Reise des DRK-Ortsvereins Kobern-Gondorf
Entdeckungen am Ostseestrand
Von der Insel Fehmarn aus ging für die 47 Teilnehmer zu etlichen Sehenswürdigkeiten Norddeutschlands
Kobern-Gondorf. Der DRK-Ortsverein Kobern-Gondorf war mit einer Gruppe von 47 Senioren und „Jungsenioren“ sechs Tage unterwegs. Ziel war die Insel Fehmarn in der Ostsee, die Gruppe wohnte in Burg.
Auf der Sonneninsel in der Ostsee wechseln sich malerische Binnenseen und wildromantische Steilküsten sich auf 78 Kilometern Küste ab. Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte deutsche Insel. Seit 1963 verbindet die knapp einen Kilometer lange Fehmarnsundbrücke die Insel mit dem Festland. Am Nachmittag kamen die Moselaner auf Fehmarn an. Das Hotel, direkt am Strand gelegen, lud schon zu einem ersten Strandspaziergang ein.
Fähren und Fische
Am kommenden Tag wurde zuerst einmal die Insel erkundet. Mit Reiseleiter Jürgen Behnk, der die Gruppe auch in den kommenden Tagen begleitete, ging es zur Insel- und Stadtrundfahrt, unter anderem zum Fehmarnsund und zum Fährhafen Puttgarden. Hier konnten die Fahrtteilnehmer die Ent- und Beladung der großen Fähren, die nach Dänemark fahren, beobachten. Behnk gab dazu viele Erklärungen. Weiter ging es durch die kleinen Orte bis zum Hafen Orth und zum Schluss in eine Fischräucherei. Den Nachmittag konnten die Reisenden dann in Burg, dem Hauptort der Insel, nach eigenen Wünschen verbringen.
Schinken und Schifffahrt
Am nächsten Tag stand eine Fahrt in die Holsteinische Schweiz auf dem Programm, eine Tour mit Spezialitäten und Besonderheiten. Zunächst besuchte die Gruppe eine Schinkenräucherei in Harmsdorf. Am „Schinkenhimmel“ in einer der letzten alten holsteinischen Räucherkaten hängen hunderte Katenschinken, wovon sich die Besucher überzeugen konnten. Anschließend bekamen sie auch eine Kostprobe von Schinken und Mettwurst, und es konnte natürlich auch gekauft werden. Weiter ging es nach Malente, vorgesehen war eine Fünf-Seen-Schifffahrt. Gestartet wurde am Dieksee und bis Plön-Fegetasche geschippert. Auf dem Weg nach Eutin kam die Gruppe vorbei an dem Hof, wo in den 50er-Jahren die „Immenhof“-Filme gedreht wurde. In Eutin besichtigte man die Altstadt, den Marktplatz und die Kirche und hatte anschließend noch Zeit zur freien Verfügung.
Am kommenden Tag ging es nach Lübeck, der „Marzipanhauptstadt“. Zunächst ging es zu Niederegger, wo wohl niemand dem köstlichen „Hüftgold“ widerstehen konnte. Dann gab es eine Stadtrundfahrt um die Altstadtinsel der Hansestadt, und anschließend ging es zu Fuß zum Buddenbrook-Haus und zur Marienkirche. Nach der Freizeit in Lübeck fuhren DRKler vorbei an den bekannten Seebädern Travemünde, Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Grömitz wieder auf die Insel Fehmarn.
Am vorletzten Tag stand noch die Landeshauptstadt Kiel auf dem Programm. Reiseführer Behnk begleitete die Gruppe den Hafen entlang, vorbei an den großen Schweden- und Norwegenfähren und über den Nordostseekanal. Weiter ging es nach Laboe und zur Besichtigung des Marine-Ehrenmals. Das Monument mahnt an gefallene Matrosen aller Nationen. Der 72 Meter hohe markante Turm ist dem Bug eines historischen Wikingerschiffs nachempfunden. Ferner lädt das U-Boot U-995 aus dem Zweiten Weltkrieg als technisches Museum zur Besichtigung ein. Über Gut Panker und die Stadt Lütjenburg ging es zurück ins Hotel nach Fehmarn.
Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen, und es ging wieder Richtung Heimat. Leider kamen die Reisenden bedingt durch viele Staus und Starkregen erst spät abends wieder zu Hause an. Es waren schöne und erlebnisreiche Tage, die sie in Schleswig Holstein verbracht haben.
