Brexbachtalbahn vor der Wiederinbetriebnahme
Erfolg gehört denen, die nicht lange fackeln, sondern für etwas brennen
Bendorf. Die Bürger der Stadt Bendorf können sich jetzt an dem Projekt Bürgerwald beteiligen, Bäume pflanzen und sich für die Zukunft des Waldes einsetzen.
Trockenheit, Borkenkäfer und Stürme haben dem heimischen Wald in den letzten Jahren stark zugesetzt. Die Frage ist: warum ist das so?
Der Grund ist der menschengemachte Klimawandel, aktuell ist gerade mal jeder fünfte Baum in Deutschland noch gesund. Der Wald ist - gerade jetzt in Corona-Zeiten - aber ein idealer Rückzugsort für viele Menschen. Er steht für Ruhe und Erholung, und der gebotene Abstand lässt sich auch leicht einhalten.
Und vor allem: er ist der wichtigste Klimaschützer.
Der größte Klimakiller ist der Individualverkehr, deswegen ist eine Verkehrswende unabdingbar und dafür braucht es mehr Verkehr auf der Schiene.
Die Idee zur Reaktivierung der Brexbachtalbahn war also schon im Jahr 2007 eine weitsichtige und wichtige Idee, die jetzt Wurzeln schlägt - aber auch hohe Wellen.
Denn nach wie vor verstehen viele nicht den Ernst der Lage und lehnen die Bahn ab. Den Wald und die Bahn zu retten, ist eine riesige Herausforderung, der sich der Verein Brexbachtalbahn - was die Bahn betrifft und damit letztlich auch den Wald - seit 13 Jahren stellt.
Mit Erfolg: In den letzten Tagen fand die Bereisung der Aufsichtsbehörden und des Eisenbahnbundesamts zur Streckenabnahme Höhr-Grenzhausen – Grenzau - Siershahn statt. Die Aktiven hatten diesen Termin lange und gewissenhaft vorbereitet.
Die Strecke wurde komplett vermessen, mit einer Stopfmaschine befahren und nachgeschottert, es wurden Schadstelle an Bauwerken und Gleisen ausgebessert und alle technischen Einrichtungen soweit wie notwendig restauriert.
Das Protokoll ergab noch einige Nacharbeiten, zum Beispiel den präventiven Tausch maroder Schwellen.
Eine echte Knochenarbeit, die im Laufe der Woche aber auch abgeschlossen werden konnte. Je nachdem, wie sich Corona entwickelt und wann was wieder mit Publikum möglich ist, sind dann nach acht Jahren Pause wieder erste Touristikfahrten mit dem „Kannenbäcker-Express“ geplant.
Gemeinsamkeit macht stark
Das Projekt beweist: Gemeinsamkeit macht stark. Nur wenn wir neu denken, frei genug sind, Bestehendes zu hinterfragen und uns mit streitbaren Ansichten auseinandersetzen, steht die „Brex“ zukünftig als attraktive Erfolgsmarke für den Tourismus, für Haltung und Zielsetzung. Denn eine Region, in der man nichts erleben kann, die nicht an- und eingebunden ist in ein nachhaltiges Verkehrs-und Mobilitätskonzept, verabschiedet sich aus der Gegenwart und verspielt die Zukunft. Pressemitteilung
Brexbachtalbahn e.V.
