Kreisverwaltung Mayen-Koblenz informiert
„Einfach menschlich“ in Mayen eröffnet
Ausstellung informiert über Suchterkrankungen
Kreis Mayen-Koblenz. Wie erkennt man Sucht? Wie geht man mit Sucht um? Wie beugt man Sucht vor? Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung „Einfach menschlich“. Bis zum 9. September wird die Ausstellung in der Albert-Schweitzer-Realschule plus den Besuchern helfen, das Thema Sucht besser zu verstehen, Warnsignale zu erkennen und Wege aus der Sucht zu zeigen. Für Gruppenbesuche ist die Ausstellung bereits ausgebucht. Einzelpersonen können die Ausstellung am Mittwoch, 7. September unangemeldet von 16 bis 18.30 Uhr besuchen. Die Ausstellung „Einfach menschlich“ wird vom Kreisjugendamt des Landkreises Mayen-Koblenz und dem Arbeitskreis Prävention Mayen-Koblenz organisiert. „Wir alle stehen in der Verpflichtung, Jugendliche zu schützen und ihnen zu helfen. Wir müssen Suchterkrankungen vorbeugen und Wege aus der psychischen und physischen Abhängigkeit aufzeigen. Die Ausstellung „Einfach menschlich“ soll dazu einen Beitrag leisten“, betont der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Mayen-Koblenz Burkhard Nauroth. Besonders freue ihn dabei, dass mit der Aula der Albert-Schweitzer-Realschule plus ein Ausstellungsort gefunden wurde, an dem viele junge Menschen erreicht werden können. Die Ausstellung widmet sich einem komplexen Thema. Sucht bedeutet viel mehr als die Abhängigkeit von harten Drogen. Gerade die sogenannten Alltagsdrogen Tabak, Alkohol und Medikamente haben großes Suchtpotential. Neben dem Konsum dieser klassischen Suchtmittel, steigt die Nutzung von Glücks- oder Computerspielen und der exzessive Internetgebrauch stetig an. Auch Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie sind Suchtprobleme, die häufig in der Pubertät beginnen. Selbst die Sucht nach Arbeit oder Sport sind mittlerweile keine unbekannten Krankheitsbilder mehr. „Die Ausstellung wurde geschaffen, um Menschen zu helfen, Sucht als ein Problem im Alltagsleben anzunehmen und zu bewältigen“, so Nauroth. Der Verein „Suchtprävention und Genesung“ aus Regensburg betreut die Ausstellung fachlich. Die Mitglieder des Vereins kennen Suchterkrankungen aus eigener Erfahrung. Sie sind Betroffene, Angehörige oder Freunde von Suchtkranken. Seit dem Jahr 2000 wurde die Ausstellung bereits mit Erfolg in Vallendar, Polch und Ochtendung gezeigt und von mehr als 2000 Menschen besucht. Das Projekt wird durch die rheinland-pfälzische Landeszentrale für Gesundheitsförderung, die „Stiftung für unsere Jugend“ der Kreissparkasse Mayen sowie die Krankenkasse DAK gefördert und von der Suchtkrankenhilfe, den Gesundheitsämtern und Selbsthilfegruppen aus der Region begleitet.
