Allgemeine Berichte | 15.06.2020

Koblenzer Dechant wechselt nach Prag

Etwas Neues wagen

Thomas Hüsch beginnt im September seine neue Stelle als Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde in Prag

Dechant Thomas Hüsch. Foto: Julia Fröder

Koblenz. „Es wird für mich ein ganz neues Leben und auch eine Herausforderung“, sagt der Koblenzer Dechant Thomas Hüsch mit Blick auf den kommenden September. Dann beginnt er seine neue Stelle als Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde in Prag. Hinter ihm liegen dann 13 Jahre priesterliche Tätigkeit in der Rhein-Mosel-Stadt. „Die Trennung von Koblenz wird mir nicht leicht fallen. Ich fühle mich hier sehr verbunden“.

Doch von Anfang an: Aufgewachsen ist der 51-Jährige in Elkenroth im Westerwald. Nach seinem Eintritt in das Priesterseminar des Bistums Trier folgte sein Studium der katholischen Theologie in Rom. Dort wurde er 1998 zum Priester geweiht. Er blieb dann noch zwei Jahre zum Weiterstudium m. Nach dem Studienabschluss 2000 war er als Kaplan und Vikar im Saarland tätig sowie als Sekretär des damaligen Trierer Bischofs Reinhard Marx. Anschließend wechselte er nach Koblenz und übernahm 2007 die Pfarreien im Stadtteil Metternich. 2012 wurde er Dechant des Dekanats Koblenz.

Allerdings haben ihn die rund fünf Jahre in der italienischen Hauptstadt so sehr geprägt, dass er den Wunsch hat, wieder im Ausland zu leben und zu arbeiten. Die Umsetzung der Bistumssynode und die damit verbundenen Veränderungen seien für ihn eine gute Möglichkeit gewesen, diesen Wechsel nun anzugehen.

Sein Einsatz erfolgt in Absprache mit dem Trierer Bischof und der katholischen Auslandsseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz. „Die Stelle in der Tschechischen Hauptstadt wurde gerade frei, da hat das ganz gut gepasst“, erklärt er, warum es Prag wurde. „Das Angebot war für mich auf Anhieb sympathisch“, betont Hüsch. „Es ist eine spannende Stadt und was die Situation der Kirche angeht, ist es auch eine ziemlich andere“. Das Land sei stärker säkularisiert als Deutschland. „Ich bin gespannt, wie Kirche und Gemeindeleben unter diesen Bedingungen stattfindet“.

In Prag erwartet ihn eine lebendige Gemeinde deutschsprachiger Katholikinnen und Katholiken – nach groben Schätzungen – mit 4000 bis 5000 Gläubigen, darunter viele junge Familien. „Dazu kommt eine gute Unterstützung durch die Erzdiözese von Prag“. Vor Ort wird er allerdings der einzige Hauptamtliche sein; vieles läuft durch Ehrenamtliche. Das hat er bereits bei einer Reise im Februar erleben können. Hüsch erhofft sich, „mehr Raum für persönliche Seelsorge zu haben“. Aufgrund seiner bisherigen Position als Dechant habe er in den vergangenen acht Jahren sehr viele Verwaltungsaufgaben bewerkstelligen müssen. In Prag ist er auch in einem Feld eingesetzt, welches er, zuletzt während seiner Kaplanszeit bearbeitet hat: Er wird an einer deutschen Schule katholische Religion unterrichten. „Und dazu natürlich alles, was zu einer klassischen Pfarrerrolle gehört, wie die Spendung von Sakramenten“. Dazu zählen auch Trauungen. Die erste ist bereits für Oktober geplant. Das Paar lebt zwar in Deutschland, aber hat seine Wurzeln in Prag. Obwohl sein offizieller Dienst erst am 1. September beginnt, laufen die Vorbereitungen wie man sieht schon jetzt. An Koblenz gefällt ihm besonders die gute Kooperation auf ökumenischer Ebene. „Ich bin sehr dankbar für das persönliche und vertrauensvolle Verhältnis insbesondere mit dem evangelischen Superintendenten Rolf Stahl.“ Die Zusammenarbeit auch im interreligiösen Bereich habe er immer als sehr wohltuend empfunden. Als Veranstaltung möchte er den Aschermittwoch der Künstler hervorheben. „Das ist ein wichtiger Punkt im Jahr, auch um die Verbundenheit zwischen der Stadt Koblenz, den Künstlerinnen und Künstlern und den Kirchen zu zeigen“.

„Es wird sicherlich auch Dinge geben, die am Anfang ruckeln“, das ist ihm bewusst. Dennoch: „Es ist gut, etwas Neues zu wagen“. Die Stelle ist erst einmal auf zwei Jahre befristet, vielleicht verschlägt es ihn danach doch noch einmal an die Stadt am Deutschen Eck?

Pressemitteilung des

Bistums Trier

Dechant Thomas Hüsch. Foto: Julia Fröder

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