„Brafterich“ präsentierte Närrisches in der örtlichen Schützenhalle
Engelchen und Teufelchen als jecke Moderatoren
Brachtendorf. Die Schützenhalle der St. Sebastianus-Jünger war zur kunterbunten Narrhalla umgestaltet worden, als Vorsitzender „Oohse Juppes“ (Welter) eine erwartungsfreudige Narrenschar zum Bunten Abend bei der Schützengilde willkommen hieß. Unter dem Motto „Engelchen und Teufelchen“ wurde diesen beiden Protagonisten, hervorragend präsentiert von Thomas Welter und
Diana Simons, trefflich amüsantes Leben eingehaucht. Dabei fungierten die beiden Hauptdarsteller nicht nur als versierte Moderatoren des Abends, sondern konnten überdies mit spitzer Zunge herrlich formulierten Kokolores an den Mann bzw. die Frau bringen. Den flotten Einstieg ins Narrenprogramm legten die kleinen Kademer Funken auf das närrische
Parkett, welches sie nur nach einer lautstark geforderten Zugabe wieder verlassen
durften. Annika Gepperth griff gekonnt in die Saiten ihrer Gitarre und formulierte dazu kurzweilige Verse, die mal lustige mal besinnliche Themen
von der Jugend bis zum Alter zum Thema hatten. Lothar Bier gab den beabsichtigt linkischen Maler aus Paris, wobei ihn Johannes Welter bei seinem amüsanten „Malen mit Menschen“ und „Kollagen aus dem Publikum“ exzellent unterstützte. Laura
Simons, Nicole Simons und Franziska Reitz rückten den quirligen und querdenkenden Nachwuchs mit seinen komischen Angewohnheiten in den närrischen Fokus. Resümee: „Muttern hat´s mit den Bälgern nicht leicht!“ Mit Dorfnachrichten nach Art eines Till Eulenspiegel wusste Schultheiß Leo Kaiser augenzwinkernd zu erfreuen, bevor Annika Gepperth als „Tolle Frau“ eine Performance mit vollem Körpereinsatz auf die Bühnenbretter von „Brafterich“ zauberte. Ein Unterfangen, das so manche Lachträne beim jecken Auditorium kullern ließ. „Kall & Kall“, alias Rebekka Tamman-Welter und Diana Simons, erfreuten in der Folge mit einem ulkigen Mix aus Sketch und Gesang, der das Publikum per Ukulele-Begleitung in die Werkstätten von Wissenschaft und Forschung entführte. Abgelöst wurde das tolle Duo von den Großen Funken des Kademer Narrenclubs, die für ihren furiosen Gardetanz mit stehenden Ovationen gefeiert wurden. „De Himpes“, Karnevalsurgestein Hermann Schneider, zog mit amüsanten Boshaftigkeiten über die (un-) geliebte Nachbarschaft her, was ihm und seinen verbalen Seitenhieben u.a. reichlich Gelächter einbrachte. Das mit stark behaarten Haxen rustikal bemühte Männerballett war das abschließende Highlight des Abends. Zum Tanzthema „Bauer sucht Frau“, brachten hier Karl-Heinz Stodden, Leo Kaiser, Thomas Welter, Heinz-Josef Welter, Stephan Scheider, Ludwig Kaiser und Jürgen Hein die Narrenbühne sowie die strapazierten Zwerchfelle der Narrenschar zum Beben. TE
„Oohse Juppes“, alias Heinz-Josef Welter, begrüßte als Gastgeber das Braftericher Narrenvolk.