Allgemeine Berichte | 03.07.2018

Autobahnraststätte Brohltal-Ost übernimmt Vorreiterrolle

Erste Ultraschnellladestation an deutschen Autobahnen in Betrieb genommen

Birgitta Worringen (BMVI), Dr. Michael Hajesch (CEO IONITY), Minister Dr. Volker Wissing und Peter Markus Löw (Tank & Rast) beim ersten Ladevorgang an der neuen Ultraschnellladestation an der Raststätte Brohltal-Ost.

Niederzissen. Tank & Rast ist ein zentraler Mobilitätspartner auf der Autobahn. Deshalb ist die Förderung der Elektromobilität für das Unternehmen eine Investition in die Zukunft.

Damit mit dem Elektroauto auch große Strecken ohne größere Ladezeiten bewältigt werden können, ist der Ausbau des Netzes der Ladestationen dringend erforderlich. Auch an den deutschen Autobahnen ist ein Ausbau dringend erforderlich. Tank & Rast hat in einer ersten Ausbaustufe gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und weiteren Partnern das größte zusammenhängende Schnellladenetz in Deutschland geschaffen, ausgelegt auf Ladeleistungen von 50 kW bis 150 kW. Mit inzwischen über 300 Schnellladestationen bietet man den Kunden somit bereits heute eine langstreckentaugliche E-Ladeinfrastruktur, die konsequent weiter ergänzt und verdichtet wird.

Inbetriebnahme der Ultraschnellladestation

Gemeinsam mit dem BMVI, dem Verkehrsminister von Rheinland-Pfalz Dr. Volker Wissing sowie dem Kooperationspartner IONITY nahm Tank & Rast an der Tank- und Raststätte Brohltal-Ost am vergangenen Freitag, 29. Juni erstmalig die leistungsstärksten Ultraschnellladestationen mit sechs Ladesäulen entlang der deutschen Autobahnen in Be-trieb. Diese bieten eine Ladeleistung von bis zu 350 kW. Brohltal-Ost an der A 61 ist damit der erste deutsche Standort des High-Power-Charging-Netzes (HPC), das IONITY bis zum Jahr 2020 an rund 400 Standorten in ganz Europa errichten wird.

80 weitere Standorte werden noch in Betrieb genommen

An rund 80 weiteren Standorten von Tank & Rast errichtet IONITY in Kooperation mit Tank & Rast weitere Ultraschnellladestationen mit bis zu 350 kW (alle mit sechs Ladesäulen ausgerüstet). Tank & Rast nimmt damit die zweite Ausbaustufe einer leistungsstarken Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge an deutschen Autobahnen in Angriff. Der voranschreitende Ausbau modernster E-Ladetechnologie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem BMVI, den zuständigen Landesbehörden und den Partner aus der Wirtschaft.

„Wir leisten mit unserem großen Engagement beim Ausbau der Ladeinfrastruktur und inzwischen über 300 Ladestationen auf der Autobahn einen wesentlichen Beitrag für die steigende Akzeptanz der Elektromobilität in Deutschland. Wir stellen mit unserem Netz sicher, dass die Kunden ihre Fahrzeuge an der Autobahn überall laden können“, erklärte Peter Markus Löw, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Tank & Rast Gruppe bei der Inbetriebnahme. Mehr als 1,5 Milliarden Euro habe man in den letzten Jahren investiert. Eine Investition, die nur durch die gute Zusammenarbeit mit dem BMVI und den beteiligten Behörden möglich gewesen sei.

Ausbau der Ladestationen schreitet zügig voran

„Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang der Autobahnen kommen wir heute wieder dem Ziel, mit dem E-Auto quer durch Deutschland zu fahren, ein Stück näher. Auch dank der Vereinbarung von BMVI mit der Tank & Rast GmbH schreitet der Ausbau zügig voran. Und je mehr Akteure sich am Ausbau beteiligen, desto schneller kann sich die Elektromobilität zum Standard entwickeln“, bemerkte Birgitta Worringen, Leiterin der Unterabteilung StB1 im BMVI. Es gelte, die „Reichweitenangst“ der Menschen zu beseitigen, damit auch längere Fahrten mit dem E-Auto möglich seien. Ein weiterer Anreiz zur Steigerung der E-Mobilität sei, dass E-Autos für jeden erschwinglich werden und auch Privilegien für E-Autofahrer wie z. B. eine Befreiung von der Kfz-Steuer.

