Allgemeine Berichte | 20.06.2016

Ausstellung der KSJ in der Pallottikirche Vallendar

Europa am Tiefpunkt: Verdun 1916

Vallendar. Im Juni 1916 war längst allen beteiligten „Masters of war“ klar, dass die Schlachten um Verdun nicht zu gewinnen waren; der Grabenkrieg hatte sich festgefahren. Prestige der Militärs und mangelnde politische Einsicht auf beiden Seiten waren die Gründe dafür, mit diesem wahnsinnigen Morden hunderttausender junger Menschen weiter zu machen. Verdun wurde zum Symbol für einen Tiefpunkt Europas, der wenige Jahre später von Auschwitz noch übertroffen werden sollte. Die Bilder und Fotos, die zu sehen sind, wurden von den Teilnehmenden der KSJ-Sommerfahrt 2014 erstellt. Die Jugendgruppe hat eine ganze Woche mitten in den ehemaligen Schlachtfeldern gezeltet und Exkursionen ins Gelände unternommen. Jeder Tag war angefüllt mit Besuchen von untergegangenen Dörfern, Soldatenfriedhöfen, ehemaligen Forts, Ausstellungen in der Umgebung, Filmen und Diskussionen über Krieg und Frieden. Die Ausstellung kann nur einen kleinen Einblick in die Erfahrungen und Auseinandersetzungen geben. Sie möchte die Mahnung, die von Verdun ausgeht, verstärken und zur Achtsamkeit heute beitragen. Die Jugendlichen laden gleichzeitig ein, in der eigenen Familie auf Spurensuche zu gehen: "War vielleicht ein Urgroßvater oder Uronkel Opfer einer der unzähligen Schlachten des Ersten Weltkrieges? Gibt es noch Fotos oder Briefe oder ein Wissen in der Familie darüber?" Die Gruppe hat einige Zeugnisse aus ihrem Umfeld zusammengetragen und dabei gemerkt, wie tief und generationenübergreifend Schädigungen durch Kriegserfahrungen sind. Die Idee eines solidarischen und friedliebenden Europas ist heute wieder bedroht. Die Ausstellung versteht sich auch als Beitrag zur Mahnung für ein menschliches Europa heute. Ausstellungseröffnung ist am Sonntag, 26. Juni im Rahmen des Gottesdienstes für ausgeschlafene Christinnen und Christen um 11.30 Uhr in der Pallottikirche an Haus Wasserburg, schließlich gegen 13 Uhr eine kurze Einführung mit Jutta Lehnert. Veranstaltungsort ist die Pallottikirche an Haus Wasserburg, Öffnungszeiten täglich von 8 bis 20 Uhr. Beginn der Ausstellung ist am Sonntag, 26. Juni, Ende: am Sonntag 10. Juli. Es ist keine Anmeldung notwendig.

Begleitende Fahrt für Erwachsene nach Verdun zur Ausstellung

Die Hauptausstellung beim großen Gräberfeld von Douaumont wurde überarbeitet; weg von der Ideologie des „Großen Krieges“ und der Stilisierung der Soldaten als „Helden der Nation“ hin zum gemeinsam erlittenen Leid auf beiden Seiten. Da sie erst vor wenigen Wochen eröffnet wurde, soll eine Fahrt nach Verdun stattfinden. Die Fahrt mit Bussen startet auf dem Parkplatz Haus Wasserburg um 7 Uhr. Geplant ist ein Besuch der neuen Ausstellung, ein Besuch von Fort Douaumont und dem Gräberfeld und der Kathedrale von Verdun. Die Rückkehr ist für circa 21 Uhr vorgesehen. Es entsteht ein Unkostenbeitrag. Informationen und Anmeldung bei Jutta Lehnert, Dekanat Koblenz, jutta.ksj@gmail.com.

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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