Allgemeine Berichte | 27.09.2017

Kartoffelfest in Gimmersdorf mit reichlich Besucherandrang

Erfolgreiches Fest beim zweiten Anlauf

Kleiner Ort stellt Event seit über 20 Jahren auf die Beine

Viele Hände fassen hier bei der Bewirtung mit an.

Wachtberg-Gimmersdorf. Was in der Septembermitte wegen des Regens nicht gelingen wollte, gelang ein Wochenende später umso besser: Das Kartoffelfest in Gimmersdorf zog bei schönstem Sonnenschein rund 40 Familien mit etwa 60 Kindern an.

Der Andrang war so groß, dass der Kartoffelexpress mit den Kleinen gleich zwei Mal seine Runden durch die Felder drehen musste, damit alle mal an der Reihe waren.

12 Helferinnen und Helfer waren auf den Beinen, um aufzubauen, zu grillen, zu bewirten, den Kartoffelexpress durch die Felder zu fahren und zu organisieren.

Thomas Kühlwetter fuhr nicht nur den Trecker, er ging mit anderen zusammen später auch mit den Kindern auf das Feld und hatte für die Neugierigen eine Überraschung im Gepäck. In einem kurzweiligen Vortrag brachte er die Kartoffelernte nahe, wie sie anno dazumal durchgeführt wurde.

Keine Maschinen, sondern Menschenhände legten jede einzelne Saatkartoffel in Reihen in die Erde. Menschenhände waren es auch, die die Kartoffelpflanzen mühevoll „häufeln“ mussten, damit sie bis zur Ernte keine Sonne abbekamen. Denn wenn die Knollen wachsen, verdrängen sie die Erde und kommen ans Tageslicht, wenn an der Pflanze keine zusätzliche Erde aufgehäuft wird. Wenn das passiert, so erfuhren die Kinder, dann werden die Kartoffeln grün und es bildet sich ein Giftstoff darin, der die leckere Beilage auf unserem Teller ungenießbar macht. Welche Werkzeuge benutzt wurden und wie mühevoll ein Pflug oder ein Kartoffelroder durch den Boden geschoben werden mussten, erfuhren die Kids ebenfalls.

Die Knollen, die beim Gimmersdorfer Kartoffelfest per Hand vom Feld gesammelt wurden, waren zumeist jedoch gut gewachsen und perfekt für ihre Verwendung am offenen Feuer. Zu den Würstchen vom Grill konnten die Familien auf dem Bolzplatz die frisch gesammelten Kartoffeln in Alufolie wickeln und im offenen Feuer garen. Dazu schmeckte vom Verein bereitgestellter Quark oder Kräuterbutter.

Im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit der Umwelt hatte der Verein darum gebeten, Teller und Besteck selbst mitzubringen.

Den großen Erfolg dieser Veranstaltung des Ortsvereins „Gimmersdorf-aktiv“ führen die Mitglieder und der erste Vorsitzende des Vereins, Frans Bollebakker, auf den Zusammenhalt im Dorf und die rege Beteiligung Vieler zurück. Hier bleibt die Arbeit nicht ein paar Händen überlassen, sondern jeder fasst mit an, wenn Hilfe gebraucht wird.

Das gute Miteinander lässt sich auch an den Vereinszahlen ablesen. Fast ein Viertel der rund 850 Einwohner Gimmersdorfs engagiert sich aktiv bei der Gestaltung des Ortes und seiner Feste. So gestaltet man im Jahreslauf Zeltlager, Arbeiten auf den Gemeinschaftsanlagen, Brauhaustouren und andere schöne, gemeinsame Aktivitäten miteinander.

Eine Woche zuvor war das Fest im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen.

Eine Woche zuvor war das Fest im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen.

Erfolgreiches Fest beim zweiten Anlauf

Erfolgreiches Fest beim zweiten Anlauf

Viele Hände fassen hier bei der Bewirtung mit an.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dienstleistungen
Lampionfest der Feuerwehr Weißenthurm
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juni 2026
Hausmeister-und Gärtner/in
vermisste Brille
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
250

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

In der ehemaligen Ahrweiler Synagoge diskutierten (von links) Nick Falkner, Ulrich van Bebber, Susanne Bell und Dr. Martin Wein.
251

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie hat die Flut den Zusammenhalt im Ahrtal verändert. Welche Konflikte bestehen noch? Wo trägt bürgerschaftliches Engagement weiterhin? Wo brauchen Menschen, Vereine und Kommunen mehr Unterstützung? Und was muss Politik aus dieser Katastrophe lernen, damit Warnketten funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und der Staat im Krisenfall schneller handeln kann?

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
152

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Kolpingsenioren Gladbach
2927

Kolpingsenioren Gladbach

Moin - Ostfriesland

Gladbacher Kolpingsenioren „bi de Friesen“. Nee, nicht in Nord- sondern Ostfriesland ist das Ziel. Der ruhende Pol ist der Ostfriesen-Hof in Leer. Von hier erkunden wir Senioren Ostfriesland

Von Hans-Josef Richter aus Bendorf-Sayn

Weiterlesen

Trotz der Hitze: gute Stimmung und Gespräche beim fairen Frühstück vor dem Andernacher Rathaus
914

Fairtrade Frühstück Andernach

Fairtrade Frühstück in Andernach

Andernach. Mit einem fairen Frühstück vor dem Historischen Rathaus hat die Stadt Andernach erneut ein sichtbares Zeichen für mehr globale Gerechtigkeit und nachhaltigen Konsum gesetzt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu frühstücken und dabei mehr über die Bedeutung fair gehandelter Produkte zu erfahren.

Von Hans-Georg Hansen aus Andernach

Weiterlesen