Brauchtum in Queckenberg wurde wiederbelebt
Erste Kirmes unter neuer Regie
Queckenberg. Die Idee einen Brauchtumsverein zu gründen kam auf einer Geburtstagsfeier im letzten Jahr in Rheinbach-Loch.
Es ging in der Diskussion um den Kirmesbrauch in der Gemeinde Loch und Queckenberg, der zu sterben drohte. Damals waren es vier Mitstreiter, die alle in Loch wohnten. Und die Vorsitzende des zu gründenden Vereins stand schon fest. Else Eichen wurde zur ersten Vorsitzenden des Brauchtumsvereins Loch e.V. gewählt. Dieser Verein ist einzig und allein dafür gegründet worden, um die Kirmes im Ort traditionell durch zuführen. In der Vergangenheit hatte es ab und an schon mal Kirmesfeste gegeben, die von den Junggesellen durchgeführt wurden. Vielfach passte der Termin nicht. Mittlerweile sind es 20 Mitstreiter, die dem Brauchtumsverein Loch e.V. angehören. Zum engeren Kreis um Else Eichen gehören Petra Bung, Günter Eichen, Ralf Becker, Manuela Becker, Jürgen Bung, Britta Wirtz, und Guido Rich, die aktiv im Verein tätig sind. So galt es am vergangenen Wochenende, das erste Kirmesfest unter neuer Regie auf die Beine zu stellen. In Begleitung der Vicheltaler Blasmusik wurde der Kirmespaias von den Vereinsmitgliedern zur festlich geschmückten Madbachhalle in Queckenberg gebracht. Hier ging es dann zünftig zur Sache. Für die gute Stimmung sorgte Gottfried Kalenberg (Götti) von den Kalauern, der die gut gefüllte Halle mit schmissiger Musik aufmischte. Bis spät in die Nacht konnte getanzt werden. Für die kleinen Kirmesanhänger gab es ab Sonntagmittags einen Kinderflohmarkt in der Madbach-Halle. Wer Hunger auf Süßes hatte, der wurde von den Frauen des Vereins bei einer Tasse Kaffee mit einer großen Auswahl an selbstgebackenem Kuchen bewirtet. „Für unsere erste Kirmes unter unserer Regie sind wir sehr zufrieden. Ein toller Samstag mit vielen Gästen und eine tolle Stimmung in der Halle haben uns ermutigt, auch nächstes Jahr wieder die Kirmes aus zurichten“, freute sich die Vorsitzende des Brauchtumsvereins, Else Eichen, über die gute Resonanz. Am Sonntag wurde über den Kirmespaias Gericht gehalten und dieser verurteilt. Die Vollstreckung des Todesurteils wurde durch Verbrennen unter Beteiligung der Bevölkerung durchgeführt.
