St. Thomas Realschule plus hatte Esten, Griechen und Spanier zu Gast
Europäische Partner erlebten tolle Woche in Andernach
Andernach. Estland, Spanien, Griechenland: Aus drei Mitgliedsstaaten der Europäischen Union hatte die St. Thomas Realschule plus Andernach in den vergangenen Tagen Gäste zu Besuch. Jede Reisegruppe war mit jeweils zwei Lehrerinnen und sechs Schülerinnen und Schüler in die Bäckerjungenstadt gekommen.
Hintergrund des Besuches: Seit 2020 arbeiten die insgesamt vier Partnerschulen in dem gemeinsamen Projekt „Garten der Kulturen in Europa“ zusammen, das mit Mitteln aus dem europäischen „Erasmus“-Programm finanziell gefördert wird. Das Projekt beinhaltet Aspekte wie Umweltschutz und Ökologie, „aber auch die Schaffung eines freundschaftlichen und kollegialen Miteinanders. Ja, die Förderung der kulturellen Vielfalt hierzulande und in ganz Europa“, wie Vera Kaspari betont, der für das Austauschprogramm verantwortlichen Lehrerin auf Seiten der Andernacher Schule. Nachdem die ausländischen Gäste und ihre deutschen Partner bereits am Montag von der Stadt Andernach und Oberbürgermeister Achim Hütten empfangen worden waren und die Austauschschüler anschließend bei einer Stadtrally die Stadt näher erkundeten, verbrachten sie den Dienstag am Laacher See und machten sich im Maifeld und in der Pellenz mit der vulkanischen Vergangenheit der Region vertraut.
Passend zum übergreifenden Thema „Garten“ stand mittwochs ein Besuch der ehemaligen Buga-Stadt Koblenz auf dem Programm. Dabei schwebten die Gäste nach kurzweiliger Stadtführung mit der Seilbahn vom Koblenzer Rheinufer hinauf zur Festung Ehrenbreitstein, wo sie die tolle Aussicht auf die Rhein-Mosel-Stadt genossen und das Hauptgelände der Bundesgartenschau 2011 inspizierten. „Die Landschaft in der Region Mittelrhein mit ihren großen Flüssen und den vielen Hügeln fanden wir besonders eindrucksvoll“, betont Lehrerin Georgia Ntoumani, deren Schule sich in der griechischen Stadt Larissa in der Region Thessalonien befindet.
Das Projekt „Essbare Stadt“, auf das sie in Andernach aus gutem Grund stolz sind, beeindruckte die Gäste bei einer Besichtigung samt Führung ebenfalls sehr. Einen Stadtgarten, der gemeinschaftlich bewirtschaftet und genutzt werde, sei eine ganz tolle Sache und motiviere zu weiteren eigenen Pflanzaktionen. Nachdem die Corona-Pandemie gegenseitige Besuche mehr als ein Jahr lang verhindert hatte, waren die spanischen Projektpartner aus Bailén in Andalusien im vergangenen März die Ersten, die ihre ausländischen Gäste bei sich beherbergten. Die Griechen folgten als Gastgeber im Juni, ehe nun die Andernacher an der Reihe waren.
„Unsere Schülerinnen und Schüler waren bei überaus gastfreundlichen Menschen untergebracht“, hebt die spanische Projektverantwortliche Isabel Luque-Perez hervor. Ihre estnische Kollegin Maris Vakin stößt ins selbe Horn: „Wir hatten unsere deutschen Partner ein bisschen förmlicher erwartet. Aber das waren alles sehr offene und warmherzige Leute. Toll!“, schwärmt sie.
„Wir müssen uns schon sehr ins Zeug legen, wenn wir ihnen im kommenden Mai eine ähnlich gute Zeit in unserem Land ermöglichen wollen.“
Tatsächlich geht es mit Estland, dem vierten und vorerst letzten Land auf der Liste der vier Partner, erst nach einer längeren Winterpause weiter. Doch wenn es nach dem Willen von Vera Kaspari oder der kommissarischen Andernacher Schulleiterin Vicky Plitt geht, soll es mit den interkulturellen Begegnungen im Rahmen des Erasmus-Programms für ihre Schule noch lange weitergehen. Unsere Teilnahme bis 2027 haben wir frühzeitig beantragt und sie wurde uns jetzt schon bewilligt“, freuen sich die beiden Lehrerinnen.
Sie, aber auch ihre Partner aus Estland, Spanien und Griechenland - Lehrinnen wie Lehrer und Schülerinnen wie Schüler - sind sich einig: „Wir haben viele neue Freunde gefunden.“
