Allgemeine Berichte | 24.02.2021

Caritas Werkstätten im Kreis Cochem-Zell und Mendig

Eine sinngebende Struktur ist wichtig

Gerade Menschen mit Beeinträchtigungen macht die Pandemie zu schaffen

An das Masketragen mussten sich die Beschäftigten erst gewöhnen. Fotos: : Thomas Zenner

Cochem-Zell/Mendig. „Hochmotiviert und gerne kommen die Beschäftigten zu uns in die Werkstätten – auch in diesen Zeiten“, berichtet Thomas Zenner, Einrichtungsleiter der Caritas Werkstätten im Kreis Cochem-Zell, die zur St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH gehören. Denn die Arbeit in den Werkstätten schaffe für die Menschen mit Beeinträchtigung eine Struktur im Alltag, die sie sich nicht selbst geben könnten. Selbst die strikten Hygienemaßnahmen nähmen die Beschäftigten dafür in Kauf – und kämen damit erstaunlich gut zurecht, so Zenner. Um die Menschen mit Beeinträchtigung an die Corona-Schutzmaßnahmen zu gewöhnen, haben sich die Betreuerinnen und Betreuer auch in den Wohnheimen und in den Tagesförderstätten kreative Lösungen überlegt. „Wir mussten ganz vorsichtig anfangen, die Menschen mit Beeinträchtigung an die Maßnahmen wie das Masketragen heranzuführen. Gerade das Gefühl, etwas im Gesicht zu tragen, akzeptieren die meisten zunächst nicht. Deshalb war die Idee, zunächst mit leichten Schals oder Halstüchern an das Gefühl zu gewöhnen, bis wir es auf Masken ausweiten konnten“, erzählt Stephanie Pohl, Leiterin der Tagesförderstätte des Caritas Zentrums in Mendig. In den Werkstätten können die Beschäftigten den gelernten Umgang mit den Schutzmaßnahmen anwenden, was die Arbeit dort erleichtere.

Damit die Menschen mit Beeinträchtigung weiterhin einen stabilen – wenn auch anderen – Tagesablauf haben und individuell gefördert werden können, haben die Werkstätten und Tagesförderstätten vieles angepasst, so Pohl. „Als die Bewohnerinnen und Bewohner gar nicht zur Arbeit konnten, kamen Betreuerinnen und Betreuer aus den Werkstätten und brachten die Arbeit ins Wohnheim.“ Außerdem seien die Menschen mit Beeinträchtigung individuell angeleitet und begleitet worden, um digital mit ihren Angehörigen zu sprechen. Auch viele alternative Angebote habe die Einrichtung ermöglicht, etwa die Veranstaltungsreihe „Kultur im Garten“. „Es war überwältigend, wie viele ehrenamtliche Künstler unserem Aufruf gefolgt sind“, schwärmt Pohl von der Aktion im vergangenen Jahr. „Dabei konnten die Bewohnerinnen und Bewohner von ihrem Balkon aus Clowns, Sänger, Musikvereine und vieles mehr bewundern.“

Das Wichtigste sei jedoch die sinngebende Struktur des Alltags, die je nach Fähigkeit der Menschen mit Beeinträchtigung individuell durch die Werkstätten oder Tagesförderstätten geschaffen und ermöglicht werde, erklärt Pohl. „Ohne das bricht für sie eine Welt zusammen, sie haben Angst und sind unsicher. Das kann bis zum Verlust von Halt und Orientierung oder zu depressiven Verstimmungen gehen“, sagt sie. In diesem Punkt stimmt auch Einrichtungsleiter Zenner ihr zu. „Es wäre schlimm, wenn durch die Pandemie die Aufträge für die Caritas Werkstätten weniger werden würden und es fortan an Arbeit fehlen würde.“ Weitere Informationen zur St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH gibt es unter www.st-raphael-cab.de, Tel.: 02651-49680 und

E-Mail: info@srcab.de.

Pressemitteilung

Bischöfliche Pressestelle Trier

In den Werkstätten können die Beschäftigten den gelernten Umgang mit den Schutzmaßnahmen anwenden, was die Arbeit dort erleichtere.

In den Werkstätten können die Beschäftigten den gelernten Umgang mit den Schutzmaßnahmen anwenden, was die Arbeit dort erleichtere.

An das Masketragen mussten sich die Beschäftigten erst gewöhnen. Fotos: : Thomas Zenner

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Anlagenmechaniker
Anzeige Uhren Vintage
Werbeplan 2026
Maifest Gönnersdorf
Gesundheit im Blick Lahnstein
Maifest Gönnersdorf
Titelanzeige
Gesundheit im Blick
Empfohlene Artikel
Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
71

Andernach. Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung. Gleichzeitig verfolgt die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz in der Grünflächenpflege.

Weiterlesen

Die Kreisverwaltung in Koblenz. Foto: ROB
84

Kreis MYK. Im Mai 2026 findet im Kreis Mayen-Koblenz die Bundeswehrübung „Gelber Merkur 2026“ unter der Leitung der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Der Zeitraum dieser Übung erstreckt sich vom 8. bis 22. Mai, und die Aktivitäten sind nicht nur auf Standort- oder Truppenübungsplätze beschränkt. Die beteiligten Kräfte bewegen sich auch im öffentlichen Raum, was dazu führen kann, dass Schussgeräusche durch den Einsatz von Platzpatronen wahrnehmbar sind.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
12

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
28

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Image Anzeige
Imageanzeige Werbeplan 2026
Gesundheit im Blick
Rund ums Haus "Baustellen / Wertstoffhöfe"
Floristik Meyer
Titelanzeige
Titelanzeige
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen in Heimersheim
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Titel-Eckfeld - Bestellung Nr. 4300003863
Handwerker im Außendienst
Gesundheit im Blick
Gesundheit im Blick // Anzeige Kinder
Gesundheit im Blick
Servicemitarbeiterin
SB Wahlen