Allgemeine Berichte | 10.09.2017, 08:45 Uhr

Feuerwehrübung auf Deponie Linkenbach

Ernstfall erfolgreich geprobt

Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Böcking: „Wir haben unser Übungsziel erreicht“

Beobachtet wurde der Einsatz von dem Puderbacher Wehrleiter Dirk Kuhl (Mitte), dem Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Böcking (rechts) und dem ersten Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach. privat

Linkenbach. Auf der Abfalldeponie Linkenbach und der dort befindlichen Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) stand eine Großübung der Feuerwehren aus dem Umkreis an. Die Abfallwirtschaft des Kreises Neuwied hat in den letzten Jahren dort rund 13 Millionen Euro investiert. Dadurch hatte sich vor allem baulich einiges verändert. So war für den ersten Kreisbeigeordneten und Abfallwirtschaftsdezernenten Achim Hallerbach und die betroffenen Feuerwehren klar, dass zur Verbesserung der Ortskenntnis dort wieder einmal ein Einsatzszenario geübt werden musste. Achim Hallerbach erklärte: „Im Ernstfall ist es wichtig, dass die Örtlichkeiten möglichst vielen Wehrleuten aus eigener Anschauung bekannt sind.“ So hatte sich die Wehrleitung in Zusammenarbeit mit der Deponie folgendes Szenario ausgedacht: In der Anlieferungshalle war es zu einer Explosion gekommen, ein Brand entstand. Der Fahrer des Radladers in der Halle und ein weiterer Mitarbeiter werden vermisst. Auf dem Hallendach war zum Zeitpunkt der Explosion ein Dachdecker bei der Arbeit. Er liegt regungslos am Rande des Daches.

Die Alarmierung erfolgte real über die Leitstelle Montabaur, die mitteilte, dass die Brandmeldeanlage ausgelöst habe. Der Alarm ging bei den Feuerwehren Puderbach, Raubach und Oberraden-Straßenhaus ein. Vom Einsatzleiter vor Ort wurde noch die Feuerwehr Dernbach nachalarmiert, ebenso die Atemschutzwerkstatt des Kirchspiels Anhausen. Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte hieß es, als erstes die Menschenrettung zu vollziehen. Wehrleute drangen unter Atemschutz zuerst in die Anlieferungshalle ein und durchsuchten sie. Den Fahrer des Radladers fanden sie in Schockstarre auf seinem Radlader. Eine zweite Person lag hinter einem Container.

Zeitgleich wurde draußen die Hubarbeitsbühne der Feuerwehr Puderbach in Stellung gebracht. Auf dem Korb wurde die Trage montiert und dann fuhren zwei Wehrleute unter Atemschutz in die Höhe und retteten den Dachdecker, der mittels Puppe dargestellt wurde. Parallel zu den Rettungsmaßnahmen wurde die Wasserversorgung aufgebaut, denn es hieß ja auch noch den Brand zu bekämpfen. Damit die Flammen sich nicht weiter ausbreiten, wurde eine sogenannte Riegelstellung mit Wasser eingerichtet.

Insgesamt waren an dem Abend rund 60 Wehrleute im Einsatz. Beobachtet wurde der Einsatz von dem Puderbacher Wehrleiter Dirk Kuhl, dem Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Böcking und dem ersten Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach. Nach einer ersten kurzen Lagebesprechung sagte Werner Böcking: „Wir haben unser Übungsziel erreicht. Die Zusammenarbeit der einzelnen Wehren hat sehr gut funktioniert.“ Achim Hallerbach ergänzte: „Wir hoffen, dass nie der Ernstfall eintritt. Man muss aber auch wissen, dass wir hier auf der Deponie mit Materialien arbeiten, die eine hohe Brandlast aufweisen. Wenn regelmäßig geübt wird, hat man auch eine gute Prävention für den Ernstfall.“

