Verleihung des Kulturpreises der Stadt Koblenz
Eva Maria Enders und Prof. Georg Schmitz wurden ausgezeichnet
Koblenz.Im Theater der Stadt Koblenz wurde am vergangenen Sonntag in einer Feierstunde, unter Corona-Bedingungen, der Kulturpreis der Stadt Koblenz an Eva Maria Enders und Prof. Georg Schmitz, für ihre Verdienste in Sachen Musik und Kunst verliehen. In Vertretung des Oberbürgermeisters David Langner, übernahm die Kulturdezernentin der Stadt Koblenz, Dr. Margit Theis-Scholz, die Begrüßung.
Neben den beiden zu Ehrenden begrüßte sie die Staatssekretärin des Ministeriums für Inneres, Sport und Infrastruktur Heike Raab sowie die Vizepräsidentin der FH Koblenz Prof. Ingeborg Henzler, die Laudatoren. In ihrer Laudatio würdigte Heike Raab die Malerin und Galeristin Eva Maria Enders als eine Künstlerin, die voller Energie und Tatendrang steckt.
Eva Maria Enders
Die in Koblenz geborene Eva Maria Enders studierte an der Fachhochschule Niederrhein in Mönchengladbach und schloss das Studium als diplomierte Textil- und Bekleidungsingenieurin sowie Textilgestalterin, ab. Bereits im Jahr 1994 nahm sie an einem Künstleraustausch in China teil. In Koblenz betreibt sie eine Werkstatt, in der auch Ausstellungen und Galerien stattfinden. Seit 1991 stellt sie in mehreren Galerien in Rheinland-Pfalz, Thüringen und China aus.
Ab 1998 zeigte das Mittelrhein-Museum in Koblenz, ihre Werke in Gruppenausstellungen und 2003 erhielt sie dort mit dem Titel Farbräume, eine Einzelausstellung. Bewusst stellt sie sich in die große alte Tradition der Malerei.
Im Jahr 2002 entwickelte und konzipierte sie mit einigen Künstlerkollegen zum zehnjährigen Bestehen der ARK, Arbeitsgruppe Rheinland-Pfälzischer Künstler e.V., eine Ausstellung im Mittelrhein-Museum Koblenz. In den Jahren 2009 bis 2013 unternahm sie Studienreisen nach Indonesien und Marokko. Eva Maria Enders arbeitet nicht nur mit Farben, sondern greift auch gerne zu Säuren und grobem Werkzeug um ihre Werke mit Strukturen zu versehen.
Prof. Georg Schmitz
Prof. Georg Schmitz, die zweite zu ehrende Persönlichkeit stammt aus Neuwied und hat nach seiner Gymnasialzeit bei den Arnsteiner Patres am Johannes-Gymnasium in Lahnstein, studiert. Sein Studium begann er zunächst am Peter-Cornelius-Konservatorium (Gitarre/Klavier) und an der Johannes-Gutenberg-Universität (Musikwissenschaft, Philosophie, Geschichte), bevor er im dortigen Fachbereich Musik seine Studien in Mainz mit dem Privatmusiklehrerexamen beendete.
Eine Weiterbildung im Fach Jazzgitarre an der Frankfurter Musikwerkstatt, privater Gesangunterricht, Studienaufenthalte in Polen und Ungarn sowie mehrmalige Teilnahme an der Académie d‘ été des Ircam in Paris, ergänzen seine musikalische Ausbildung. Sein großes Interesse galt lange Zeit dem Bereich der populären Musik, dem er als Arrangeur, Bandmitglied und musikalischer Leiter unterschiedlichster Produktionen nachging.
Am Peter-Cornelius-Konservatorium unterrichtete er und baute im Anschluss an der Musikschule der Stadt Koblenz als Fachleiter und Lehrer die Abteilungen Zupfinstrumente/Gitarrenakademie, Rock/Pop/Jazz und Studienvorbereitung/Theorie auf. Das von ihm gegründete als Kammermusikfestival konzipierte Internationale Pfingstseminar Koblenz Klassik/Jazz entwickelte sich unter seiner Leitung als Koblenz International Guitar Festival & Academy. Die Kombination von Festivalbetrieb und in Kooperation mit der Hochschule für Musik Mainz hat sich zu einer der führenden Einrichtungen ihrer Art weltweit etabliert. Prof. Georg Schmitz unterrichtet in Koblenz in der Abteilung Studienvorbereitung/Theorie die Fächer Tonsatz und Gehörbildung und widmet sich darüber hinaus insbesondere der frühkindlichen Gitarrenausbildung.
Mit Eva Maria Enders und Prof. Georg Schmitz ehrt die Stadt Koblenz wieder zwei herausragende Persönlichkeiten.
Der musikalischen Rahmen wurde von Ashley Bartel, Marta Kovalova, Stefan Besan (Violine) sowie Lukas Klemmer, Igor Klokov und Russel Poyner (Gitarre) sechs junge hervorragende Musiker, gestaltet.
Nach diesem offiziellen Teil lud die Stadt Koblenz die Gäste zu einem Empfang in den historischen Rathaussaal ein.
