Allgemeine Berichte | 17.01.2017

AWO-Kreisverband Koblenz-Stadt

Engagiert in der Flüchtlingshilfe

Koblenz. Der AWO-Kreisverband Koblenz-Stadt ist engagiert in der Flüchtlingshilfe, berichtet hier über seine Aktivitäten im vergangenen Jahr und gibt einen Ausblick auf die Planungen für 2017. Bei der alljährlichen Stadtranderholung des KV Koblenz konnten 20 Plätze für Flüchtlingskinder reserviert werden, die vom Jugendamt der Stadt Koblenz gefördert wurden. Der Eigenanteil betrug nur zehn symbolische Euro pro Woche, inklusive Abholung mit dem Bus und Verpflegung. Alle Plätze konnten besetzt werden. So konnten die Kinder aufregende Sommerferien erleben und neue Freundschaften schließen.

Der KV Koblenz hat seit April 2016 eine hauptamtliche Koordinatorenstelle für bürgerschaftliches Engagement in der Flüchtlingshilfe eingerichtet. Die Stelle und die Aktivitäten werden gefördert im Rahmen des Projekts „Bürgerschaftliches Engagement für Flüchtlinge in der AWO“ durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Für Aktivitäten im Bereich Flüchtlingshilfe stehen die Räumlichkeiten des „Welcome Cafés“ im „AWO-Haus der Kulturen“ in Koblenz-Lützel zur Verfügung. Dort wurde in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz eine Veranstaltung zum Verbraucherschutz für Flüchtlinge (Zielgruppe: Flüchtlinge und Ehrenamtliche) in Deutsch mit arabischer Übersetzung erfolgreich organisiert. Hier wurde über die Fallstricke bei Handy-, Internet-, Strom- und Gaslieferverträgen, Jahresabrechnungen und Nachzahlungen aufgeklärt. Es konnten viele brennende Fragen gestellt und beantwortet werden.

Zudem fand für Geflüchtete und Ehrenamtliche der Töpferworkshop „Formen der Heimat - über das gemeinsame Arbeiten Zugang zu anderen Kulturen erhalten“ statt. Geleitet wurde der Kurs von der bekannten Koblenzer Künstlerin Anja Bogott (Künstlerinitiative „Haus 121“). Zudem stand die zweite Staffel „Figürliches - Träume, Erinnerungen, Hoffnungen“ auf dem Programm. Hier konnten Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen in ungezwungener Atmosphäre gemeinsam kreativ tätig sein, sich kennenlernen und Vorurteile abbauen. Die Teilnahme war kostenlos, die Objekte wurden gebrannt und konnten mit nach Hause genommen werden.

Auch wird es in Zukunft für geflüchtete, zweisprachig aufwachsende Kinder die Möglichkeit geben, am Wochenende im „Haus der Kulturen“ Arabisch in Wort und Schrift zu lernen und von hier aus gemeinsam Ausflüge zu unternehmen. Verantwortlich hierfür ist eine ehrenamtliche Lehrerin aus dem Irak. Geplant ist weiterhin ein Interkulturelles Gartenprojekt, das im Frühling starten soll, Gerätschaften wurden bereits angeschafft.

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