Einsegnung Flutgedenkstätte
Bad Neuenahr. Die Spuren, die die Flut im Tal hinterlassen hat, werden nach und nach weniger. Zumindest die offensichtlichen Spuren. Die Narben in den Herzen, im Gemüt, in den Gedanken sind noch da. Ängste, Trauer, Nachdenklichkeit, die Suche nach Gemeinschaft, Halt, Orientierung. Das Zusammenrücken. Die Sehnsucht nach einem Ort, um Kräfte zu sammeln und innehalten, treibt noch viele um. Das erleben die Helferinnen und Helfer im „Hemmessener Dom“, der Tag für Tag seit der Flut geöffnet ist und von vielen aufgesucht wird für ein stilles Gebet. Die Texte, die im Fürbittbuch hinterlassen werden, die Stoßgebete und Sorgen – sie sprechen Bände. Viele suchen die Kapelle auf, um ein Kerzchen zu entzünden. Um all das Gott hinzuhalten, was sie bewegt. Um auch derer zu gedenken, die in der Flutkatastrophe ihr Leben lassen mussten.
Ausdrücklich Angehörige der Flutopfer eingeladen
Um dem Gedenken einen würdigen Rahmen zu geben, hat der Förderkreis nun eine Flutgedenkstätte im Windfang der Kapelle eingerichtet, die von einem ausdrucksstarken Fenster der Glaserin und Künstlerin Simone Prenner gestaltet und gestiftet wurde.
Diese wird am Sonntag, den 16.03., 15 Uhr im Rahmen einer festlichen Andacht eingesegnet und der Allgemeinheit übergeben. Zelebrant ist Dekan Peter Strauch. Hierzu sind ausdrücklich alle Angehörigen der Hemmessener Flutopfer, ihren Nachbarn und Freunden, aber auch die aller Flutopfer im Tal eingeladen. „Leider sind uns die Kontaktdaten der meisten Angehörigen von denen, die in der Flutnacht in Hemmessen ihr Leben lassen mussten, unbekannt!“ so Markus Hartmann, Vorsitzender des Förderkreises, „Daher versuchen wir auf diesem Wege den passenden Personenkreis zu erreichen“.
Anschließend bitten die Organisatoren zu einem kleinen Fest und zum Austausch ins benachbarte DomCafé. Über eine rege Teilnahme würden sich die Mitglieder des Förderkreises sehr freuen.
