Allgemeine Berichte | 08.05.2018

Beliebte Veranstaltung „Wein im Schloss“ in Koblenz

Erlesene Weine kitzelten den Gaumen

Die Weinköniginnen wurden durch Minister Volker Wissing undÖkonomierat Norbert Schindler im Kurfürstlichen Schloss begrüßt. Fotos: BSB

Koblenz. „Wein im Schloss“, eine Präsentation von Premiumweinen aus den sechs rheinland-pfälzischen Anbaugebieten, gehört sicherlich zu den beliebtesten Veranstaltungen in Koblenz. Als Ausrichter der jetzt 21. Auflage der jedem Besucher offenstehenden Messe im Kurfürstlichen Schloss konnte die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz stolze Zahlen vermelden. Die knapp siebzig teilnehmenden Betriebe von Ahr, Mittelrhein, Mosel, Nahe, aus der Pfalz und aus Rheinhessen boten über sieben Stunden mehr als vierhundert Weine und Sekte zur Verkostung an. Als einziger Betrieb aus Koblenz beteiligte sich Weingut Toni Müller an der Veranstaltung. Dieses ist, genau wie die überwiegende Anzahl der Aussteller, Träger des Staatsehrenpreises 2017, acht sind sogar mit dem Großen Staatsehrenpreis ausgezeichnet.

Ökonomierat Norbert Schindler, Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, wies bei der offiziellen Eröffnung auf ein Novum der Veranstaltung hin. Erstmalig präsentierten sich 14 Weingüter mit Weinen aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, entstanden durch Kreuzung europäischer mit amerikanischen oder asiatischen Sorten, die sich derzeit als „Piwis“ bei den Konsumenten stärker beliebt machen wollen. Die robusten Rebsorten mit wohlklingenden Namen wie Satin Noir, Saphira, Muscaris oder Solaris mussten deutlich weniger Pflanzenschutz über sich ergehen lassen, als die gut bekannten klassischen Sorten. Im Übrigen dominierten bei „Wein im Schloss“ mit knapp achtzig Prozent, wie gehabt, die Weißweine. Fast siebzig Prozent aller präsentierten Weine stammten aus dem Jahrgang 2017.

Rheinland-Pfalz ist Deutschlands Weinland Nummer Eins

Weinbauminister Dr. Volker Wissing, der die Schirmherrschaft für „Wein im Schloss“ übernommen hatte und für eine finanzielle Unterstützung des Ministeriums verantwortlich zeichnete, gratulierte den Ausrichtern zu dem Veranstaltungsort, der dem außergewöhnlichen Kulturgut Wein einen außergewöhnlichen Rahmen gebe. Rheinland-Pfalz als Deutschlands Weinland Nummer Eins brauche auch nicht den internationalen Wettbewerb zu scheuen. Dieser Status sei einerseits der guten Aus- und Fortbildung im Weinbau, andererseits dem Ehrgeiz und der Leidenschaft der Winzer in den rund 9.000 Betrieben des Landes zu verdanken. Mit ihrer Fachkompetenz sei es sogar gelungen, aus dem von Wetterkapriolen geprägten, eher schwierigen Weinjahrgang 2017 besonders komplexe Weine „herauszukitzeln“.

Die Weinanbaugebiete des Landes leisten einen prägenden Beitrag für die außergewöhnlich schöne Kulturlandschaft. Sie wiederum ist gleichermaßen Anziehungspunkt für Touristen wie für Fachkräfte. Beiden Rednern war es ein Anliegen, auf die gerade wieder intensiv geführte Diskussion zum Thema Wein und Alkohol einzugehen. Eher augenzwinkernd meinte Schindler, in Maßen genossen sei Wein immer als Medizin einzustufen. Dennoch sei die Diskussion ernst zu nehmen, ergänzte Wissing, aber das Kulturgut Wein, das Europa seit Jahrtausenden prägt, wollte er ganz klar nicht dem falschen Umgang mit ihm opfern. Bei moderatem und bewusstem Weingenuss sei es möglich, die Schönheiten des Landes sogar schmeckbar zu machen.

