Eifel- und Heimatverein Rheinbach e.V.
Erinnern für die Zukunft
Führung über die Kriegsgräberstätte am 1. September
Rheinbach. Der Eifel- und Heimatverein Rheinbach bietet anlässlich des 80. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkrieges am Sonntag, 1. September eine Führung über die Kriegsgräberstätte Rheinbach an. Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg. Im Krieg kamen weltweit Millionen von Menschen um, er endete im Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reichs. Es war ein vollständiger Zusammenbruch, materiell und moralisch. Das Land lag in Schutt und Asche, Millionen Deutsche waren auf der Flucht oder wurden vertrieben. Die Last der im deutschen Namen begangenen Verbrechen wog schwer.
Über 700 Kriegstote in Rheinbach
Rheinbach wurde durch alliierte Luftangriffe schwer getroffen. Am Ende hatten die Stadt und ihre Ortschaften über 700 Kriegstote zu beklagen. Etwa die Hälfte davon war als Soldaten an der Front gefallen, die andere in der Heimat durch Artilleriebeschuss oder bei Luftangriffen umgekommen. Die Kriegsgräberstätte Rheinbach wurde im Juni 1948 als Erste ihrer Art in Westdeutschland feierlich eingeweiht. Insgesamt 553 Kriegstote haben auf der Anlage ihr Grab. Hier ruhen Soldaten der Wehrmacht, des Volkssturms und Angehörige der Waffen-SS, die zumeist in den in Rheinbach eingerichteten Lazaretten ihren Verwundungen erlagen, neben zivilen Opfern der Luftangriffe, standrechtlich hingerichteten Deserteuren und ermordeten Fremdarbeitern.
Beginn um 15 Uhr
Bei der Führung über die Kriegsgräberstätte durch den militärgeschichtlichen Experten Peter Baus wird zum Schicksal einzelner der dort bestatteten Kriegstoten und zur damaligen politischen und militärhistorischen Lage vorgetragen.
Beginn der kostenlosen Führung ist um 15 Uhr, Treffpunkt ist der Eingang zur Kriegsgräberstätte Rheinbach an der Villeneuver Straße.
Pressemitteilung Eifel-
und Heimatverein Rheinbach e.V.
