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PETA übt scharfe Kritik an Zirkusbetrieb und fordert Wildtierverbot

Elefant entkommt Circus Krone und läuft durch Wohngebiet

08.06.2018 - 14:46

Neuwied/Stuttgart. In Neuwied entkam am gestrigen Mittwoch ein Elefant aus dem dort gastierenden Circus Krone. Internetvideos von Anwohnern zeigen, wie der Elefant über eine viel befahrene Straße und vorbei an Kindern durch ein Wohngebiet lief. Für den fahrlässigen Umgang mit Großwildtieren kritisiert PETA Europas größten Zirkusbetrieb scharf. Gefährliche Wildtiere wie Elefanten unbeaufsichtigt zu lassen und mit Flatterbändchen zu sichern, ist unverantwortlich. Angesichts der etwa 70 Zirkusausbrüche von teils gefährlichen Tieren allein seit 2015 fordert die Tierrechtsorganisation die Bundesregierung auf, endlich ein Verbot von Wildtieren im Zirkus zu erlassen – zum Schutz von Mensch und Tier.

„Weitere Unfälle und Ausbrüche sind vorprogrammiert, denn Woche für Woche werden gefährliche Tiere wie Elefanten und Tiger zu Hunderten quer durch Deutschland gekarrt“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA. „Es ist ein schweres Versäumnis der Bundesregierung, den unzuverlässigen Zirkusbetrieben im Umgang mit Tieren freie Hand zu lassen.“

Der aktuelle Vorfall in Neuwied ist kein Einzelfall. Vor fast genau drei Jahren entkam im baden-württembergischen Buchen ein Elefant aus einem Zirkus und tötete einen Spaziergänger. Unfälle und Ausbrüche von Wildtieren wie Elefanten, Tigern oder Bären aus deutschen Zirkusbetrieben sind vielfach dokumentiert. Im August 2017 starb in Brandenburg ein Autofahrer nach einer Kollision mit zwei Wildrindern, die zuvor aus einem Zirkusgehege ausbrachen. Ende März wurde der Dompteur Alexander Lacey bei Zirkus Charles Knie während einer Vorstellung von einem Löwen attackiert und schwer verletzt. Im Mai wurde in Ortenberg ein aus dem Zirkus entlaufenes Pony bei einem Autounfall getötet.

Insgesamt kam es zwischen 2009 und 2017 zu mindestens 46 Ausbrüchen von Bären, Elefanten, Flusspferden, Großkatzen, Nashörnern und Primaten aus Zirkusbetrieben in Deutschland. Noch häufiger entkommen domestizierten Tieren wie Pferde oder Kamele. Dabei wurden in den vergangenen Jahren mehrere Menschen getötet und verletzt. EU-weit ereignen sich in Deutschland sogar mit Abstand am häufigsten Zwischenfällen mit Tieren aus Zirkusse.

Auch der Bundesrat verweist in seiner Entschließung für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus (2016) auf die Gefahrensituation: „Ferner sind vermehrte Zwischenfälle mit den genannten Tierarten und Ausbrüche von Zirkustieren augenfällig, die auch die Bevölkerung immer wieder gefährden.“ Einen Grund dafür sieht die Länderkammer darin, dass die „eigentlich notwendige Einrichtung von ausreichend großen, ausbruchsicheren und artgerecht ausgestatteten Gehegen […] mit der Notwendigkeit zur fortwährenden Mobilität“ kollidiert.

PETA fordert ein grundsätzliches Verbot von Tieren im Zirkus, denn die Unterbringung in kleinen Gehegen, die ständigen Transporte sowie die von Gewalt und Zwang geprägte Dressur führen zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und oftmals zu einem frühen Tod. Bezüglich exotischer Wildtierarten spricht sich auch die Bundestierärztekammer für ein Verbot aus. Einer repräsentativen forsa-Umfrage vom Mai 2014 zufolge vertreten 82 Prozent der Deutschen die Auffassung, dass Wildtiere nicht artgerecht im Zirkus gehalten werden können. Über 20 europäische Länder, wie beispielsweise Belgien, Österreich, die Niederlande und Griechenland, haben bereits bestimmte oder alle Tierarten im Zirkus verboten.

