Allgemeine Berichte | 21.05.2021

Bischof Ackermann spendet Diakonen- und Priesterweihe in Schönstatt

„Erwählung – Hingabe – Freude“

Ein Gruppenbild der Neugeweihten mit Bischof Ackermann und den Hauptzelebranten vor der Pilgerkirche. Fotos: Brehm

Vallendar. „Hier bin ich“, so hallte es am Nachmittag des 9. Mai 2021 zweimal durch die Pilgerkirche in Schönstatt, Vallendar. Es sind Jakob Busch aus Langenberg im Kreis Gütersloh und Diakon Johannes Oelinghoff aus Gießen, die in diesem Moment von Pater Theo Breitinger, Provinzial der Sion-Provinz der Schönstatt-Patres, dem Ortsbischof Dr. Stephan Ackermann als Weihekandidaten zur Diakonen- und zur Priesterweihe vorgestellt werden. Ackermann freut sich, erstmals zu einer Weihefeier in Schönstatt zu sein. Er betont, dass dann, wenn sowohl eine Diakonen- wie auch eine Priesterweihe in derselben Feier stattfänden, besonders eindrücklich sichtbar werde, wie diese beiden Dienste der Kirche, Vollmacht und Liebe, innerlich zusammenhängen. In seiner Predigt greift Bischof Ackermann aus dem Evangelium zum 6. Sonntag nach Ostern aus Jesu Abschiedsreden (Joh15,9-17) drei Worte heraus, die im Hinblick auf diese Diakonen- und Priesterweihe Bedeutung hätten: Erwählung – Hingabe – Freude. Im Anschluss an Wortgottesdienst und Predigt schließen sich die beeindruckenden Weihehandlungen an. Nacheinander treten die Kandidaten vor den Bischof und sagen ihr Ja zur freiwilligen Ehelosigkeit, zum Dienst am Wort Gottes und an den Menschen, zum Gehorsam den Oberen gegenüber und zum regelmäßigen Gebet. Während der von der Musikgruppe eindrücklich gesungenen Anrufung aller Heiligen liegen die beiden Weihekandidaten ausgestreckt auf dem Boden vor dem Altar. Damit drücken sie aus, dass sie bereit sind, sich Gott ganz zu übereignen. Der Bischof legt, so wie es nach biblischem Zeugnis schon die Apostel getan haben, den Kandidaten schweigend die Hände auf den Kopf und überträgt ihnen, verbunden mit einem Weihegebet, das Amt des Diakons bzw. des Priesters. Jakob Busch erhält als äußeren Ausdruck für sein Diakonenamt zum liturgischen Gewand die Querstola. Die Übergabe des Evangelienbuches ist Zeichen für seine Aufgabe, das Wort Gottes in der Liturgie und im Leben zu verkünden. Nach der Handauflegung auch durch die anderen Hauptzelebranten erhält Johannes Oelighoff die priesterlichen Gewänder Stola und Kasel. Bischof Ackermann salbt die Hände des Neupriesters mit Chrisam und bittet Gott dabei, ihn zu stärken in seinem Dienst. Die Eltern des Neupriesters bringen die Hostienschale mit Brot und den Kelch mit Wein, die der Bischof Pater Oelighoff mit den Worten überreicht: „Empfange die Gaben des Volkes für die Feier des Opfers. Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes.“ Dann umarmt der Bischof die Neugeweihten und bestätigt mit diesem brüderlichen Zeichen ihre Aufnahme in das neue Amt. „Es ist für uns eine große Freude, dass gerade in dieser schwierigen Umbruchsphase der Kirche in unserem Land zwei unserer jungen Mitbrüder diesen entscheidenden Schritt in ihrem Leben vollziehen und sich damit mit all ihren Kräften ganz in den Dienst Christi und der Kirche stellen“, macht Pater Theo Breitinger deutlich. „Wir sind zugleich auch sehr dankbar, dass der Trierer Ortsbischof Stephan Ackermann in dieser Zeit nach Schönstatt gekommen ist und unseren Mitbrüdern die Priester- und Diakonenweihe erteilt hat.“ Johannes Oelighoff stammt aus Gießen und hat über die Schönstatt-Mannesjugend (SMJ) die Schönstatt-Bewegung kennengelernt. Nach dem Abitur entschied er sich für das Projekt Lebensschule in München und studierte dort vier Semester Theologie. Anschließend brach er nach Chile auf, um dort ein freiwilliges soziales Jahr zu absolvieren. Ende 2013 begann er sein Noviziat in Schönstatt, Vallendar. Nach dem Studium und einem weiteren Jahr in Chile während eines Praktikums innerhalb der Gemeinschaft der Schönstatt-Patres, wurde er im Jahr 2020 zum Diakon geweiht. Pastorale Erfahrungen sammelte er in den letzten eineinhalb Jahren in der Pfarrei in Eislingen/Fils, wo er nach seiner Priesterweihe weiter bis zum Sommer tätig sein wird. Jakob Busch wuchs in Langenberg im Kreis Gütersloh auf. Durch die Schönstatt-Familienbewegung kam er bereits früh in Kontakt mit Schönstatt. Nach dem Abitur zog es ihn für einen zweijährigen Freiwilligendienst nach Mexiko. Zurück in Deutschland zog er für das Theologie-Studium nach München. Gemeinsam mit Johannes und sechs weiteren Mitbrüdern begann er das Noviziat in Schönstatt, Vallendar. 2015 nahm er sein Theologiestudium in München wieder auf, das er im vergangenen Sommer abschloss. Zwischenzeitlich absolvierte er ein einjähriges Praktikum in der SMJ Freiburg. In der Vorbereitung auf seine Diakonenweihe arbeitet er seit September in der Klinikseelsorge in München. Die Schönstatt-Patres wirken als katholische Priestergemeinschaft in der Mitte der weltweiten Schönstatt-Bewegung für ein lebendiges Christentum. Als Seelsorger ist ihnen wichtig, was Menschen bewegt und wie ihr Leben zur Entfaltung kommen kann. Mit ihnen schauen sie nach Gottes Spuren und wollen Wegbegleiter zum Glauben sein. Dabei ist ihre Gemeinschaft ihr Zuhause. Als Brüder unter Brüdern teilen sie das Leben, wachsen aneinander und geben sich gegenseitig Halt. Weltweit gehören mehr als 300 Patres und etwa 150 Mitbrüder in Ausbildung zur Gemeinschaft.

Pressemitteilung Heinrich Brehm,

PressOffice Schönstatt

Bischof Dr. Stephan Ackermann, Trier, weiht Jakob Busch aus der Gemeinschaft der Schönstatt-Patres zum Diakon.

Bischof Dr. Stephan Ackermann, Trier, weiht Jakob Busch aus der Gemeinschaft der Schönstatt-Patres zum Diakon.

Jakob Busch vor der Diakonenweihe (hinten) und Johannes Oelighoff vor der Priesterweihe.

Jakob Busch vor der Diakonenweihe (hinten) und Johannes Oelighoff vor der Priesterweihe.

Diakon Johannes Oelighoff wird von Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Priester geweiht.

Diakon Johannes Oelighoff wird von Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Priester geweiht.

Ein Gruppenbild der Neugeweihten mit Bischof Ackermann und den Hauptzelebranten vor der Pilgerkirche. Fotos: Brehm

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