Allgemeine Berichte | 11.02.2020, 08:37 Uhr

24. Berufsinfomarkt der Berufsbildenden Schule beeindruckte erneut

„Einzigartige Informationsquelle über die Berufslandschaft des Kreises“

Handwerk, Gewerbe und Berufsschule zeigten die vielfältigen Möglichkeiten beruflicher Bildung

Die Vertreter von Schule, Handwerk, Gewerbe und Institutionen präsentierten sich nach der Pressekonferenz zum Gruppenfoto.Fotos: DU
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ob Informationen aus erster Hand zu zahlreichen Ausbildungsberufen oder zu den unterschiedlichsten internen Bildungsgängen – der Berufsinfomarkt der Berufsbildenden Schule des Kreises Ahrweiler (BBS) war auch in seiner 24. Auflage wieder ein in der Region einzigartiges Angebot, das zahlreiche vor allem junge Besucher anzog. „Wenn in der Öffentlichkeit und den Medien von Schule die Rede ist, geht es meist um die allgemeinbildenden Schulen. Dabei kann in Zeiten des ständig beklagten Fachkräftemangels die berufsbildende Schule tatsächlich als wichtigste Schule der Gesellschaft bezeichnet werden. Mit ihren vielfältigen Schulformen stemmt sie immerzu Veränderungen und neue Herausforderungen. Wir passen unser Innovationstempo ständig der Welt an, eigentlich versuchen wir sogar immer einen Schritt voraus zu sein. Wir bieten den uns anvertrauten jungen Menschen mit ganz unterschiedlichen Kompetenzen vielfältige berufliche Bildungsangebote mit guter Zukunftsperspektive“, betonte Schulleiterin Gundi Kontakis in ihrem Grußwort. MdL und Kreisbeigeordneter Horst Gies bezeichnete die BBS als „Vorzeigeschule des Kreises Ahrweiler“. Der Kreis habe in den letzten Jahren rund 7,7 Millionen Euro in die BBS investiert, unter anderem in den energetischen Bereich, so Gies, der den Berufsinfomarkt als einzigartige Informationsquelle über die Berufslandschaft des Kreises hervorhob.

Bemerkenswerte Zahlen

Bemerkenswert waren auch die im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz kommunizierten Zahlen. So vermeldete Dr. Bernd Greulich, Leiter der IHK-Regionalgeschäftsstelle Bad Neuenahr-Ahrweiler, dass aktuell über 1.100 Jugendliche in mehr als 300 gewerblichen Betrieben im Kreis Ahrweiler ausgebildet werden. Dennoch konnten die Betriebe auch im vergangenen Jahr nicht alle freien Ausbildungsplätze besetzten, da es an ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen Jugendlichen mangelte. Mit ihrem Angebot „Fit in die Lehre“ wirkt die IHK daran mit, diesen Mangel zu beheben. Die Kreishandwerkerschaft in Person von Kreislehrlingswart Rolf Genn und dem stellvertretenden Kreishandwerksmeister Thomas Nelles berichteten von 6.604 Personen, die von den rund 1.100 Handwerksbetrieben im Kreis Ahrweiler beschäftigt werden, darunter 4.516 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und knapp 1.000 geringfügig Beschäftigte. Die durchschnittliche Ausbildungsvergütung im Handwerk beträgt immerhin 821 Euro. Dennoch bleiben in Form von Nachfolgermangel für Betriebe und einem Mangel an Auszubildenden die bekannten Probleme bestehen, auch wenn in einigen Gewerken wieder ein Aufwärtstrend zu verzeichnen ist.

Direktkontakt zu potenziellen Ausbildern

Wie immer überaus lohnend und mit einer Masse an Informationen aufwartend war der Rundgang durch den Berufsinfomarkt. Ob Gebäcktest bei der Bäcker-Innung, aktives Löten beim Sanitär- und Heizungstechnik-Handwerk, Live-Schmieden bei den Metall-Handwerkern, alles rund um den Strom bei der Elektro-Innung, Nürburgring-Fahrsimulator und modernes Elektro-Auto bei der Kfz-Innung oder ein Blick auf moderne Pflegemethoden bei der Fachschule für Altenpflege – das Angebot ließ kaum Fragen offen. Auch Zoll, Landes- und Bundespolizei sowie die Bundeswehr waren mit Infoständen vertreten, ebenso bekannte Unternehmen der Region. Darüber hinaus stellten sich auch die 15 Vollzeitschulformen der BBS vor. Ein gut durchdachter Rundparcours führte durch das Gebäude und auf einer in der Mensa errichteten Podiumsbühne waren zahlreiche Aktionen rund um das Thema „berufliche Bildung“ zu sehen. So konnten die verschiedenen Gewerke erste Kontakte zu potenziellen Auszubildenden knüpfen und manche/r Schüler/Schülerin nutzte die Gelegenheit, sich für eine Schulform an der BBS direkt vor Ort anzumelden.

Die Bäcker-Innung überzeugte auch mit leckerem Backwerk.

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Die Entwicklung zu moderner Elektro-Technik konnte am Stand der Elektro-Innung bestaunt werden.

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Der Nachwuchs lernt die Geheimnisse des Zimmerer-Handwerks kennen.

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Live-Schmieden aus erster Hand mit dem Obermeister der Metallhandwerker-Innung, Alfons Wolber.

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Die Vertreter von Schule, Handwerk, Gewerbe und Institutionen präsentierten sich nach der Pressekonferenz zum Gruppenfoto.Fotos: DU

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