E-Mobilität spielt eine wichtige Rolle

„Bei einem Schritt zum emissionsarmen Verkehr spielt die E-Mobilität eine wichtige Rolle. Die Ultraschnellladesäule hier in Brohltal-Ost birgt ein gewichtiges Argument, um E-Autos für die Verbraucher attraktiv zu machen: eine schnelle Ladezeit. Die Leute wollen keine langen Wartezeiten hinnehmen, wenn sie weit fahren wollen. Steigender Komfort beim Laden und steigende Reichweiten der Autos sind für die Akzeptanz der E-Autos entscheidend. Jede neue Ladesäule in Rheinland-Pfalz ist ein weiterer Schritt in das Zeitalter der E-Mobilität“, erklärte Dr. Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz. Bei den bisherigen Ladesäulen von 50 kW benötigt man je nach Elektroauto eine Ladezeit von bis zu 80 Minuten. An der neuen Ultraschnellladestation dagegen dauert ein Ladevorgang 15 bis 20 Minuten. „Wir haben am Standort Rheinland-Pfalz optimale Voraussetzungen“, fügte der Minister hinzu.

Auch Dr. Michael Hajesch, Managing Director von CEO IONITY war über die Inbetriebnahme der neuen Ultraschnellladestation erfreut. „Gemeinsam mit unserem Partner in Deutschland Tank & Rast vernetzen wir Europas wichtigste Verkehrskorridore und machen Elektromobilität damit langstreckentauglich“, ergänzte Dr. Hajesch.

Zur Zeit können die Nutzer ihr Fahrzeug noch kostenfrei aufladen

Für die Nutzer der Ultraschnellladestationen an der Raststätte Brohltal-Ost bietet sich dieser Tage noch ein weiterer Vorteil: Sie dürfen die Fahrzeuge kostenfrei aufladen. In den kommenden Monaten setzt dann ein Bezahlsystem an den für alle E-Autos kompatiblen Ladesäulen ein.

Die Zahl der Elektroautos auf deutschen Straßen ist derzeit noch sehr überschaubar. Nur gut ein Prozent aller in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge fahren mit Strom. Minister Wissing sieht den Hauptgrund in der bisher mangelnden Reichweite der Fahrzeuge. „Die Menschen haben Sorge, mit einem Elektroauto ein gewisses Maß an Mobilität zu verlieren“, so Wissing. Er sieht jedoch in den nächsten Jahren einen starken Anstieg der E-Autos. Positive Prognosen gingen von zehn bis fünfzehn Prozent Steigerung im Jahr 2025 aus. „Jetzt gilt es, den Leuten die nötige Lust auf Elektromobilität zu machen“, ermunterte der Minister. WK

Dr. Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in RLP, nahm offiziell die erste Ultraschnellladestation an Deutschlands Autobahnen in Betrieb. -WK-

Dr. Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in RLP, nahm offiziell die erste Ultraschnellladestation an Deutschlands Autobahnen in Betrieb. Fotos: -WK-

Birgitta Worringen (BMVI) sprach von einem weiteren Schritt gegen die „Reichweitenangst“ der E-Autofahrer.

Birgitta Worringen (BMVI) sprach von einem weiteren Schritt gegen die „Reichweitenangst“ der E-Autofahrer.

Peter Markus Löw (Tank & Rast) begrüßte bei der Inbetriebnahme der Ultraschnellladestation an der Raststätte Brohltal-Ost zahlreiche Gäste.

Peter Markus Löw (Tank & Rast) begrüßte bei der Inbetriebnahme der Ultraschnellladestation an der Raststätte Brohltal-Ost zahlreiche Gäste.

Birgitta Worringen (BMVI), Dr. Michael Hajesch (CEO IONITY), Minister Dr. Volker Wissing und Peter Markus Löw (Tank & Rast) beim ersten Ladevorgang an der neuen Ultraschnellladestation an der Raststätte Brohltal-Ost.

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