Die Trinitatisgemeinde lud zum Konfirmationsgottesdienst nach Unkel
Elf junge Gemeindeglieder traten erstmals an den Tisch des Herrn
Unkel. Die Trinitatisgemeinde feierte in Unkel Konfirmation. Von festlicher Musik begleitet, zogen Jens Daniel Anhäuser. Lennard Fischer, Jens Hillen, Saskia Kessel, Leon Köhn, Til Millinghaus, Eva Münker, Ella Josephine Pesau, Vanessa Prasst, Franziska Schamel und Adrian Zühlke mit Pfarrer Michael Busch sowie Vertretern des neu gewählten Presbyteriums in die Kirche ein, in der nach der Begrüßung der bekannte Barock-Choral des Bremer Theologen Joachim Neander „Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren“ erklang.
„Wir haben bis zu diesem Sonntag einen ganz schön langen Weg zurückgelegt“, begann Michael Busch seine Predigt nach dem Konfi-Song von Axel Manseicher. Unterrichtsstunde um Unterrichtsstunde habe man zusammen verbracht, gemeinsam gespielt und gelernt, gelacht und gestritten. Nun aber würden die elf Jugendlichen zwar ihre Zelte abbrechen, aber sich immer noch auf einer Reise zwischen Verstand und Herzen befinden. „Diese beiden Orte liegen manchmal scheinbar so nahe beieinander, maximal 43 Zentimeter von einander entfernt, aber hin und wieder liegen Welten, manchmal sogar Lichtjahre dazwischen“, so der Pfarrer. Die angesprochene Reise sei für Erwachsene genau die gleiche wie für die Konfirmanden, denn was die 43 Zentimeter angehe, würden alle im gleichen Boot sitzen. Genauer in einem Schiff, das man Gemeinde nenne. „Und Ihr könnt bei der Mannschaft dabei sein. Dafür aber müsst Ihr Euch auch auf den Weg machen!“, motivierte Michael Buch die elf Jugendlichen. Diese „Reise“ könne ihnen zwar niemand abnehmen, alleine reisen müsse aber auch niemand. „Lasst uns den Weg gehen!“, forderte der Pfarrer vor dem Taufgedächtnis die Konfirmanden auf. Viele Fragen seien sicher offen geblieben, trotz des Katechumenen- und Konfirmandenunterrichts. „Auch wenn der Glaube nie fertig ist, sprechen wir das Glaubensbekenntnis in der Hoffnung, dass sich der Glaube mit Leben erfülle. Wir offen sind für das Wirken Gottes in unserem Leben“, hob Michael Buch zur Einsegnung der Konfirmanden hervor.
Das Netz des Glaubens
Die Trinitatisgemeinde als wirklich soziales Netzwerk und nicht als eines der virtuellen „social networks“ thematisierte Dorothea Pie in ihrem Grußwort im Namen des Presbyteriums. „Das Netz des Glaubens als Werk Gottes ist lebendig in unserer Gemeinde, in die Ihr Euch gerade durch das Taufgedächtnis und Glaubensbekenntnis eingeloggt habt. Und wir waren Eure Zeugen“, so die Presbyterin. Durch die Mitgestaltung dieses Netzwerkes könnten die Jugendlichen Freunde und Fans fürs Leben finden. „Gebt der Gemeinde Euer Gesicht“, so ihre Aufforderung unmittelbar vor der Feier des heiligen Abendmahls. Dieses empfingen die Konfirmierten im Kreis vor dem Altar, bevor sie Brot und Wein zur Gemeinde in die Stuhlreihen brachten. „Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Segen“, wünschte die Gemeinde ihren neuen Gliedern, bevor diese mit den von ihnen individuell selbst gestalteten Kirchenfenstern als Geschenk unter Orgelklängen aus der Kirche auszogen.
DL
