Feuerwehrfest in Dünstekoven
Erbseneintopf hat Tradition
Die Feuerwehrmänner Dünstekovens nehmen jede ihrer Aufgaben ernst - auch wenn es „nur“ um Suppe geht.
Swisttal-Dünstekoven. „Schon am frühen Morgen, so gegen 6.30 Uhr, mussten die ersten Kameraden wieder aufstehen, damit pünktlich zur Mittagszeit mindestens 150 Liter Erbsensuppe fertig gekocht sind“, schmunzelte Detlef von der Stein, Löschgruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr in Dünstekoven. „Unsere Erbsensuppe mit oder ohne Siedewurst hat Tradition, sie gehört einfach am Sonntag zu unserem Feuerwehrfest“, so Detlef von der Stein weiter. Ob groß oder klein, von den rund 500 Einwohnern Dünstekovens schaut bald jeder einmal an der alten Schule vorbei, und so manch einer bringt einen Topf mit, um eine Portion der Suppe mit nach Hause zu nehmen.
Dienst an der Gemeinschaft
Mit einem Feldgottesdienst unter freiem Himmel begann das Fest, Pater Stanislaus Friede leitete die Heilige Messe. Dabei stellte er die verantwortungsvolle - und mitunter gefährliche - Arbeit der Wehrmänner in den Mittelpunkt seiner Predigt. „Mit ihrem Dienst im Löschzug setzen sich die Männer immer wieder für die Gemeinschaft ein“, so der Pater, „dies ist oft auch eine Belastung für die Familien.“ 17 aktive Wehrmänner zählt der Löschzug Dünstekoven, dazu kommen zehn Mitglieder in der Ehrenabteilung und sieben Jugendliche.
Nach dem Feldgottesdienst gab es ein deftiges Abendessen mit Schnitzel, Bratkartoffeln und Gemüse. Da haben die Wehrmänner selbst am Herd gestanden, ihre Frauen konnten sich da mal verwöhnen lassen. Das anschließende gemütliche Beisammensein in der lauen Sommernacht dehnte sich bei einigen der Festbesucher fast bis zum frühen Morgen hin, sodass die Kameraden, die für die Feldküche verantwortlich waren, kaum drei Stunden Schlaf bekommen hatten. „Aber wir Feuerwehrmänner sind Belastungen gewöhnt, da nimmt jeder seine Aufgabe ernst, auch wenn es nur um die Suppe geht“, berichtete der Löschgruppenführer immer noch schmunzelnd.
Programm für die Kinder
Auch für die kleinen Dünstekovener ist das Feuerwehrfest ein toller Tag. Direkt hinter dem Festgelände wurde für sie mit kleinen Toren ein Fußballfeld abgesteckt, und die guten Ballstafetten ließen erahnen, dass da schon einige dabei waren, die von der guten Nachwuchsarbeit bei Rot-Weiß Dünstekoven profitiert haben.
Besonderen Spaß machte den Kleinen auch der Umgang mit den Wasserspritzen. Bei der Wärme machte es nichts, wenn da der eine oder andere etwas nass wurde.
Immer wieder betrachteten sie ein Glas am Eingang zum Gerätehaus. Es war mit Blättern gefüllt und wer die Anzahl der Blätter erriet oder der Anzahl am nächsten kam, konnte einen schönen Preis gewinnen, etwa eine Digitalkamera oder einen MP-3 Player.
Besuch der Feuerwehrkameraden
Eine gute Swisttaler Tradition ist es, dass Wehrmänner der anderen Löschzuge auf dem Fest vorbeischauen. Das fördert die Kameradschaft und die Zusammenarbeit der Swisttaler Löschgruppen. Für die Gemeinde war Vizebürgermeister Manfred Lütz gekommen, um die Grüße von Rat und Verwaltung zu überbringen und den Wehrmännern für ihren Einsatz zu danken.
Ein kühles Getränk und nette Gespräche gehören zum Fest dazu. Foto: Weigert