Stellvertretend für die der Eröffnung beiwohnenden Weinmajestäten der sechs Anbaugebiete richtete die deutsche Weinprinzessin 2017/18, Charlotte Freiberger, einige Worte an das bunt gemischte Publikum. Sie empfahl, die Weinpräsentation dazu zu nutzen, mit den Spitzenerzeugern in Kontakt zu treten und die hinter ihren Weinen stehende Philosophie zu ergründen und zu erleben. „Probieren Sie sich einmal durch Rheinland-Pfalz!“ Besonders empfahl sie die „Piwis“ - sie seien es wert, verkostet zu werden.

Welcher Wein ist der persönliche Favorit?

Das Schloss hatte sich zwischenzeitlich zusehends mit Menschen gefüllt, die Pfand-Weinglas, Ausstellerkatalog und Stift in der Hand haltend von Stand zu Stand zogen, um einen oder mehrere der durchschnittlich sechs Weine pro Weingut zu erschmecken. Während einer sein Geschmackserlebnis gleich in das Handy diktierte, verzog sich ein anderes Paar vor die Tür, um im Hinblick auf seinen schon jetzt gut bestückten Weinkeller erst einmal in Ruhe die Ergebnisse der fünfzig ersten Weinproben zu ordnen. So hatte jeder seine eigene Strategie entwickelt, um die persönlichen Favoriten herauszufinden. Der Wein wurde betrachtet, gerochen, geschlürft, im Mund gespült und meistens statt geschluckt wieder ausgespuckt. Zwischen den einzelnen Proben konnten die Geschmackssinne mit an den Ständen bereitstehendem Mineralwasser und Brot erfrischt werden.

Bei rund 1.500 Besuchern hatten die Standbetreiber alle Hände voll zu tun, die Wunsch-Weine in die dargebotenen Gläser zu schenken und zugleich die zahlreichen Fragen zu Anbau, Herkunft oder Besonderheiten der Tropfen zu beantworten. Wem die Probe besonders gut gemundet hatte, wollte insbesondere wissen, wo und wie er den Wein kaufen kann. Tatsächlich wäre es wohl eine gute Idee, wenn schon auf der Messe die Möglichkeit bestünde, die eine oder andere Flasche direkt mit nach Hause zu nehmen, um am Abend noch einmal nachschmecken zu können.

Unverwechselbare, charakterstarke Weine höchster Qualität

Das überwiegende Urteil der Besucher: Die Weinproben offenbarten das Engagement der Winzer, unverwechselbare, charakterstarke Weine höchster Qualität zu erzeugen.

Mit der großen Bandbreite der zur Verkostung präsentierten Weinsorten, beherrscht vom König der Weißweine, dem Riesling, über die verschiedenen Burgundersorten, Chardonnay, Scheurebe bis hin zu Muskateller, Kerner und Dornfelder konnte wahrlich jeder Weinfreund auf seine Kosten kommen und trocken, lieblich, fruchtig und aromatisch genießen.

BSB

Volker Wissing favorisiert keine bestimmteWeinsorte. Sein Motto: Jede zur passenden Gelegenheit.

Volker Wissing favorisiert keine bestimmte Weinsorte. Sein Motto: Jede zur passenden Gelegenheit.

Josef Oster (MdB) und Landrat Frank Puchtler (re.) nutztendie Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen.

Josef Oster (MdB) und Landrat Frank Puchtler (re.) nutzten die Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen.

Die Weinköniginnen wurden durch Minister Volker Wissing und Ökonomierat Norbert Schindler im Kurfürstlichen Schloss begrüßt. Fotos: BSB

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Rund um´s Haus
Essen auf Rädern
Anzeige "Rund ums Haus"
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Rund ums Haus
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
30

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2256

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Oster-Anzeige
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Anlagenmechaniker
fit für`s Alter?
Rund ums Haus
SB Standesamt
Stellenanzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Stellenanzeige
Stellenanzeige Kita