Die Übertragung erfolgt über Insekten - verstorbenes Pferd war infiziert
Shamonda-Virus breitet sich in Deutschland aus: Kreis Mayen-Koblenz betroffen
Kreis MYK. Das Shamonda-Virus (SHAV) hat sich in verschiedenen Regionen Deutschlands ausgebreitet und wurde auch im Landkreis Mayen-Koblenz bei Rindern nachgewiesen. Neben Rindern sind auch andere Tierarten wie Pferde, Schafe, Ziegen und Kameliden, darunter Lamas und Alpakas, empfänglich für das Virus, das durch Insekten übertragen wird. Aufgrund der aktuellen Situation informiert das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz die Tierhalter und rät zu Schutzmaßnahmen.
Erstmals wurde das Virus Anfang August 2026 in Deutschland bei Rindern entdeckt. Mittlerweile gibt es Nachweise in mehreren Regionen. Ein Pferd aus Rheinland-Pfalz, das am 31. August 2026 verstarb, war ebenfalls infiziert und zeigte zuvor neurologische Störungen. Ein weiteres infiziertes Alpaka konnte sich erholen, während Infektionen auch bei Schafen und Ziegen festgestellt wurden. Die Auswirkungen der Infektion und die Krankheitsverläufe variieren bei den unterschiedlichen Tierarten und werden weiter erforscht.
Das Shamonda-Virus wird durch blutsaugende Gnitzen übertragen, und eine vollständige Vermeidung der Infektion ist derzeit nicht möglich. Für Menschen besteht nach aktuellem Wissenstand kein relevantes Infektionsrisiko. Tierhalter können das Risiko einer Infektion jedoch durch Schutzmaßnahmen gegen Gnitzen verringern. Dazu gehören der Einsatz geeigneter Repellentien, das Meiden gnitzenreicher Gebiete, saubere Tränken sowie der Aufenthalt der Tiere während der Dämmerung und Nacht im Stall. Fliegen- und Ekzemerdecken, Fliegenmasken sowie Insektenschutzgitter können je nach Tierart und Haltungsform ebenfalls sinnvoll sein.
Die Nutztierhalter im Landkreis wurden bereits per E-Mail-Newsletter über die häufigsten Symptome und Verlaufsformen der Erkrankung bei den jeweiligen Tierarten informiert. Bei Verdacht auf das Virus wird geraten, umgehend eine Tierärztin oder einen Tierarzt zu kontaktieren. Das Veterinäramt verfolgt die weitere Entwicklung aufmerksam und bewertet kontinuierlich die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Für Rückfragen steht Nina Friese telefonisch unter der Nummer 0261/108-705 zur Verfügung. Schriftliche Anfragen können per E-Mail an das Postfach Veterinaerdienst@kvmyk.de gerichtet werden. BA
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