Allgemeine Berichte | 05.02.2019

Warnsysteme NINA und Katwarn werden gekoppelt

Erhebliche Verbesserung bei Warnung der Bevölkerung

Quelle: Fraunhofer / Fokus

Mainz. Eine wichtige Neuerung bei den Warn-Meldungen im Zivil- und Katastrophenschutz bringt erhebliche Verbesserungen bei der Warnung der Bevölkerung: Ab sofort werden Warnungen des Modularen Warnsystems des Bundes (MoWaS) in der KATWARN-App angezeigt und die Warn-App des Bundes (NINA) kann auch KATWARN-Warnungen empfangen. Dies haben das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), der KATWARN-Anbieter CombiRisk GmbH und der Entwickler Fraunhofer FOKUS heute bekannt gegeben.

„Ich habe mich seit vielen Jahren persönlich dafür eingesetzt, dass die Warnsysteme von MoWaS und KATWARN gekoppelt werden. Der wechselseitige technische Zusammenschluss ist ein wichtiger Meilenstein im Bereich der Warnung und Information unserer Bevölkerung. Hierzu gratuliere ich den Verantwortlichen des BBK, der CombiRisk GmbH und Fraunhofer FOKUS herzlich“, betonte Innenminister Roger Lewentz.

Zu den Grundpfeilern des Zivil- und Katastrophenschutzes gehört es, die Bevölkerung angemessen, rechtzeitig, schnell und flächendeckend vor bestehenden Gefahren zu warnen. Die Warnsysteme sollen ermöglichen, dass ein im Bevölkerungsschutz Verantwortlicher unmittelbar und ohne Medienbruch alle in seinem Verantwortungsbereich vorhandenen Warnsysteme auslösen kann.

„Mit der Kopplung von MoWaS/NINA und KATWARN können unsere Leitstellendisponenten in den Integrierten Leitstellen im Land jetzt sehr viel schneller die Bevölkerung warnen, da sie keine Systeme mehr parallel bedienen müssen. Die in den Kreisen und Städten für Warnung Verantwortlichen erreichen bei Auslösung der KATWARN-App jetzt auch die registrierten NINA-Nutzer. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz stellt zudem im Doppelhaushalt 2019/2020 die finanziellen Mittel zur Verfügung, sämtliche Integrierten Leitstellen in Rheinland-Pfalz mit sogenannten MoWaS-Vollanlagen auszustatten“, erläuterte Minister Lewentz weiter.

Obwohl es nunmehr egal erscheint, welche Warn-App auf dem Smartphone installiert wird, rät das für die Warnung der Bevölkerung zuständige Innenministerium, beide Warn-Apps (NINA und KATWARN) zu installieren. Trotz höchster Absicherung beider Systeme ist ein technischer Ausfall eines Warnsystems nicht gänzlich auszuschließen. Dann könnte die redundante App die Warnung anzeigen.

Pressemitteilung Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz

Quelle: Fraunhofer / Fokus

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