Landkreis Cochem-Zell vergibt die Kulturförderpreise
Engagierte Kulturschaffende für ihren Einsatz geehrt
Kreis Cochem-Zell. Wenn es um ehrenamtliches oder kulturelles Engagement geht, nimmt Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz einen Spitzenplatz ein. Um diese erfreuliche Tatsache entsprechend zu würdigen, hat der Landkreis neben dem rheinland-pfälzischen Ehrenamtspreis einen eigenen Kulturförderpreis für seine Kulturschaffenden eingeführt. In 2022 erstmals verliehen, gingen nach dessen Ausschreibung in 2023 und auch heuer wieder zahlreiche Bewerbungen von Vereinen und Initiativen dafür ein. So verlieh Landrätin Anke Beilstein ihre Freude darüber Ausdruck, dass sich die Preisverleihung in Cochem-Zell offensichtlich etabliert hat und damit einhergehend dem heimischen Kulturangebot mehr als gerecht wird.
„Dabei zeigen die Bewerbungen aus allen Kulturbereichen und Altersklassen, Alt-Eingesessene und neue Initiativen, wie vielfältig unser Landkreis ist“, sagte Beilstein. „So viel Engagement in Cochem-Zell kann ich nur begrüßen und man merkt deutlich, dass dieses Engagement die Stütze unserer Kulturlandschaft ist!“
So hatte es sich die Jury, bestehend aus Ulrich Dünnes (Vorsitzender Kreischorverband), Philipp Thönnes (Vorsitzender Kreismusikverband), Eric Westerheide (Sparkassenvorstand) und Thomas Welter (Vorstand Raiffeisenbank), laut eigenen Aussagen bei der abschließenden Bewertung nicht leicht gemacht. Am Ende hatten beim Empfang im Forum der Cochemer Sparkasse fünf neue Preisträger die Nase vorn. In der Kategorie „Jugendkulturförderpreis“ wurden dabei sowohl der Kreiskinderchor „Die Klangfrösche“ sowie das „Mesenicher Musical“ ausgezeichnet. Laut Jury zeichnen sich beide Preisträger dadurch aus, dass sie bereits kleine Kinder an die Musik heranführen und gleichzeitig Freude an Musik vermitteln. Für beide gab es abschließend einen Gewinnerscheck über 750 Euro.
Die mit jeweils 1500 Euro dotierten Kulturförderpreise gingen heuer an den „Kultur- und Filmverein Falkenlay Film“ sowie die „Mundart-Initiative“ des Landkreises. Während die Akteure des Erstgenannten, um ihren Produzenten und Regisseur Dietmar „Ditchkock“ Johann, mit viel Herzblut und Feuereifer schon mit zwei erfolgreichen Tatort Falkenlay-Filmproduktionen (Lippis Erben + Mörderische Kunst) die Lachmuskulatur der Zuschauer bei einem Hauch von Hollywood nachhaltig beeindruckt haben, sind die Platt-Schwätzer der „Mundart-Initiative“ bereits seit vielen Jahren im Landkreis kulturaktiv. Dabei setzen sie sich laut der Jury, um ihren Chef und Gründer Gerhard Schommers, mit großem Engagement für die Pflege und den Erhalt der moselfränkischen Mundart, unter anderem im Rahmen von Lesungen, Schauspiel und Weinproben, ein.
Preis fürs Lebenswerk
Den Preis für sein Lebenswerk erhielt in dieser Sonderkategorie mit Christoph Anders diesmal ein Cochem-Zeller Künstler, dessen Werke einem immer wieder im Alltag begegnen. Allein im Trierer Dom kann man 12 seiner Werke bewundern. „Mit seiner unglaublichen Leidenschaft für die Kunst erschafft er seit vielen Jahrzehnten unzählige Werke, die im Landkreis und auch weit über dessen Grenzen hinaus zu sehen und zu bestaunen sind“, hieß es in der Laudatio von Kulturförderer Hans-Peter Röhrig. In dieser kam ebenso zum Ausdruck, dass Anders sein gesamtes Leben der Kunst gewidmet hat und Initiator zahlreicher Ausstellungen, Kunsttage und Symposien war und ist. Ein abschließender Dank von Jury und Landkreis galt der Sparkasse Mittelmosel EMH und Raiffeisenbank MEHR für ihre Unterstützung und die Bereitstellung der Preisgelder. TE
Der überregional bekannte Künstler Christoph Anders (Senheim) erhielt den Kulturpreis in der Sonderkategorie für sein Lebenswerk.
