Rheinbacher Ausbildungsmesse erneut ein großer Erfolg
Eine wichtige Kontaktbörse für heimische Unternehmen und Schüler
107 Aussteller und rund 1800 Besucher stellten neue Rekorde dar
heinbach. Die Rheinbacher Ausbildungsmesse ist volljährig geworden, denn zum 18. Mal öffnete die Kontaktbörse zwischen heimischen Unternehmen und Schülern der Abschlussklassen ihre Pforten. Mit 107 Ausstellern und rund 1800 Besuchern wurden neue Rekorde aufgestellt, die Veranstaltung war nach Ansicht der Organisatoren wieder ein voller Erfolg. „Die Messe spiegelt die Leistungsfähigkeit des Wirtschafts- und Bildungsstandortes Rheinbach mit seinem breiten Bildungsangebot und seinen engagierten Unternehmen wider“, so Hans-Eberhard Dorow, der Leiter der Rheinbacher Wirtschaftsförderung. Sie werde hervorragend angenommen und habe sich zu einer der erfolgreichsten Messen der Region entwickelt mit jährlich steigenden Aussteller- wie auch Besucherzahlen.
Die Ausbildungsmesse sei aber auch wichtig für die Stadt selbst, denn die Zukunft Rheinbachs und der Region hänge schließlich maßgeblich davon ab, wie es Wirtschaft und Politik gelinge, junge Menschen auszubilden, weiter zu qualifizieren und an den Standort Rheinbach zu binden. Zum einen hätten die Unternehmen die Gelegenheit, sich den Schulabgängern vorzustellen und sich den immer wichtiger werdenden Nachwuchs zu sichern. Die Messe biete auf der anderen Seite aber auch den Schülern eine hervorragende Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen im Hinblick auf einen Ausbildungsplatz oder ein Praktikum. Viele kämen auch zum ersten Mal in Berührung mit einem bislang unbekannten Berufsbild, das aber doch den eigenen Neigungen durchaus entgegenkomme.
Viele neue Unternehmen waren mit dabei
Besonders erfreulich sei die Tatsache, dass auch diesmal wieder eine ganze Reihe von neuen Unternehmen sich für eine Teilnahme entschieden hätten, einigen habe man aufgrund der großen Nachfrage sogar absagen müssen. So sei unter anderem das Bundeskriminalamt neu mit dabei, aber auch Unternehmen aus dem medizinischen und sozialen Bereich wie das Evangelische Altenzentrum „Haus am Römerkanal“ oder das Logopädische Zentrum Zülpich. Außerdem habe der renommierte Getränkeexperte Schlumberger aus Meckenheim ebenso erstmals einen Stand aufgebaut wie Soendgen Keramik aus Gelsdorf oder die Weck Glaswerke aus Alfter. Zusammen mit den „alteingesessenen“ Ausstellern machten die Neulinge den besonderen Reiz der Veranstaltung aus.
Obwohl die Rheinbacher Ausbildungsmesse keine „Spaßveranstaltung“ ist, wie der Vorsitzende des Arbeitskreises Ausbildungsmesse, Peter Lahl, ausdrücklich betonte, erfreue sie sich ständig zunehmender Beliebtheit. So opferten diesmal sogar rund 1800 Jugendliche und Eltern ihren Samstag, um sich aktiv um ihre erfolgreiche berufliche Zukunft zu kümmern. Schließlich boten die beteiligten Unternehmen, Institutionen, Hochschulen und Organisationen aus der Region umfassende Informationen über mehr als 350 Ausbildungsmöglichkeiten vom Anlagenbauer und Bundeswehrsoldaten über den Industriekaufmann und Fachinformatiker bis zum technischen Systemplaner oder Veranstaltungskaufmann an. „Hier ist wirklich für jeden etwas dabei“, war Lahl überzeugt, ein sehr breites Spektrum an Berufen mit Zukunft abgedeckt zu haben.
In einigen Bereichen wird Nachwuchs dringend gesucht
Auf der anderen Seite nutzten auch die Unternehmen die Möglichkeit, sich frühzeitig um ihren künftigen Nachwuchs zu kümmern. So gaben zahlreiche Schüler ihre Bewerbungsmappen bei den Unternehmen ab, für die sie sich interessierten. Einige Firmen hatten sogar die Fristen für die Abgabe von Bewerbungen extra auf Ende Oktober verlegt, was die Bedeutung der Messe ebenfalls unterstreicht. Denn auch die Arbeitgeber fänden sich mittlerweile in der Situation wieder, sich den Schulabgängern als attraktive Adresse zu präsentieren. „Wegen abnehmender Bewerberzahlen infolge des demographischen Wandels wird es künftig immer schwieriger, die Ausbildungsplätze zu besetzen“, wusste Dorow und fügte hinzu, dass der anhaltende Trend zum Studium die Sache für gewerbliche und Handwerksberufe auch nicht leichter mache. Die Unternehmen müssten aktiv werden, um potenzielle Auszubildende auf sich aufmerksam zu machen und die Vorteile einer dualen Berufsausbildung aufzuzeigen. Nach wie vor würden nämlich etwa Restaurantfachleute, Fleischer, Lebensmittelfachverkäufer, Köche und Bäcker händeringend gesucht.
Vorträge zu den Themen Studium und Bewerbung rundeten das Angebot ab. Ob Informationen über weltweite Studienmöglichkeiten und Auslandsaufenthalte, über Karrierechancen bei der Bundeswehr, beim Bundeskriminalamt oder beim Universitätsklinikum Bonn, ob allgemeine Tipps für die Berufswahl – für jeden Besucher war etwas dabei. Gymnasiasten aus Rheinbach waren wieder als Messeguides im Einsatz und standen in ihren gelben T-Shirts den Besuchern bei Fragen zur Seite. JOST
Die Messeguides in ihren gelben Shirts standen den 1800 Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Foto: Volker Jost
