Sinfonisches Orchester „Tomburg Winds“ hofft auf Unterstützung
„Es geht allein um die Musik und unsere Kinder“
Rheinbach. Mit einem Appell an Politik und Verwaltung, sich für den Fortbestand des Sinfonischen Blasorchesters „Tomburg Winds“ der Volkshochschule Rheinbach-Meckenheim-Swisttal einzusetzen, hat Orchesterleiter Adi Becker darauf reagiert, dass die „Tomburg Winds“ nicht mehr zum Aufgabenbereich von Claus Kratzenberg gehören, dem Leiter Bereich Musik in der VHS. Kratzenberg war bislang auch für das renommierte Orchester zuständig und stv. künstlerischer Leiter des Orchesters. Er hat die „Tomburg Winds“ mit aufgebaut und tatkräftig unterstützt.
Kritik an der Bekanntgabe der personellen Veränderungen am Ende des ausverkauften Frühjahrskonzerts im Rheinbacher Stadttheater weist Becker zurück. „Die Abberufung unseres wichtigsten Förderers trifft das gesamte Orchester“, so Becker. „Hätten wir dies verschwiegen, hätten uns umgekehrt die Eltern und alle Freunde des Orchesters mit Recht den Vorwurf gemacht, eine wichtige Information zu verschweigen.“ Allerdings ist es in der Berichterstattung zu Fehlern gekommen. So hat Becker in seiner kurzen Ansprache zur Abberufung seines stv. künstlerischen Leiters keineswegs behauptet, Kratzenberg sei als Leiter der Musikschule abberufen worden.
Dass Kratzenberg nicht mehr stv. künstlerischer Leiter der Tomburg Winds ist, treffe das Orchester, in dem mehr als 100 Jugendliche musizieren und sich erfolgreich an internationalen Musikwettbewerben beteiligen, ganz erheblich. „Da Claus Kratzenberg als stv. künstlerischer Leiter auch einen Teil der Proben mit dem Orchester übernommen hat und kein adäquater Vertreter zur Verfügung steht, kann die hohe künstlerische Qualität des Orchesters in dieser Form nicht aufrecht erhalten werden“, so Dirigent Adi Becker. „Darüber hinaus muss befürchtet werden, dass die Existenz des gesamten Projekts „Tomburg Winds“ gefährdet ist. Die Information der Öffentlichkeit und der betroffenen Eltern und Förderer war gerade in dieser Situation notwendig, fair und alles andere als unanständig.“
Hoffnung auf Unterstützung
Becker hofft, dass es schon bald konstruktive Gespräche über den Fortbestand der „Tomburg Winds“ geben wird. „Im Interesse der Kinder und Jugendlichen, die in den „Tomburg Winds“ musizieren und dadurch eine große Förderung auf allen Ebenen erhalten, möchte ich alle Verantwortlichen um Hilfe für unsere Situation bitten und auffordern, über eine gemeinsame Arbeit für den Fortbestand des Orchesterprojektes nachzudenken. Es geht allein um die Musik und um unsere Kinder.“
Adi Becker, Leiter des
Sinfonischen Blasorchesters „Tomburg Winds“
