Familien-Energietag in Hambuch
Energiewende ist nicht mehr aufzuhalten
Zeichen der Zeit stehen auf saubere Mobilität
Hambuch.Zum Auftakt der Aktionswoche „Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie“ und der Klimawoche Cochem-Zell 2016, fand am Wochenende ein „Familien-Energietag“ auf dem Gelände und in der großen Betriebshalle des Tannenhofes statt. Schwerpunkt der Veranstaltung war neben der Energiegewinnung der zukünftige Einsatz von Energie als umweltfreundliche Alternative zu den fossilen Brennstoffen. Diesbezüglich stand die saubere Mobilität mit Elektrofahrzeugen und solchen die mit Wasserstoff angetrieben werden im Mittelpunkt einer Energie-Schau, die an ihren Info- und Präsentationständen detailliert auf die Vorteile sauberer Energie, ihrer Gewinnung und ihres tagtäglichen Gebrauchs/Einsatzes einging.
Verbrennungsmotoren gehören bald der Vergangenheit an
So ist der erste, ausschließlich mit Wasserstoff betriebene Roller der Hingucker. Konstruiert wurde dieses kleine Wundermobil von Studenten des Rhein-Main-Campus in Frankfurt. Jürgen Hansen, vom Verein Wasserstoff-Brennstoffzellen-Netzwerk erläutert die Funktionsweise und kann sich über viele Probefahrten von Veranstaltungsbesuchern freuen. Die sind ebenso neugierig auf die bereitstehenden Elektrofahrzeuge von Opel, BMW, Hyundai und dem Klassenprimus von Tesla. Sie bewegen sich ohne die viel gescholtene Lärmbelästigung und vor allen Dingen umweltschonend. Laut Dipl.Ing. Wilhelm Wiebe, akademischer Mitarbeiter im Studiengang Maschinenbau an der Dualen Hochschule in Mannheim, ist deren Vormarsch nicht mehr aufzuhalten: „Sie sind es, die in absehbarer Zeit die fahrbaren Untersätze mit Verbrennungsmotoren gleich welcher Herkunft auf den Straßen ablösen werden. Deren Zeitalter liegt praktisch schon hinter uns und wird auch alsbald der Vergangenheit angehören“, ist sich Wiebe sicher. Derweil boomt der seit 2013 an der Hochschule Mannheim eingeführte Studiengang Mobilität. Diesbezüglich spricht der Diplom-Ingenieur von einer kontinuierlich ansteigenden Wachstumsrate.
Die Elektrifizierung der Mobilität
Einen Stand weiter darf man sich ein E-Bike für eine Probefahrt über das Ausstellungsgelände ausleihen, was zahlreiche Neugierige mit Freude tun. Sie sind abschließend begeistert, bringt es das Gefährt doch auf stattliche 25 km/h, bezwingt mit Leichtigkeit jeden Anstieg und man muss lediglich mit geringem Kraftaufwand in die Pedale treten. Eine Freude für jeden „Spazierfahrer“ der den Drahtesel nicht als Sportgerät benutzt. „100 Jahre nach der Elektrifizierung kommt jetzt die Elektrifizierung der Mobilität“, bringt Bürgermeister Albert Jung die Sache auf den Punkt.
Erschwinglichkeit und Umweltverträglichkeit im Einklang
Dabei sieht er speziell in der Nutzung des Wasserstoffes eine erfolgreiche und saubere Zukunft. Josef Darscheid, Vorsitzender des Vereins Wasserstoff-Brennstoffzellen-Netzwerk, bietet sich für Interessenten als Chauffeur für eine Probefahrt in einem Hyundai an, der komplett mit Wasserstoff läuft, als Abfallprodukt lediglich Wasser erzeugt und mit einem Neupreis von 54.000 Euro bereits durchaus erschwinglich erscheint. Für Darscheid fängt die Energiewende laut eigenen Aussagen bei Wind und Fotovoltaik erst an. Firmen aus der Region präsentieren parallel dazu neueste Haustechnik und in der Ausstellungshalle trifft man an den Info-Ständen auch auf zahlreiche Schüler, beispielsweise von der FOS Kaisersesch. Sie zeigen anhand von praktischen Demonstrationen, wie sie sich eine Zukunft ohne die Verbrennung von fossilen Stoffen vorstellen. Ein informationsreicher Tag für die ganze Familie. TE
Ein Starterset der Elektromobilität für Landrat Manfred Schnur und BM Albert Jung.
Gemeinsam für die Energiewende in Rheinland-Pfalz. Begleitend dazu fand der Familien-Energietag in Hambuch statt.
Die Zeichen der Zeit stehen auf saubere Mobilität.
Auch die kleinen Veranstaltungsbesucher hatten beim Energietag viel Spaß.
Zahlreiche Schüler zeigten in der Ausstellungshalle ihre Vorstellung von sauberer Energie.
