Kultur- und Heimatverein Gondorf e.V.
Erinnerung an eine Kölner Karnevalslegende
Gondorf. „Du sühß jot us Jung, bes nur e besje ze jroß“, so die ersten Worte von Hans Süper als sich Bernhard Leiendecker, Kobern, ihm zum ersten Male beim Veedelszoch in Köln-Sülz im Jahre 2014 näherte. Seit dieser Zeit pflegte Leiendecker mit dem größten Clown, Komiker und Musiker (Colonia Duett und Süper Duett) bis zu dessen Tod am 3. Dezember 2022 eine herzliche und freundschaftliche Verbindung.
Leiendecker erzählte in der Matinee von wunderbaren Begegnungen in Köln-Sülz mit ihm und seiner Familie und vielen netten Telefongesprächen. Zwischendurch griff Leiendecker zu seiner „Flitsch“ und spielte vornehmlich ahle kölsche Leedcher, aber auch die „Käjelstour no Prummenau“, vom Colonia Duett. Wobei es ihm sehr wichtig erscheint, dass man Hans Süper nie kopieren kann. „Das wäre total vermessen. Mein Outfit ist ein Kostüm, eine Darstellung, damit Hans über Generationen hinweg in Erinnerung und präsent bleibt“, so Leiendecker weiter, „auch in unserer karnevalistischen Heimatregion“. Während der Veranstaltung (ohne Eintritt) ging an alle jecke Besucher „de Hoot eröm“ und es wurde bei diesem Spendenaufruf ein Betrag von 555 Euro eingenommen, der gerne vom Kultur- und Heimatverein aufgestockt wurde. Der Spendenbetrag geht nunmehr an die Hans-Süper-Gesellschaft 2023 e.V., deren Präsident Rüdiger Brühl mit seiner Ehefrau Roswitha extra zu der Veranstaltung ins Weinmuseum von Köln nach Gondorf angereist war. Brühl der Gründer und Initiator des Vereins hatte die Idee: „der Häns kritt e Denkmal“. So ist bereits für September 2024 die Einweihung einer Skulptur von Hans Süper im Veedel Köln-Sülz geplant. Dirk Stein (Regie) spielte immer wieder kleine Filmbeiträge, Fotos der Begegnungen ein. Alles in allem eine wunderbare, weil für alle, gerade auch für die Gäste aus Köln, emotionale Veranstaltung. BA
