Allgemeine Berichte | 22.08.2026, 11:24 Uhr

Reaktionen auf das Tötungsdelikt in Ahrweiler zwischen Trauer, Entsetzen und Sprachlosigkeit

„Eine schreckliche Tat … und es war nebenan“

In diesem Haus an der Ramersbacher Straße hat sich das Tötungsdelikt ereignet. Foto: GS
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Erst war es ein Gerücht, seit Freitag ist es bittere Wahrheit. In einem Haus an der Ramersbacher Straße in Ahrweiler ist ein Ehepaar (55 und 52 Jahre alt) Opfer eines Tötungsdeliktes geworden. Tatverdächtig ist der 26-jährige Sohn, der ebenfalls in der Wohnung lebte. Gegen ihn hat die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Koblenz auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags in zwei Fällen erlassen. Wie aber reagieren Menschen in Bad Neuenahr-Ahrweiler auf das Gewaltverbrechen? Blick aktuell hat sich umgehört. Hier eine Auswahl der Stellungnahmen zwischen Trauer, Erschüttern, Sprachlosigkeit und Betroffenheit aus nahezu allen Stadtteilen der Kreisstadt:

Pascal Rowald, Bürgermeister: „Der gewaltsame Tod zweier Menschen in Ahrweiler bestürzt mich sehr. Mit vielen anderen in Bad Neuenahr-Ahrweiler vertraue ich darauf, dass die Ermittlungsbehörden die Geschehnisse und Hintergründe rasch aufklären können. Den Hinterbliebenen der Todesopfer wünsche ich viel Kraft und Zusammenhalt beim Umgang mit diesem schrecklichen Ereignis. Ihnen gelten unsere Gedanken und unser Mitgefühl in diesen Stunden.“

Werner Kasel, Ortsvorsteher Ramersbach: „Eine Familientragödie, wie sie sich offenbar in Ahrweiler ereignet hat, wirft immer Fragen nach dem Warum auf und ob Warnsignale nicht erkennbar waren. Ich hoffe, dass Polizei und Staatsanwaltschaft eine lückenlose Aufklärung gelingt.“

Andy Neumann, Autor: „Eine solche Tat ist immer ebenso tragisch wie erschütternd. In unserer beschaulichen und sicheren Stadt trifft sie die Menschen umso mehr. Das ist aber jetzt weder die Zeit für Mutmaßungen noch für Ableitungen aus der Tat. Zwei Menschen sind gestorben, jetzt ist für nichts anderes Zeit, als darum zu trauern.“

Regina Eckert, Gästeführerin: „Die Nachricht über das Tötungsdelikt in Ahrweiler hat mich tief erschüttert und betroffen gemacht. Zwei Menschen haben auf tragische Weise ihr Leben verloren. Mein Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden den Angehörigen und allen Menschen, die den beiden Opfern nahestanden. Ein solches Geschehen ist für unsere Stadt nur schwer zu begreifen. Gerade weil Ahrweiler eine Gemeinschaft ist, in der man sich kennt und verbunden ist, berührt uns ein solcher Vorfall besonders. Ich bitte darum, den Angehörigen und allen Betroffenen jetzt den notwendigen Raum und die Ruhe zu geben. Zugleich sollten wir die laufenden Ermittlungen abwarten und uns nicht an Spekulationen über die Hintergründe beteiligen. In dieser schwierigen Situation sollten Anteilnahme, Respekt und Menschlichkeit im Vordergrund stehen.“

Nicole Persie, Stadträtin: „Erschreckend und nicht fassbar, hier in unserer beschaulichen Stadt.“

Jürgen Saess, Ortsvorsteher Heimersheim: „Wenn eine solche Tragödie geschieht, ist man zunächst gelähmt vor Fassungslosigkeit. Und wenn das Geschehene auch noch im unmittelbaren Lebensumfeld passiert, überkommt einen Sprachlosigkeit ob der Sinnlosigkeit eines solchen Verbrechens. Meine Gedanken sind bei der Familie, deren Verwandte und Freunden sowie den unmittelbaren Nachbarn.“

Petra Münch, Ahrweiler Bürgerin: „Mich hat die Nachricht in den Morgenstunden tief getroffen. Einerseits denke ich an die Verstorbenen die noch so viele schöne Jahre hätten vor sich haben können, andererseits gehen meine Gedanken zu dem Menschen der für die Tat verantwortlich ist. Wie kann ein Mensch so weit gehen? Was muss vorher passieren das solch eine Reaktion erfolgt, dass jeglicher normale Menschenverstand nicht mehr vorhanden ist? Ich kann mir das Ausmaß an Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit gar nicht vorstellen. Und dann womöglich noch die eigenen Eltern angreifen. Einfach furchtbar.“

Karl-Peter Gerigk, Ahrweiler Bürger: „Wenn dieser junge Mann seine Eltern getötet hat, ist das schrecklich ... und es war eben nebenan. Man kann über Gründe und Ursachen spekulieren. Was bleibt ist das traurige Gefühl das es bei uns in der Stadt geschehen ist, in der Nachbarschaft."

David Bongart, Zukunftsregion Ahr: „Oft liest und hört man von schrecklichen Verbrechen – aber wenn es in der eigenen Heimat passiert, macht es einen noch betroffener. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen, den Freunden und den Nachbarn, die nun unmittelbar mit den Folgen dieser Tat leben müssen. Den Hinterbliebenen gilt mein tiefes Beileid.“

Peter Ropertz, Stadtrat: „Der gewaltsame Tod zweier Menschen in Ahrweiler erschüttert mich sehr. Wie viele Menschen in Bad Neuenahr-Ahrweiler vertraue ich darauf, dass die Ermittlungsbehörden die Hintergründe schnell aufklären. Den Angehörigen wünsche ich viel Kraft und Zusammenhalt. Ihnen gilt mein tiefes Mitgefühl."

Hans Witsch, Ortsbeirat Bad Neuenahr: „Mit großer Trauer und Betroffenheit habe ich von diesem Tötungsdelikt erfahren. Ich hoffe, dass die Ermittlungsbehörden schnell das Geschehene aufklären können. Auch in unserem einst beschaulichen Ahrtal zieht die Gewalt immer mehr ein.“

Andreas Lambeck, Touristiker: „Das Tötungsdelikt an der Ramersbacher Straße hat mich tief erschüttert. Wie viele Bürger in Bad Neuenahr-Ahrweiler bin ich angesichts einer solchen Tat sprachlos und ratlos. Dass ein Menschenleben auf so tragische Weise endet, lässt uns alle fassungslos zurück. Über die Hintergründe werden die Ermittlungsbehörden Aufklärung schaffen müssen. Fest steht jedoch schon heute, dass eine solche Gewalttat viele Menschen in unserer Stadt bewegt und verunsichert. Gerade in einer Gemeinschaft, die in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Herausforderungen bewältigen musste, trifft ein solches Ereignis viele Menschen besonders. Es macht betroffen, wenn Gewalt so nahe an das eigene Lebensumfeld heranrückt. Worte reichen kaum aus, um die Trauer und das Unverständnis auszudrücken. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen, Freunden und allen, die von diesem schrecklichen Ereignis unmittelbar betroffen sind. Ich hoffe, dass die Ermittlungen schnell Klarheit bringen und dass wir als Gesellschaft Wege finden, solchen Taten mit Menschlichkeit, Zusammenhalt und gegenseitiger Aufmerksamkeit entgegenzutreten.“ GS

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In diesem Haus an der Ramersbacher Straße hat sich das Tötungsdelikt ereignet. Foto: GS

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