Allgemeine Berichte | 18.09.2017

Besuch im „Haus am Quendelberg“

Eine neue Heimat für Behinderte in Montabaur

Abteilungsleiter Peter Roos informierte ausführlich über die neue Caritas - Einrichtung in Montabaur G. Feig

Montabaur. Der Schutz und die Betreuung von Menschen mit Behinderungen hat in Kirche und Caritas eine besondere Tradition, stellte Peter Roos bei einem Besuch des Arbeitskreises Heimatgeschichte und Brauchtum im Westerwald-Verein (AK) und der Deutsch-Englischen Gesellschaft Montabaur (DEG) im erst kürzlich eröffneten „Haus am Quendelberg“ in Montabaur heraus. Peter Roos ist Abteilungsleiter Ambulante Hilfen - Bildung - Wohnen des Caritas-Verbandes Westerwald-Rhein-Lahn e.V., der den Bereich von Hachenburg bis zur Loreley / St. Goarshausen abdeckt. Aus dieser Tradition heraus setzt sich dieser Caritas-Verband seit vielen Jahren für die gesellschaftliche Integration betroffener Menschen ein, betonte der Referent. Er erläuterte zunächst die Struktur der Caritas - Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und stellte diese eindrucksvoll in Lichtbildern vor. So sei Caritas auch „ein starkes Stück Kirche“.

Großes Interesse an der Arbeit der Partnerschaftsvereine

Zu dem 215. Treffen des seit 1980 von Guido Feig geleiteten Arbeitskreises konnte dieser diesmal auch den stellvertretenden Vorsitzenden Helmut Stahlhofen, Mitglieder und Ehrenmitglied Norbert Reisewitz von der DEG begrüßen. Diesbezüglich kann die DEG bei ihrer anstehenden Fahrt in die englische Partnerstadt von Montabaur in Brackley über die neuen Entwicklungen in der Kreisstadt informieren. Bei den Teilnehmern zeigten auch der Vorsitzende der Deutsch-Texanischen Gesellschaft Montabaur-Fredericksburg (DTG) und Vorstandsmitglied Inge Wick großes Interesse. Der WWV-Zweigverein Montabaur war mit seinem Vorsitzenden Oswald Böckling und der WWV-Hauptverein mit dem Hauptkulturwart Dr. Moritz Jungbluth, dem stellvertretenden Leiter des Landschaftsmuseums Westerwald in Hachenburg vertreten. Dr. Hermann Josef Roth (Bonn) konnte, wie auch andere interessierte Teilnehmer mit geschichtlichen Details zum Haus am Quendelberg beitragen, wo einst die „Volksschule“ der Stadt mit einem repräsentativen Gebäude stand.

Ein Haus mit bewegter Geschichte

Peter Roos zeigte auf, dass das „Caritashaus“ in der Ignatius-Lötschert-Straße im 19. Jahrhundert dem Mutterhaus der „Genossenschaft der Barmherzigen Brüder zu Montabaur in Hessen-Nassau“ angegliedert war und in seiner bewegten Geschichte von bis zu 400 behinderten Menschen bewohnte war. 1937 wurde das Haus von der damaligen Regierung geschlossen, ehe es nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1977 wieder in Betrieb war, dann aber schließlich wegen baulicher Mängel und sehr hohem Sanierungsbedarf von der Kongregation der Barmherzigen Brüder aufgegeben wurde. Die letzten Bewohner fanden in anderen Einrichtungen der Behindertenhilfe eine neue Bleibe.

Die zentrale Lage ist ein Vorteil für die Bewohner

Für eine Standortentscheidung der neuen Caritaseinrichtung oberhalb der Stadthalle in der Koblenzer Straße 4 von Montabaur sprachen die günstige Infrastruktur der Stadt mit nahegelegenen Einkaufs- und Begegnungsmöglichkeiten in der Fußgängerzone. Diese unterstützen die sozialen Kontakte und sichern die Teilnahme am alltäglichen Leben, trug Roos vor. Ärztliche Versorgung, öffentliche Verkehrsmittel, in der Nähe gelegene soziale Einrichtungen und Caritas-Werkstätten sowie das unmittelbar benachbarte Naherholungsgebiet waren weitere Kriterien für die Standortwahl.

Das Haus am Quendelberg der Caritas steht an einer geschichtsträchtigen Stelle mit einer wechselvollen Geschichte. Dies wurde bei dem Treffen diskutiert. Es diente bis 1930 als Schule und wurde zuletzt als Wohnraum genutzt, ehe das Anwesen 2013 vom Caritas-Verband erworben und noch von der Stadt Montabaur anschließend abgerissen wurde. Nach einer etwa zweijährigen Bauzeit konnte es seiner neuen Bestimmung übergeben werden. Es verfügt über barrierefreie Wohnungen für 24 Menschen mit Behinderung in drei Wohneinheiten mit je acht Personen. Es soll den Bewohnern Sicherheit und Lebensqualität geben sowie Heimat sein. Hierüber konnten sich die Teilnehmer bei einer Hausführung einen Überblick verschaffen.

Mit dem Neubau hat sich die Anzahl der stationären Wohnplätze in Caritas-Einrichtungen im Kreis Westerwald auf 62 erhöht, Höhr Grenzhausen hat 38 und Montabaur 24. Nauort ist mit 15 entfallen. Anträge für die Aufnahme müssen bei dem Sozialamt der Kreisverwaltung gestellt werden. Helmut Stahlhofen (DEG) und Guido Feig (AK) dankten Peter Roos für die ausführlichen interessanten Informationen und den Einblick in diese ansprechende soziale Einrichtung. Pressemitteilung des

Arbeitskreises Heimatgeschichte und Brauchtum

im Westerwald-Verein

Abteilungsleiter Peter Roos informierte ausführlich über die neue Caritas - Einrichtung in Montabaur Foto: G. Feig

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Innovatives rund um Andernach
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige mehrere Stellen
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
30

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2250

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Holz Loth-Entsorgung
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Anzeige "Rund ums Haus"
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Rund ums Hause Mayen/Mendig
fit für`s Alter?
Container Anzeige
Stellenanzeige
PR-Anzeige
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Kita