Europäischer Keramikmarkt in Höhr-Grenzhausen
Einmalige Einblicke in die Töpferkunst
Internationale Künstler präsentieren ihren keramischen Werke
Höhr-Grenzhausen. Stadt und Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen sind das Herz des Kannenbäckerlandes. In dieser Region wird seit Jahrhunderten mit Ton, dem weißen Gold des Westerwalds, künstlerische und industrielle Keramik gefertigt. Mittlerweile hat sich die Keramik als eine der Zukunftstechnologien herausgebildet. Keramische Produkte sind heute Hightech-Produkte. Keramische Hitzeschilde schützen die Spaceshuttles der NASA beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre genauso wie keramische Bauteile in vielen Industrien unentbehrlich sind. Folgerichtig hat sich in Höhr-Grenzhausen eine keramische Fakultät der Fachhochschule Koblenz herausgebildet, die europaweite Bedeutung hat. „Deshalb befindet sich in Höhr-Grenzhausen auch Europas keramischer Mittelpunkt“, so Verbandsbürgermeister Thilo Becker vor einige Tagen bei der Vorstellung des europäischen Keramikmarktes, der am letzten Wochenende stattgefunden hat.
Die Vielfalt der Keramik
Tatsächlich wurde auf diesem Markt alles gezeigt, was die Vielfalt der Keramik ausmacht. In einer mehr als 500 Meter langen Marktzone zeigten Aussteller aus ganz Europa Gebrauchs- und Zierkeramik, echt Salzglasiertes Steinzeug, originelle Tonpfeifen, Keramikschmuck und viele andere Erzeugnisse, die aus Keramik hergestellt werden. Direkt in der Marktzone lockte das Keramikmuseum Westerwald beim Museumsfest mit vielen Attraktivitäten und einem Wettbewerb zum Thema: Feuerspuren – von rauchgeschwärzt bis salzig Blau. Zu Gast waren an beiden Tagen die Partnermuseen aus Raeren/Belgien, aus Tiendschuur Tegelen/Niederlande sowie aus Sarreguemines/Frankreich. Das diesjährige Gastland Polen war ebenfalls mit mehreren Künstlerinnen und Künstlern im Keramikmuseum und auf dem Markt in Höhr-Grenzhausen mit einer Präsentation hoch interessanter Keramik vertreten.
Buntes Rahmenprogramm im Sonnenschein
Die Besucher aus nah und fern strömten an beiden Tagen zu zehntausenden in die Töpferstadt. War es am Samstagabend noch etwas regnerisch so blieb das Wetter am Sonntag überwiegend trocken und teilweise sonnig, damit stand einem entspannten Marktbesuch nichts im Wege. Zahlreiche Werkstätten hatten geöffnet und gaben dem Besucher die Gelegenheit dem Töpfer bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Auch der Laigueglia-Platz stand während des diesjährigen Marktes ganz im Zeichen der Töpferkunst. Tagsüber gab es Raku-Aktionen von Stefan Jakob aus der Schweiz und Vorführungen an der fußbetriebenen Scheibe des Keramikmuseum Westerwald zu sehen. Am Samstagabend wurde dort das „Naspa Feuerspektakel“ veranstaltet. Hierzu hatten die Veranstalter die Ignicio-Gruppe aus Spanien gewinnen können. Die Gruppe befeuerte einen großen Holzofen in der Form eines Ufos. Mit steigender Dunkelheit übernahm das Feuer die Regie, bis der Ofen in voller Glut geöffnet wurde und die außerirdischen Objekte die Show dominierten. Zwischendurch unterhielt ein „Feuerschlucker“ die Zuschauer und für den passenden musikalischen Rahmen sorgte die Band „Crossroad“ mit ihrer Live-Musik im Folkrock-Stil.
Ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm der Nassauischen Sparkasse machte auch für die Kleinsten den Keramikmarkt an beiden Tagen zum Erlebnis. Darüber hinaus hatten die Veranstalter neben einem ausreichenden kostenlosen Parkplatzangebot mit einer umfangreichen kulinarischen Auswahl dafür gesorgt, dass die Besucher bei ihrem Rundgang an vielen Beköstigungsständen und Biergärten hinreichend Getränke und Esswaren vorfanden. Höhr-Grenzhausen hat mit dem professionellen Marktangebot einmal mehr bewiesen, dass dort wirklich das europäische Keramikzentrum zu Hause ist.
Auch Armin Skirde aus Höhr-Grenzhausen präsentierte sein Kunst.
Wie vielseitig Keramik sein kann, zeigte eine Ausstellung im Museum.
Die Künstlerin Susanne Boerner aus Ransbach-Baumbach.
Ganz kreativ: Sabine Moshammer aus Linz.
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