PETAs Motto lautet in Teilen, dass Tiere nicht da sind, um uns zu unterhalten. In der Natur leben Elefanten in großen stabilen Sozialverbänden, die täglich bis zu 80 Kilometer wandern. Wie Menschen empfinden die intelligenten Tiere Freude, Trauer und Angst.

Pressemitteilung PETA

Deutschland e.V.

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10.06.2018 17:48 Uhr
juergen mueller

Das Einzige was hier kollidiert ist die deutsche Politik mit ihrer Begabung,grundlegende Probleme (wie z.B.in Sachen TIERSCHUTZ,sprich eine Änderung/Aufarbeitung/Erneuerung des Tierschutzgesetzes) zu zerreden anstatt diese nach Vorbild einer Vielzahl europäischer Nachbarländer kurzfristig aufzugreifen u.entsprechende Verbote zu erlassen.Da wird über eigentlich notwendige,große,ausbruchsichere,artgerechte Gehege gesabbert,ohne das eigentliche Problem zu erfassen, dass TIERE generell NICHT zur Unterhaltung von Zweibeinern herhalten dürf(t)en.Wildtiere sind generell (ausser dem Versuch) NICHT artgerecht zu halten.Das gilt sowohl für Zirkus,als auch für den Zoo,als reine Unterhaltungsmechanismen.Der Mensch beweist uns jeden Tag bereits mit dem Wort artgerecht seine Überforderung,seinen Egoismus,seine Arroganz alles besitzen zu müssen u.auch sein fehlendes Verantwortungsbewusstsein.Geht es um höhere Diäten, Parteienfinanzierung bekommt das Wort KURZFRISTIG eine ganz andere Bedeutung.



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Uwe Klasen:
Angeblich werden in Deutschland 869 Millionen t/a CO² erzeugt, wovon die Atmung der 83 Millionen Einwohner bereits über 80 Prozent (747 t/a CO²) dieser Emissionen ausmacht! Um die selbstgesetzten Einsparungsziele umsetzen müsste das Land also Entvölkert werden, hierin ist die Fauna noch nicht eingerechnet!
Uwe Klasen:
Wenn die, bewusst geschürte, Klimahysterie eines geschafft hat, dann ist das die vollständige Destruktion der Lern- und Denkfähigkeit bei denen, die sich als Aktivisten bezeichnen oder deren Mitläufer sind. Sie sind nicht willens oder in der Lage, vermeintliche Studien, die jenseits des wissenschaftlich Diskutablen sind und nur zur Lenkung der auf diese Weise beeinflussten benötigt werden, zu hinterfragen!
K. Schmidt:
Und wieder eine Meldung zur AfD, mit Leserkommentaren zur AfD, bei der mir dutzende Beispiele der anderen Parteien einfallen die es keinen Deut anders, geschweige denn besser machen. Und das ist dann auch der Grund, wieso die AfD überhaupt noch gewählt wird. Ein Bollinger kann sich so doof anstellen und darstellen wie er will, solange genug andere Politiker schlicht nicht mehr gewählt und angesehen werden (können) weil sie sich auch nur doof anstellen und darstellen werden sie weiterhin zu viele Wähler zu Bollinger und Co. verjagen.
Karsten Kocher:
Den Worten im Leserkommentar von Frau Schulz ist zuzustimmen: Der Hang zur immer wiederkehrenden eitlen Selbstdarstellung bei Jan Bollinger ist an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten.
Uwe Klasen:
„Das Betreiben von Parteiausschlußverfahren …. Ein äußerst seltsames Demokratieverständnis“ --- So wie in der SPD gegen Herrn Sarrazin oder in der CDU gegen Frau Schirdewahn oder die Forderungen bei den Grünen bezüglich Herrn Palmer. Einem liberalen Demokraten wird dabei Angst und Bange!
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