Achim Hallerbach dankte im Anschluss den Kameraden für ihren Einsatz, dem sich auch Werner Böcking und Dirk Kuhl anschlossen. „Es war zu sehen, dass dies nicht die erste gemeinsame Übung und der erste gemeinsame Einsatz war“, meinte Dirk Kuhl an die Wehrleute gerichtet. Nach einem kleinen Imbiss ging es heim in die Feuerwehrhäuser, um die Gerätschaften wieder bereit für den nächsten Einsatz zu machen. Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

Beobachtet wurde der Einsatz von dem Puderbacher Wehrleiter Dirk Kuhl (Mitte), dem Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Böcking (rechts) und dem ersten Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Magazin Rheinbacher Ausbildungsmesse
Messezeitung Rheinbacher Ausbildungsmesse
Jobmesse Nürburgring
Empfohlene Artikel
Foto: VG Mendig
15

Am Freitag, dem 04.09. trafen sich Mitglieder des Gemeinderates, der Verbandsgemeindebürgermeister und Mitarbeiterinnen der Kreisverwaltung am Verkehrsknotenpunkt „Bermudadreieck“ mit Staatssekretär Markus Wolf. Auf Initiative der Landtagsabgeordneten Annette Moesta, die ebenfalls diesem Termin bewohnte, wiesen wir nochmals auf die dringende und notwendige Erneuerung des Kreuzungsbereiches hin.

Weiterlesen

Notarsprechtag
3

Notar Dr. Florian Spitzer aus Linz am Rhein bietet an jedem zweiten und vierten Donnerstag im Monat in der Zeit von 16.00 bis 18.30 Uhr einen Notarsprechtag im Zimmer 0.04 der Verbandsgemeindeverwaltung an. Um vorherige Vereinbarung eines Termins unter Tel.(0 26 44) 20 04 (Büro Dr. Spitzer) wird gebeten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Ramersbacher Straße in Ahrweiler.  Foto: ROB
2123

Im Bereich der Ramersbacher Straße wird gebaut:

Ahrweiler: Vollsperrung bis Sommer 2027

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die städtische Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) beginnt in der Ramersbacher Straße in Ahrweiler bald eine umfassende Kanalbaumaßnahme. Dabei werden der Regen- und Schmutzwasserkanal sowie Hausanschlüsse erneuert bzw. saniert.

Weiterlesen

Die Ahr in Kreuzberg im Sommer 2026. Foto: ROB
660

Friedrich Merz erteilte der Finanzierung der Regenrückhaltebecken über den Wiederaufbaufonds eine Absage:

Rückhaltebecken-Finanzierung: Große Enttäuschung im Ahrtal

Kreis Ahrweiler. Bundeskanzler Friedrich Merz hat schriftlich auf den gemeinsamen Brief der Landkreise Euskirchen, Vulkaneifel und Ahrweiler zur Finanzierung der Hochwasserrückhaltebecken aus Mitteln des Aufbauhilfefonds (siehe gemeinsame Pressemeldung vom 17. Juni 2026) geantwortet. In seinem Antwortschreiben werden verschiedene Gründe angeführt, aus denen die vom den Kreisen vorgeschlagene Verwendung der Mittel des Wiederaufbaufonds aus Sicht des Bundes nicht möglich sei.

Weiterlesen

Symbolbild
648

Die Übertragung erfolgt über Insekten - verstorbenes Pferd war infiziert

Shamonda-Virus breitet sich in Deutschland aus: Kreis Mayen-Koblenz betroffen

Kreis MYK. Das Shamonda-Virus (SHAV) hat sich in verschiedenen Regionen Deutschlands ausgebreitet und wurde auch im Landkreis Mayen-Koblenz bei Rindern nachgewiesen. Neben Rindern sind auch andere Tierarten wie Pferde, Schafe, Ziegen und Kameliden, darunter Lamas und Alpakas, empfänglich für das Virus, das durch Insekten übertragen wird. Aufgrund der aktuellen Situation informiert das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz die Tierhalter und rät zu Schutzmaßnahmen.

Weiterlesen