Ohlenberg war am Wochenende zum 52. Mal das Mekka der Motocross-Fans
Elite des Motocross-Sports traf aufeinander
Rennen um die Europameisterschaft lockten tausende Besucher an
Kasbach-Ohlenberg. Bereits zum 52. Mal hatte der Motocross-Club Ohlenberg um seine neuen Vorsitzenden, den langjährigen MCC-Sportleiter Wolfgang Brassel und Frank Hartzmann am Wochenende auf seine 1,4 Kilometer lange Rennstrecke mit 14 teils engen Kurven und neun „Tischen“ in der ehemaligen Kiesgrube oberhalb eines stillgelegten Basalt-Steinbruchs eingeladen. „Höhepunkt sind natürlich die drei Läufe zur Europameisterschaft in der Königsklasse, der IMBA Open Class am Sonntagnachmittag, die hier zum elften Mal in Folge ausgetragen werden“, erklärte die Nachfolgerin von Pressesprecherin Bianca Wester, die Königswintererin Cornelia Schmitz am Samstagmittag. Bei diesen Meisterschaftsrennen, den einzigen in Deutschland, trifft die Elite des Motocross-Sports aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, aus der Tschechei sowie aus Deutschland mit dem Ohlenberger MCC-Fahrer Pascal Proenen aufeinander. „Ansonsten sind in den verschiedenen Hubraum- und Leistungsklassen zwischen 50 Kubik- und 500 Kubikmeter Hubraum insgesamt über 300 Fahrer im Alter zwischen fünf und 63 Jahren aus dem In- und Ausland am Start, die um Punkte und Pokale kämpfen“, berichtete die Pressesprecherin. Bis in die frühen Morgenstunden hatte die Warm-Up-Party im Festzelt nach dem freien Training am Freitagnachmittag gedauert. Da war nicht viel Zeit für einen erholsamen Schlaf für die Vorstandsmitglieder geblieben. Mehr als zwei bis drei Stunden Schlaf war da für sie nicht drin gewesen, musste doch auch das Frühstück vorbereiten werden. Immerhin startete die Junioren Open schon um 8 Uhr ihr Pflicht-/Zeittraining. „Rund 100 Personen, die Rennleitung um die DAMCV Vorsitzenden Adrian Braun und Willi Jütten nicht eingerechnet, sind mit der Ausrichtung beschäftigt, wobei wir uns vor allem bei der Freiwilligen Feuerwehr aus Kasbach und Ohlenberg bedanken, die nicht nur den Brandschutz gewährleistet, sondern auch die Einweisung auf den riesigen Parkplatz übernimmt. Nicht zu vergessen natürlich das DRK Linz um Bereitschaftsleiter Rolf Dickopp, das wieder den Sanitätsdienst übernommen hat“, so Cornelia Schmitz.
„Vorziehen in den Vorstart“, kommandierte Streckensprecher Franz Proenen da gerade, der sich diese Aufgabe mit Adrian Braun teilte. Kurz danach dröhnten die Motoren der Yamahas, Kawasakis und Suzukis der Fahrer aus der Klasse Jugend MX2 auf, in der mit Jonathan Frorath, Jonas Hoever, Vincent Huetsch, Sandro Lorsbach, Dennis Schloesser und Nico Wester gleich sechs Lokalmatadore in halsbrecherischen Fahrten über ihre Heimstrecke jagten, die nicht komplett einsehbar, sondern auch wieder bestens präpariert war.
„Sie haben ihren Zuschauer wieder ein spannendes und vielseitiges Rennprogramm geboten, das mit dem Lauf zur Deutschen Amateur-Meisterschaft und den drei Europameisterschaftsläufen der Rennstrecke in unserem Ort wieder internationales Flair gegeben hat“, lobte Bürgermeister Frank Becker den Verein mit den vielen ehrenamtlichen Helfern. Zusammen mit seinen Kollegen aus Ockenfels, Kurt Pape, und Sank Katharinen, Willi Knopp, sowie der 1. Beigeordneten der VG, Andrea Sünning-Löhr, war er am Sonntagmittag zur Vorstellung der „EC Open-Class-Riders“ gekommen. Nicht nur die Kommunalpolitiker wurden Zeugen spannender Rennen, waren doch am Abschlusstag erheblich mehr Zuschauer an die Strecke gekommen, obwohl diese nicht wie am Samstag nicht mehr zwischen den Läufen gewässert werden musste.
DL
