Allgemeine Berichte | 02.07.2021

Nette, Mayener Originale und Anderes ist schon ein „Renner“

Esch hann mir jedaacht – wenn net ewail, wann dann ?

Margret Müller hat in ihrem neuen Buchwerk viele schöne Erinnerungen zu Papier gebracht

Das Mayener Mädchen Margret Müller, an ihrem Pendant aus Stein, dem leewe Mayna Mädcha. Fotos: BS

Mayen. Den Wunsch von Margret Müller, ihr neues Mayener Buch „Nette, Mayener Originale und Anderes“, vorzustellen, möchten wir von Blick aktuell ihr gerne erfüllen. Also trafen wir uns zum Gespräch dort, wo sie sich als „Mayena Mädcha“ so richtig wohl fühlt, am aus heimischem Gestein geschaffenen „Mayener Mädchen“ vür em „Aale Rathaus“. Und die Sonne strahlte vom blauen Himmel auf die Szenerie herab, als wollte sie sagen: „Margret, das hast Du gut gemacht“. Klar. Sie hatte ja auch vieles, nicht nur für die Mayener Wissenswertes recherchiert. Ach ja in der Eifelstadt mit Herz, gabs seit eh und je die Menschen, die man gerne in Erinnerung behält, Eckchen und Gässchen, die es wert sind zu erwähnen, und vor allen Dingen eine gute Autorin, wie Margret Müller, die überall ihre Augen und Ohren offen hielt, um ja alles zu erfahren, zu notieren, auszuwerten, und dann im Buch zusammen zu führen. „Eine wahrhaft gelungene Sache“, lobte auch einer, der selber in Mayen als literarisch in Erscheinung getreten ist. Alois Krämer, der Mann mit dem verschmitzten Lächeln. Von ihm ist man ja so einiges im künstlerischen Bereich gewohnt, Vor Ort erstand er gleich von Margarete Müller ein druckfrisches Buch. „Einen guten Zweck muss man einfach unterstützen“, so seine Devise. Der Reinerlös von jedem Buch wird nämlich an Aphasiker, Menschen die Wortfindungsstörungen haben, oder gar sprachlos sind gespendet. Kann ausgelöst werden durch einen Schlaganfall, Gehirntumor oder Unfall. (Aphasiezentrum in Waldbreitbach - Spendenkonto Sparkasse Neuwied IBAN DE 67 5745 0120 0030 0082 70). Solch ein, von einer Frau geschriebenes Buch; so glaubt Margarete Müller, ist bisher so noch nicht erschienen. Dass nicht nur Themen von Mayen, sondern auch über Mayen hinaus beinhaltet, resümiert das Mayener Mädel. Es ist ihr Erstlingswerk, die Verwirklichung einer Idee, die schon Jahre zurückliegt. Jetzt, nach dem Erscheinen hofft sie, das sich viele daran erfreuen. Das kann man ohne Weiteres. Denn es ist mit so viel Liebe und Herzblut entstanden. Mit Erzählungen zum schmunzeln, zum Nachdenken, zum Erinnern. „Waast Dau noch dohmols“ wird mancher Leser wohl sagen. Akribisch genau, alphabetisch geordnet lässt die 53 jährige Autorin ihre Leser eintauchen in die „Mayener Welt“. Begonnen mit den hier stationierten Amerikanern, de Aal Baach, Redensarten, die es fast nur in Mayen gibt, Originale en masse, Belle Beerche, de Möhde Binsel, de Paife Karl, et Fösch-Auch, de Rickes, Dietze Fößje oder wie der Name vom Café Piss entstand. Natürlich lässt Margarete Müller auch das harte „Kär Mayena Platt“ nicht aus: „Holl datt Kend aus der Sunn- soss freckt et“, gehört eben einfach mit dazu. Über „Hubertusruh“, „Hubbekack“ oder „Hundspisser“, führt die Autorin weiter, zum Möhde Bauer, dem Mühlenturm oder zum Mucke Träut. Natürlich ist auch die Reifs Mühle, de Reitschull, de Zuckertoni, de Wuuschtrickes, de Ritsch-Ratsch Schnorres Hennerici, et Scharemsche met em beste Jehacks, oder der in der Kaiserzeit lebende Polizist „De Rasskopp“ ein Thema, in diesem Buch, über das man allerdings nicht zu viel verraten sollte, denn „Sie“ sollten es ja lesen. Jede Menge literarische Überraschungen, die sicherlich wert sind, zu lesen und von „damals“ zu träumen. „Man kann nie auslernen, ich bin für jede Anregung in puncto Mayener Geschichte dankbar“, so Margret Müller. So ist die Autorin also auch weiterhin, ob per pedes oder mit dem Fahrrad „bai de Leut“ unterwegs, um Erinnerungen zu sammeln. Erinnerungen an „Mayener Größen“. Von Barbara, die die Männer anzog wie ein Magnet, von der gut aussehenden Frau mit dem Pelzmantel namens „Selwa-Knain“, dem Marktweib „Ospels Gritt“, em „Sahne Trees“, der „Kappes Gräfin“, em „Melch Kätt“, der „Schmutzigen Mutter“, dem „Tubaks Pittches Gerd“, em „Knatsch Kätt“, em „Wutze Träud“, em „Seich Gritt“, oder der „Tant Sophie“, die ihre Beine noch im hohen Alter als Funkenmariechen vorzüglich schwang. Und die letzteren hat die Autorin ja auf den Seiten 45 und 49, wundervoll in ihrem lesenswerten 76 seitigen Buch beschrieben. Einfach zauberhaft, Kompliment.

Das klimaneutral, auf Recyclingpapier gedruckte Buch ist in der Buchhandlung Reuffel (Marktstraße), beim Reisebüro Bell (am Forum), in der Metzgerei Kohlhaas (Wittbende) und bei Schwindenhammer (Marktstraße) zum Preis von 11.90 Euro zu bekommen.

BS

Alois Krämer, ebenfalls literarisch tätig ersteht eines der ersten Buchexemplare für den guten Zweck.

Alois Krämer, ebenfalls literarisch tätig ersteht eines der ersten Buchexemplare für den guten Zweck.

Der Titel des neuen, lesenswerten Buches.

Der Titel des neuen, lesenswerten Buches.

Immer das Ohr an den Menschen, ob per Pedes oder mit Fahrrad, Margret Müller.

Immer das Ohr an den Menschen, ob per Pedes oder mit Fahrrad, Margret Müller.

Das Mayener Mädchen Margret Müller, an ihrem Pendant aus Stein, dem leewe Mayna Mädcha. Fotos: BS

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