50000 zusätzliche Stellen in der Pflege notwendig
Erwin Rüddel ist unglaubwürdig
Neuwied. Zu der Pressemitteilung des MdB Rüddel in der Blick-Ausgabe vom 4. Juli fällt mir, kurz gesagt, nur ein: zu spät, zu wenig, falsch. Länger gesagt: Es ist schon erstaunlich, mit welcher Bigotterie Herr Rüddel sich im Krankenhaus Linz vor Pflegekräften äußert. Im weiteren Verlauf der Pressemitteilung zeigt Herr Rüddel dann sein, beziehungsweise DAS wahre Gesicht der deutschen Gesundheitspolitik. Er versteckt sich hinter politisch-wirtschaftlich-formaljuristischen Argumenten und vergisst dabei folgendes zu erwähnen: Er und seine Partei sind verantwortlich dafür, dass die Argumente und Hilferufe der Pflegenden in den letzten 25 Jahren ungehört verhallt sind. BWLer wie er sind Schuld daran, dass in den letzten Jahrzehnten die Mär die Runde machte, mit Kliniken und Pflegeeinrichtungen sei Geld zu verdienen. Das ist schlicht falsch! Menschen sollen gesund werden oder ihre Lebensqualität soll gut sein, sonst nichts. Von der Feuerwehr oder von Gerichten wird auch nicht erwartet, dass sie Gewinn erwirtschaften. Vor einem halben Jahr noch sagte Herr Rüddel, die Pflegekräfte seien selbst schuld an ihrer Situation, weil sie ihre Tätigkeit "schlecht reden" - eine Unverschämtheit von diesem BWL-Politiker. Befreien Sie die Kliniken und Pflegeeinrichtungen von dem kommerziellen Druck und uns von Ihrem scheinheiligen Gerede, Herr Rüddel. Danke!
