Allgemeine Berichte | 14.01.2026

Zu einer Gedenkstunde laden Kirchen und Synagogengemeinde Koblenz ein am Holocaust-Gedenktag 27. Januar 2026

Erinnern – Gedenken – Mahnen

Cochem. Die Jüdin Hannah Arendt, theoretische Politikerin, an deren 50. Todestag vor kurzem erinnert wurde, thematisiert im Interview mit Günter Gaus 1964 den Holocaust:

„Dies hätte nie geschehen dürfen. Und damit meine ich nicht die Zahl der Opfer, sondern ich meine die Fabrikation der Opfer.

Sie wissen, was ich meine, ich brauch mich darauf nicht weiter einzulassen. Dies hätte nicht geschehen dürfen.“

Auschwitz steht heute weltweit als Symbol und Synonym für die nationalsozialistischen Gewaltverbrechen, insbesondere den massenhaften und systematischen Mord an sechs Millionen Jüdinnen und Juden.

Wer aber kennt Grafeneck, Hadamar, Brandenburg, Bernburg, Hartheim, Sonnenstein? In den Gaskammern der sechs Tötungsanstalten wurden seit 1940 die Methoden für die spätere Massenvernichtung der Juden durch Gas, neben den Massenerschießungen, in der als Aktion T4 bekannten Tötung an erwachsenen Anstaltspfleglingen erprobt. Die Nazis verfolgten und ermordeten nicht nur Juden, sondern auch Kranke und Menschen mit Behinderung. Sie hielten sie für „lebensunwertes Leben“, für „Parasiten am deutschen Volkskörper“.

Betroffen von „T 4“ waren auch etwa 1.000 jüdische Pfleglinge. Insgesamt ermordeten die Nazis 200.000 bis 300.000 Menschen in Anstalten, darüber hinaus lässt sich die Zahl der Getöteten, die mangels Belegen im Dunkelfeld bleiben, nicht schätzen.

Mitglieder der Kirche protestierten gegen das menschenverachtende Vorgehen der Nazis – allen voran Clemens August Graf von Galen, der Bischof von Münster. Er hielt mehrere verurteilende Predigten.

Kurz darauf beendete Hitler die Aktion T4 offiziell. Im Geheimen gingen die Tötungen jedoch bis zum Kriegsende weiter.

In Kulparkow im galizischen Lemberg kamen insgesamt etwa jüdische, polnische, ukrainische 2000 Anstaltspfleglinge zwischen 1941 und 1943 gewaltsam ums Leben, darunter 199 Deportierte aus Kloster Ebernach.

Zu einer Gedenkstunde laden Kirchen und Synagogengemeinde Koblenz ein am Holocaust-Gedenktag 27. Januar 2026, 18 Uhr, am Mahnmal für die Deportierten und Getöteten aus Kloster Ebernach, Br. -Maximilian-Str., Cochem-Sehl.

Br. Michael Ruedin FFCS, Schüler und Schülerinnen des Martin-von-Cochem-Gymnasiums und Landrätin Anke Beilstein wirken mit.

Kontakt: Pastoraler Raum Cochem-Zell Arbeitsbereich Erinnerungskultur veronika.rass@bistum-trier.de.

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