Allgemeine Berichte | 11.12.2020, 10:52 Uhr

Die Stadt Koblenz informiert

Eröffnung des Stadtbalkons der Feste Franz wird auf Sommer verschoben

Mit Stahlbeton wurden im September Teile des zerstörten Kriegspulvermagazins rekonstruiert. Ein neuer Notausstieg ermöglicht später eine Öffnung für Besucher.Fotos: Stadt Koblenz
181

Koblenz. Die feierliche Eröffnung des Festungsparks Kaiser Franz in Lützel verschiebt sich um voraussichtlich ein halbes Jahr. Eigentlich wollte der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen das neu gestaltete Areal zum Ende des Jahres an die Bevölkerung übergeben. Doch die Bauarbeiten haben sich Corona-bedingt verzögert. Nun können sich die Koblenzer auf einen Blick vom Stadtbalkon im Sommer 2021 freuen.

Um Abstand zu halten, arbeiteten in den vergangenen Monaten immer nur wenige Menschen gleichzeitig auf der Baustelle. Zusätzlich verzögert wurde die Fertigstellung durch die Bodenbeschaffenheit: So erschwerte massiver Felsen den Bau eines Notausstiegs, der benötigt wird, um das Kriegspulvermagazin später für Besucher öffnen zu können. An schlecht zugänglichen Stellen musste das Gestein teilweise mit der Hand weggestemmt werden. Wegen der Verzögerungen hat der Eigenbetrieb einen Verlängerungsantrag beim Fördergeber, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, beantragt.

Seit Beginn der Bauarbeiten hat sich viel getan: Die gesprengten Teile des überraschend entdeckten Kriegspulvermagazins wurden rekonstruiert. Der Nachbau erfolgte in Abstimmung mit der Denkmalpflege in Stahlbeton. Demnächst werden die offen gelegten Bereiche wieder zugeschüttet und vorsichtig lagenweise verdichtet, um das unterirdische Bauwerk nicht zu beschädigen. Dann gehen die Arbeiten am eigentlichen Festungspark weiter. Es folgen die Bodenmodellierung, die Einsaat der künftigen Wiesen und die Pflanzung der Bäume. Die Wegeverläufe des neuen Parks sind größtenteils fertig. Es fehlen jedoch noch die Treppen vom Festungspark herunter zur Poterne und zur Brüstungsmauer mit dem neuen Stadtbalkon.

Parallel laufen die Arbeiten am Festungshang weiter. Der Bewuchs im Bereich unterhalb der Poterne wurde bereits im Frühjahr entfernt, nun erfolgt der Freischnitt der 30 Meter hohen Felswand mit Ausmauerungen zum Kehlturm. Industriekletterer entfernen hier komplett alle Pflanzen, um Schänden an der Wand besser begutachten zu können. Das städtische Vermessungsamt setzt eine Drohne ein, um sogenannte photogrammetrische Aufnahmen zu bekommen. Gemeinsam mit Geotechnikern und Statikern wird dann eine Schadenskartierung erstellt.

Auch ein Antrag auf weitere Förderung des Ausbaus der Großfestung Koblenz ist bereits beim Bund gestellt: Die Stadt Koblenz hofft auf Zuschüsse für die Instandsetzung der Poterne. Der überbaute Gang der Festung soll später als Eingang vom Quartier in den Festungspark dienen. Voruntersuchungen durch ein Team aus Freiraumplanern, Objektplanern und Statikern laufen bereits. Damit das Bauwerk für die Voruntersuchung gefahrenfrei betreten werden kann, wird zeitweise unterhalb der Poterne ein Gerüst aufgestellt und eine Notsicherung installiert. Weitergehen soll es auch mit der Instandsetzung des Forts Asterstein. Ein Förderantrag für die Ausarbeitung einer konkreten Planung ist gestellt. Der Antrag umfasst auch den Bau eines neuen Erschließungsweges zum Fort. Auf ihm sollen künftig Baufahrzeuge vom Kolonnenweg in das Fort gelangen und somit der Weg freigemacht werden für eine spätere kulturelle Nutzung des Festungsbauwerkes mit dem umliegenden Festungspark.

Pressemitteilung der

Stadt Koblenz

Derzeit werden die Schäden der Feste Kaiser Franz an der 30 Meter hohen Felswand mit Ausmauerungen zum Kehlturm kartiert.

Derzeit werden die Schäden der Feste Kaiser Franz an der 30 Meter hohen Felswand mit Ausmauerungen zum Kehlturm kartiert.

Mit Stahlbeton wurden im September Teile des zerstörten Kriegspulvermagazins rekonstruiert. Ein neuer Notausstieg ermöglicht später eine Öffnung für Besucher.Fotos: Stadt Koblenz

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Mit Unterstützung der BUGA-Freunde Koblenz haben die Stadtgärtner drei Beete in Lützel und Stolzenfels mit den Staudenmischungen der Bundesgartenschau 2026 bepflanzt.
24

Die bevorstehende Bundesgartenschau 2029 wirft bereits ihre Schatten voraus, und in Koblenz zeigt sich der eigens für das Obere Mittelrheintal entwickelte BUGA-Staudenmix in ersten Pflanzungen. Der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen hat in den Stadtteilen Lützel und Stolzenfels drei Flächen neu gestaltet und dabei wertvolle Unterstützung vom Staudenteam der Freunde der Bundesgartenschau Koblenz e.

Weiterlesen

Brandneue XXL-Lebendfalle – liebevoll „lange Liesel“ genannt.
43

Nach 4 Wochen bangen Wartens und kilometerweiten Tagesdistanzen der Hündin konnte die clevere Dackelmischlingshündin Lotte nur 1 Woche nach dem Einschalten der Hundesuchhilfe Saving Paws Vulkaneifel, Südeifel und Umgebung von den Spezialisten gesichert werden. Der erste Einsatz für die neue, zusätzliche XXL-Lebendfalle endet mit einem emotionalen Happy End und einer ganz besonderen Überraschung. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Olivenbäume im Ahrtal.
62

Olivenbäume zwischen Weinbergen, auf landwirtschaftlichen Flächen und in privaten Gärten: Was zunächst ungewöhnlich klingt, ist im Ahrtal längst keine reine Zukunftsvision mehr. Und dies dank des Oliven-Experten Oliver Heimermann. Seit mehr als 15 Jahren experimentiert er mit dem Anbau der mediterranen Pflanzen. Nun soll aus den bisherigen Erfahrungen eine gemeinsame Initiative entstehen. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Stellenanzeige Technische Betriebsleitung
Innovatives aus Andernach
Rednerböötche
Anzeige zu Video "Betrugsmaschen: So erkennst und schützt du dich!"
125-jähriges Jubiläum - Aktionsanzeige
Weitere Artikel
Symbolbild
5690

A61 ab November mit Einschränkungen

Ab dem 09.11.: Einspurige A61 - Fahrzeit einplanen

Sinzig. Die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes plant umfangreiche Gehölzpflegearbeiten auf der A61 zwischen dem Autobahndreieck Sinzig und der Anschlussstelle Niederzissen in Richtung Koblenz/Ludwigshafen.

Weiterlesen