm daran, dass seine Wünsche in Erfüllung gehen.
Pressemitteilung
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