Allgemeine Berichte | 30.03.2021

Städtische Bewegungskita St. Anna

Erste Waldwoche des Jahres

Mit großem Eifer waren die Kinder bei der Arbeit. Foto: privat

Remagen. Die Kinder sind zurück in der Kita St. Anna! Nun können endlich auch wieder lange geplante, pädagogische Projekte umgesetzt werden, natürlich mit einem gut durchdachten Corona-Schutzkonzept.

Die erste Waldwoche des neuen Jahres lockte ca. 30 angemeldete Kinder und die Mitarbeiter*innen der Wald-AG nach draußen. Dabei darf der Begriff „Wald“ großzügig ausgelegt werden. Frische Luft und Lernen in der Natur müssen allerdings dabei sein. Die meisten Waldtage finden im Remagener Stadtwald statt. Doch im Jahr 2021 hat sich die Wald-AG, die aus sechs pädagogischen Fachkräften aus dem St. Anna-Team besteht, dazu ergänzend noch ein besonderes Erlebnis-Paket für die ihr anvertrauten Waldkinder überlegt.

So machte sich in der Woche ab dem 15. März täglich jeweils eine andere Kindergruppe mit ihren Erzieher*innen auf den Weg am Rhein entlang bis nach Kripp. In Kripp gibt es zwar keinen Wald, aber dort liegt der große Garten von Erzieherin Sarah Lüdemann, die auch ein Herz für Tiere hat. So freuten sich Schafe und Hühner über die Waldkinder und warteten auf Streicheleinheiten und kleine Leckerbissen.

Doch dann ging es für Groß und Klein an die Arbeit, denn ein Gartenbeet extra für die Kita St. Anna sollte zum Säen und Pflanzen aufbereitet werden. Viel Vorarbeit war schon von Frau Lüdemann geleistet worden. Sie hatte bereits ein großes Areal mit Stücken aus Baumstämmen umrandet und mit Muttererde gefüllt. Nun waren die Kinder gefordert. Das Beet sollte durch Komposterde besonders fruchtbar werden. In der Kita hatten die Kinder bereits Wünsche äußern dürfen, was sie gerne ernten möchten. Erdbeeren und Himbeeren waren klare Favoriten, aber auch Möhren und Salat stehen ganz oben auf der Wunschliste. Dass Möhren und Kartoffeln in der Erde wachsen, solches Wissen ist bei vielen Stadt-Kitakindern nicht vorauszusetzen. Hier will das St. Anna-Team anknüpfen und Kinder lebensnah erfahren lassen, wie Obst und Gemüse aus dem eigenen Beet auf ihre Teller kommen. So sollen die Kinder lernen, dass eine leckere Ernte viel Arbeit voraussetzt, dass Pflanzen gepflegt und versorgt werden müssen, um zu wachsen, dass immer wieder Unkraut gejätet werden muss und dass es in jedem Garten auch „Mitesser“ gibt wie Schnecken, Raupen und andere Tiere.

Für erfolgreiches Gärtnern ist aber auch das richtige Werkzeug erforderlich. Deshalb waren in Absprache mit Frau Kloth, der Kita-Leiterin, stabile Schaufeln gekauft worden, damit die Waldkinder ordentlich loslegen konnten. Die ließen sich nicht lange bitten und verteilten die Komposterde mit ganzer Kraft, so dass es eine Freude war, ihnen zuzuschauen.

Als Mutterboden und Komposterde gut vermischt waren, fand erstes Saatgut seinen Platz im Beet. Im Laufe der Waldwoche wurden weiße, rote und gelbe Zwiebeln gesetzt, außerdem legten die Kinder Kartoffeln in die Erde. Knoblauch, Möhren, Pastinaken, Salat und Lauch warten inzwischen auch auf Regen und wärmende Frühlingssonne. Sobald es die Witterung zulässt, sollen noch Obstbäume und -sträucher folgen.

Die Pflege des Beetes werden weiterhin die Waldkinder übernehmen. Jeden Monat, so das Konzept der Kita St. Anna, gibt es eine Waldwoche. Dann dürfen die Waldkinder schauen, was aus dem Saatgut geworden ist und ob alle Pflanzen gut wachsen und gedeihen.

„Ich freue mich schon, wenn wir alles aufessen dürfen“, so blickte ein Waldkind bereits voller Vorfreude auf den Sommer.

Doch bis zur ersten Ernte fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter, wie wir im Rheinland wissen, aber Vorfreude ist doch die schönste Freude.

Mit großem Eifer waren die Kinder bei der Arbeit. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Elke: Das ist nicht nur schade, es ist traurig, dass ein so guter Vorschlag gegen Verschwendung und auch in jeder Hinsicht sparsam ist, abgelehnt wird.
  • S. Bastian: Wurde denn mal bei MIMIKAMA recherchiert, um zu schauen, was hinter dieser Meldung steckt? Fake-Warnung! Ich kann mir nicht vorstellen, dass sogar die Polizei darauf reinfällt.
  • Dirk Nöthen: Ich kann mich Herrn Assenmacher nur vollumfänglich anschließen. Hier erwarte ich von der Politik auch im besonderen Maße die Fussgänger in diesen Bereichen mit einzubeziehen. Dirk Nöthen
  • Boomerang : Es ist doch mittlerweile allgemein bekannt das in Koblenz nichts wichtiger ist als Radwege, am besten in Autobahnbreite.
Imageanzeige
Integrationskraft
GO meets BBS Andernach
Rosenmontag
Stellenanzeige
Karneval in Bad Bodendorf
Rosenmontagszug in Brohl
Experten für Recht/Steuern/Versicherungen
Empfohlene Artikel

Kalenborn. Der JGDV Kalenborn plant im Rahmen der kommenden Kirmes eine besondere Beamer-Präsentation mit historischen Bildern aus dem Vereinsleben. Hierfür werden alte Fotografien aus früheren Zeiten gesucht – insbesondere Aufnahmen vom JGDV Kalenborn e.V. sowie vom JGV Kalenborn e.V.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Kolping-Karneval 2026

Ein närrisches Spektakel

Lahnstein. „Kolping sagt es Groß und Klein: Es ist schön, ein Narr zu sein“. So lautet das Motto des öffentlichen Kolping-Karnevals am Schwerdonnerstag, 12. Februar 2026 ab 19.11 Uhr im Pfarrzentrum am Europaplatz.

Weiterlesen

Helfende Hände gesucht
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Physiotherapeut/in (m/w/d)
Stellenanzeige IT Administrator
Kooperationsgeschäft
Go meets BBS Andernach
Anzeige Messe Go
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Januar 2026
Pflegefachkräfte in der Tagespflege(w/m/d)
Anzeige Andernach Mitte Card
Stellenanzeige Bereich Bezirksleitung Mayen
Imageanzeige (Januar)
Karneval in Bad Bodendorf
Anzeige SALE
Stellenanzeige Jugendpfleger/in u. Azubi Kauffrau Tourismus
Lossprechungsfeier der KFZ Innung Ahrweiler
Rosenmontag in Brohl