Erfolgreicher CleanUp an der Ahrmündung: Stiftung Ahrtal sammelt rund 10 Kubikmeter Müll
Remagen. Auch der zweite CleanUp im sensiblen Naturschutzgebiet Ahrmündung und entlang des Rheinufers ist erfolgreich beendet.
Das Gebiet gehört zu den letzten naturnahen Mündungslandschaften eines Rhein-Nebenflusses und bietet seltenen Tierarten wie Biber und Eisvogel einen geschützten Lebensraum.
Ziel der Aktion war es, die Umwelt von gefährlichem Müll zu befreien, ohne die Natur zu beeinträchtigen.
Naturschutz mit Rücksicht
Um die Tierwelt im sensiblen Ökosystem bestmöglich zu schützen, wurde vor Beginn ein Drohnenflug mit Wärmebildkamera von einer professionellen Wildtierrettung durchgeführt. Dabei konnten Wildtiere ausfindig gemacht und die betreffenden Bereiche gezielt gemieden werden.
Trotz des damit großräumig umgangenen Bereichs konnte eine erhebliche Menge Abfall entfernt werden. Insgesamt rund 50 Helfer waren an Rhein und Ahr im Einsatz und sammelten neben Plastikflaschen, Seilen, Kabeln und Folien auch größere Gegenstände wie Wasserkästen, Teile eines Plastik-Klettergerüsts, einen Stuhl sowie einen Brückenpfeiler. Besonders besorgniserregend war der Fund einer Propangasflasche und eines Öltanks – potenziell gefährliche Objekte, die in einem sensiblen Ökosystem wie der Ahrmündung im Ernstfall erheblichen Schaden anrichten.
Das meiste der gefundenen Abfälle ist weiterhin auf die Flutkatastrophe von 2021 zurückzuführen.
Dank an Unterstützer
Die Stiftung Ahrtal wurde bei der Umsetzung tatkräftig unterstützt. Der OBI Baumarkt spendete Warnwesten, IKEA Koblenz stellte robuste Einkaufstaschen zur Verfügung, die sich ideal zum Sammeln des Mülls eigneten, und die Abfallwirtschaft Landkreis Ahrweiler unterstützte die Aktion mit einem Container und der fachgerechten Entsorgung.
Ein besonderer Dank galt allen freiwilligen Helfern, darunter auch der Umweltinitiative K.R.A.K.E. aus Köln, die sich aktiv an der Aktion beteiligte.
„Unsere Aufgabe ist Verantwortung zu übernehmen“
„Wir alle haben eine Verantwortung für die Natur vor unserer Haustür. Besonders dann, wenn unser aller Müll dort landet“, erklärt Nick Falkner, Gründer und ehrenamtlicher Geschäftsführer der Stiftung Ahrtal. „Gerade deshalb führen wir solche Müllsammelaktionen durch – um diesen besonderen Lebensraum Ahrschleife zu schützen und zu bewahren.“
Aufgrund der hohen naturschutzrechtlichen Auflagen konnte ein großer Teil des erkannten Mülls im Gebiet nicht entfernt werden. Die Stiftung Ahrtal plant daher bereits im Herbst den nächsten CleanUp im Ahrmündungsgebiet.
Die Stiftung Ahrtal bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten. Wer sich ebenfalls für den Umweltschutz im Ahrtal engagieren möchte, findet das passende Team in der Stiftung Ahrtal www.stiftung-ahrtal.de.
Pressemitteilung Stiftung Ahrtal
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