Allgemeine Berichte | 07.08.2018

ADAC-Mittelrhein-Classics in Bad Ems

Emotionen pur für Liebhaber und Bewunderer kostbarer Oldtimer

Das älteste Auto im Feld war ein „Salmson Phaeton A 4“ in einem wunderschönem „Blau“.Dieses Prachtstück gehörte einst einem französischen Maschinenbau-Unternehmen von 1924. Bernd Ostrowski und Beifahrer Ingo Bothe gingen mit dieser Rarität auf die Strecke.. MFU

Bad Ems. Bereits zum neunten Mal machten sich über 70 Schätze aus längst vergangenen Tagen auf den Weg, um an der ADAC Mittelrhein-Classic teilzunehmen. Für Oldtimer-Enthusiasten einfach ein Muss. Dass die Wahl des Starts und Ziels dabei zum siebten Mal auf Bad Ems fiel, ist kein Zufall. Denn das mondäne ehemalige Kaiserbad an der Lahn, in dem bereits die deutschen Kaiser und russische Zaren Entspannung und Erholung suchten, bildet einen vorzüglichen Rahmen dieser Veranstaltung für klassische Automobile. Die Gegebenheiten vor Ort lassen allerdings nur eine begrenzte Anzahl von Fahrzeugen zu. Die Oldtimer Rallye startete pünktlich um zehn Uhr vor Häcker’s Kurhotel im Minutentakt. Die Piloten in ihren schmucken „Schätzchen“ erwartete eine tolle, fantastische Tour durch das Mittelrheintal in fünf große Etappenziele unterteilt. Auch die Menschen rechts und links der Strecke erfreuten sich der Raritäten und es wurden Erinnerungen geweckt. Die Veranstaltung trägt den Namen Mittelrhein-Classic zu Recht. Es ist die Region in ihrer Gesamtheit mit den Kulturdenkmälern an Rhein und Mosel, den Weinbergen und den vielen kleinen, verborgenen Wegen durch Eifel, Hunsrück, Westerwald und Taunus, die den einzigartigen Reiz ausmacht. Oh, du schöner Westerwald... Kurz nach dem Start führt die ADAC Mittelrhein Classic bergauf. Über Orte wie Neuhäusel, Hillscheid und Höhr-Grenzhausen treibt das „Roadbook“ Pilot und Copilot bis nach Ransbach-Baumbach zum ersten Kaffeestop! Dort wurden die Fahrer vom Bürgermeister Michael Merz begrüßt. Wie könnte eine Oldtimerrallye stilvoller Mittagsrast machen, als auf dem Gelände der Brockmann Ingenieure GmbH in Kottenheim. Harald Brockmann und sein Beifahrer Andreas Diehl, nahmen mit einem Porsche Typ 911 Carrera Targa 3.2, Baujahr 1983 teil. Unter der Haube satte 207 PS.

Nach der Rast führte das Bordbuch die Teilnehmer über die Eifel, bis hinunter zum Moselufer nach Winningen, wo ein letzter Stop eingelegt wurde, bevor die letzte Etappe, der rund 200 km langen Strecke, den Tross zurück nach Bad Ems in das historische Kurviertel vor der Spielbank zur Zieleinfahrt führte. Hier wurden die Autos mit ihren Besitzern mit viel Applaus begrüßt. Die Moderation in Kottenheim und Bad Ems wurde wie schon in den Jahren zuvor von Joachim Ebertz souverän geführt. Er kennt sie einfach alle, die Fahrzeugtypen die auf Hochglanz poliert sind und in der Sommersonne funkeln. „Toll finde ich vor allem, dass das hier so schön moderiert wird. Man erfährt nicht nur das eine oder andere über die Autos, sondern auch über die Fahrer“, meinte ein Besucher, der mit seiner Kamera einzelne Schmuckstück einfing. Joachim Ebertz am Mikrofon machte seinen Job aber auch wahrlich wieder mehr als perfekt. Zu jedem Fahrzeugtyp gab´s eine kurze Info, wenn nicht sogar ein Anekdötchen, hier dann ein Gruß, dort eine Frage - die Zuschauer wurden bestens unterhalten. Auch Stadtbürgermeister Berny Abt freute sich, dass es der Stadt Bad Ems 2012 gelungen ist, diese Veranstaltung an die Lahn zu holen. Das älteste Auto im Feld war ein „Salmson Phaeton A 4“ in einem wunderschönem „Blau“ Dieses Prachtstück gehörte einst, einem französischen Maschinenbau Unternehmen von 1924. Bernd Ostrowski und Beifahrer Ingo Bothe gingen mit dieser Rarität auf die Strecke. Zu den ältesten Fahrzeugen zählte auch ein „Ford A Fordor Leatherback 1928“ gefahren von Michael Kraukremer und Ulrich Kühl, ein „Wanderer“ Typ W23, Baujahr 1939, 62 PS. Dieses Fahrzeug wurde für die Reichswehr hergestellt und hat im Hinterachsantrieb noch Geländeübersetzung. Daher darf man diesen Wagen nur mit max. 85 km/h fahren. Johannes und Gunhild Trimborn sind stolze Besitzer, die dieses Schmuckstück 1985 als Schrottfahrzeug gekauft und drei Jahre lang komplett restauriert haben. Sie entdeckten sogar ein Einschussloch im Gussmotor. Ralf und Sonja Dingeldein besitzen einen „VW TYP 82, 1943, 25 PS“. Ausgeliefert wurde es in dem Baujahr vom KDF-Werk nach Oranienburg. 1990 kam es als Wrack aus dem Osten zurück. Drei Jahre liebevolle Restauration lässt ihn wieder im neuen Glanz erstrahlen und seit 2013 wird er regelmäßig gefahren. Aber auch in der Nachkriegszeit wurden wunderschöne Fahrzeuge gebaut. Viele Teilnehmer waren von Anfang an dabei, aber auch Neulinge konnte man antreffen. „Die Teilnehmer sind alle heil im Ziel der ADAC Mittelrhein Classic 2018 in Bad Ems angekommen. Über den Tag hindurch haben die sportlichen Beifahrer die Klassiker mit einem Bordbuch (Roadbook) anhand von Kilometrierungen und Richtungspfeilen navigiert. Doch zum Glück ist die Oldtimerausfahrt noch nicht ganz zu Ende, denn jetzt wartet noch die stilvoll elegante Abendveranstaltung auf die Teilnehmer mit Siegerehrung!“, so die Schlussworte des Ansagesprechers. Wieder eine gelungene Veranstaltung bei kaiserlichem Wetter.

Dirk Wende und Alexander Schmeh „VW-Käfer, Baujahr 1965.

Dirk Wende und Alexander Schmeh „VW-Käfer, Baujahr 1965.

Joachim Ebertz am Mikrofon machte seinen Jobaber auch wahrlich wieder mehr als perfekt.

Joachim Ebertz am Mikrofon machte seinen Job aber auch wahrlich wieder mehr als perfekt.

Das Kaiserbad bildet jedes Malwieder einen vorzüglichen Rahmen für dieses Event.

Das Kaiserbad bildet jedes Mal wieder einen vorzüglichen Rahmen für dieses Event.

Vor dem Start in der Römerstraße unter den Kolonaden.

Vor dem Start in der Römerstraße unter den Kolonaden.

Das älteste Auto im Feld war ein „Salmson Phaeton A 4“ in einem wunderschönem „Blau“. Dieses Prachtstück gehörte einst einem französischen Maschinenbau-Unternehmen von 1924. Bernd Ostrowski und Beifahrer Ingo Bothe gingen mit dieser Rarität auf die Strecke. . Fotos: MFU

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